Getestet, benutzt, eingeordnet. Hier ist, was sich lohnt.
Das Rundum-sorglos-VPN
Surfshark ist der Anbieter, den ich Leuten empfehle, die nicht stundenlang VPN-Vergleiche lesen wollen. Unbegrenzt viele Geräte auf einem Account, der günstigste 2-Jahres-Plan im Vergleich, und eine App die einfach funktioniert. Streaming klappt zuverlässig mit Netflix, Disney+ und DAZN. Seit 2025 läuft WireGuard mit Post-Quantum-Schutz, und mit Multi IP (Beta) bekommst du pro Dienst eine andere IP-Adresse. Ich hab Surfshark ausführlich im Alltag getestet, sowohl als komplettes Sicherheitspaket als auch gezielt im öffentlichen WLAN.
Der Platzhirsch
NordVPN kennt jeder, und das liegt nicht nur am Marketing-Budget. Hinter den YouTube-Sponsorings steckt tatsächlich ein solides Produkt. Über 6.000 Server, eigenes Protokoll (NordLynx, basiert auf WireGuard), und die breiteste Streaming-Kompatibilität im Test. Meshnet ist ein Feature, das sonst keiner hat: Du baust damit private Netzwerke zwischen deinen Geräten auf, egal wo sie stehen. Auf dem Fire TV Stick war NordVPN der erste große Anbieter mit Vega-OS-Support.
Eigene Hardware, null Kompromisse
OVPN kennt kaum jemand. In Sicherheitskreisen hat der schwedische Anbieter dafür einen Ruf, der die meisten Konkurrenten alt aussehen lässt. Der Grund: OVPN betreibt eigene Server-Hardware in jedem Rechenzentrum, nichts gemietet, nichts geteilt. RAM-only, unabhängig auditiert, und die No-Logs-Policy hat vor Gericht gehalten, als schwedische Behörden Nutzerdaten angefordert haben. Die App macht keinen auf Feature-Feuerwerk, sie funktioniert einfach. WireGuard läuft stabil, Streaming ist besser als bei Mullvad, aber wer Netflix-Bibliotheken wechseln will, ist bei Surfshark oder NordVPN besser aufgehoben.
Schweizer Datenschutz-Festung
Wer ProtonMail nutzt, kennt die Philosophie: Datenschutz ist kein Feature, sondern der Grundgedanke. Proton VPN ist die logische Erweiterung davon. Sitz in der Schweiz, wo Datenschutzgesetze nicht nur auf dem Papier stehen. Proton hat mehrfach bewiesen, dass sie keine Nutzerdaten herausgeben, auch wenn Behörden anklopfen. Es gibt einen kostenlosen Tarif, der nicht nur als Köder existiert, sondern tatsächlich nutzbar ist. Secure Core leitet den Traffic über mehrere Server in datenschutzfreundlichen Ländern, bevor er ins offene Netz geht. Streaming ist allerdings Glückssache.
Radikaler Datenschutz, kein Gelaber
Ein Fixpreis, seit 2009 unverändert. Keine Rabatt-Codes, keine Black-Friday-Aktionen, keine gestaffelten Pakete. Was Mullvad auch nicht hat: eine Registrierung. Du bekommst eine zufällige Konto-ID und bist drin. Zahlen per Krypto oder Bargeld im Briefumschlag nach Schweden. Die Geschwindigkeit ist dabei brutal: über 800 Mbit/s via WireGuard in meinem Test. RAM-only-Server, Multihop, eigener Browser gegen Fingerprinting. Was Mullvad nicht macht: Streaming. Netflix, Disney+, DAZN? Vergiss es. Mullvad versucht es nicht mal.
| Anbieter | Preis | Geräte | Streaming | Datenschutz | Score |
|---|---|---|---|---|---|
| Surfshark | Günstig | Unbegrenzt | Sehr gut | Gut | 9,2 |
| NordVPN | Mittel | 10 | Sehr gut | Gut | 9,2 |
| OVPN | Mittel | 4 | Mittel | Sehr gut | 9,1 |
| Proton VPN | Mittel | 10 | Mittel | Sehr gut | 8,8 |
| Mullvad | Fixpreis | 5 | Schlecht | Exzellent | 8,6 |