Die Anker Solarbank Max hat „Plug-in“ im Produktnamen und wiegt 76,5 Kilo. Bei so einem Widerspruch lese ich lieber das Kleingedruckte, bevor ich mich über die Zahl 10.000 Watt freue.
Anker verkauft den Speicher seit dem 22. Oktober 2026, ComputerBase meldete den Start am selben Morgen. Wie viel davon in Deutschland ohne Elektriker geht, ist die eigentliche Frage.
Spoiler: Aus dem Stecker kommen 800 Watt. Alles darüber braucht einen Elektriker.
Kein Test: Ich habe die Solarbank Max nicht getestet. Die Angaben stammen von Ankers Produktseite (Stand 23. Oktober 2026), aus den Berichten von ComputerBase und PC-Welt und von Händlerseiten. Messwerte oder Alltagserfahrung findest du hier deshalb nicht.
- Anker verkauft die Solarbank Max seit dem 22. Oktober 2026: 7 kWh LiFePO4-Speicher mit integriertem Wechselrichter, erweiterbar mit bis zu fünf Zusatzbatterien auf 42 kWh.
- Drei unabhängige MPPT-Eingänge mit MC4-Steckern nehmen bis zu 10.000 Watt Solar von bis zu 20 Modulen auf, pro Eingang bis zu 10 Module in Reihe.
- Am mitgelieferten Schuko-Stecker liegen 800 Watt an. 3.500 Watt gehen nur über eine Wieland-Steckdose mit eigenem Stromkreis, 4.600 Watt nur fest verdrahtet, beides durch eine Elektrofachkraft.
- Mit mehr als 2.000 Watt Modulleistung ist die Anlage laut PC-Welt und Händlern kein Steckersolargerät mehr. Über 800 Watt nennt Anker die Registrierung im Marktstammdatenregister verpflichtend.
- Die Preisempfehlung liegt laut ComputerBase und PC-Welt bei 2.499 Euro (Stand 22. Oktober 2026). Zur Auslieferung nennen Händler November, eine Angabe von Anker dazu fand ich nicht.
Anker Solarbank Max im Datenblatt: 7 kWh und drei getrennte Solareingänge
Im Hauptgerät stecken ein 7-kWh-Speicher mit LiFePO₄-Zellen (Lithium-Eisenphosphat, robuster als die Akkus im Laptop) und ein Wechselrichter. Bis zu fünf Zusatzbatterien führen auf 42 kWh. Anker nennt 10.000 Zyklen und 10 Jahre Garantie, das sind Herstellerangaben, die sich erst in Jahren prüfen lassen.

Solarseitig sitzen drei MPPT-Eingänge (Regler, die jeden Modulstrang einzeln auf seinen besten Arbeitspunkt bringen) mit MC4-Steckern. Laut Ankers Produktseite nehmen sie zusammen bis zu 10.000 Watt von bis zu 20 Modulen auf. Die Module hängen in Reihe, bis zu zehn pro Eingang, mit höchstens 600 Volt Leerlaufspannung je Strang. Das ist Dachanlagen-Verkabelung, nichts für das Balkongeländer.
| Eigenschaft | Solarbank Max laut Anker |
|---|---|
| Kapazität | 7 kWh, erweiterbar auf 42 kWh |
| Solareingang | 3 MPPT, zusammen bis 10.000 W, je 18 A |
| AC-Ausgang | 800 W (Schuko), 3.500 W (Wieland), 4.600 W (fest) |
| Notstrom-Ausgang | 3.680 W |
| Schutzart, Temperatur | IP66, minus 20 bis 55 Grad |
| Maße, Gewicht | 670 × 356 × 350 mm, 76,5 kg |

Laut ComputerBase gibt es außerdem eine vollständige Home-Assistant-Integration für Automatisierung ohne Cloud. Das ist eine Herstellerangabe, die ich nicht geprüft habe (Konfidenz: Hypothese, bis jemand sie im Betrieb bestätigt).
Am Schuko-Stecker gibt es 800 Watt, mehr nur mit Elektriker
Die Leistung, mit der Anker wirbt, hängt am Anschluss. Der mitgelieferte Schuko-Stecker liefert 800 Watt, den darfst du laut Anker selbst einstecken. Für 3.500 Watt braucht es eine Wieland-Steckdose an einem eigenen Stromkreis, für 4.600 Watt eine feste Verdrahtung am Verteiler. Beides macht eine Elektrofachkraft, das hält auch PC-Welt fest.
Technisch wären 5.000 Watt Ausgang möglich. Anker begründet die 4.600 Watt mit der Norm VDE-AR-N 4105, die einphasig nicht mehr zulässt. Der Notstrom-Ausgang mit 3.680 Watt versorgt direkt angeschlossene Geräte aus dem Akku. Das ganze Haus hängt daran erst mit dem separaten Backup Auto Switch, schreibt ComputerBase.
Über 2.000 Watt Modulleistung ist es keine Mini-Solaranlage mehr
Die vereinfachten Regeln für Steckersolargeräte gelten nur für kleine Anlagen. Hängen mehr als 2.000 Watt Modulleistung dran, ist die Anlage laut PC-Welt und Händlern keines mehr. Das trifft ein, sobald du mehr als vier Module à 500 Watt anschließt, und Anker plant mit bis zu 20.
Was dann fällig wird, hat ein Ratgeber von balkon-kraft-werke.de nach Angaben der DGS zusammengetragen: Eintrag im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats und Anmeldung beim Netzbetreiber, ab mehr als 800 Voltampere als Elektrikeranmeldung. Anker nennt die Registrierung bei mehr als 800 Watt Einspeisung auf der Produktseite verpflichtend.
Ob für die Max am Schuko eine einfache Laienanmeldung reicht, hängt laut dem Ratgeber an einer offenen Frage zum Wechselrichter, die dein Netzbetreiber beantwortet. Das ist kein Rechtsrat, sondern der Stand der Quellen vom 22. Oktober (Konfidenz: wahrscheinlich).
Für wen die Solarbank Max gedacht ist und für wen sie zu groß ist
PC-Welt sieht die Max bei Einfamilienhäusern mit viel Dachfläche und hohem Verbrauch, etwa durch Wärmepumpe oder Elektroauto. Die drei Eingänge helfen bei verschieden ausgerichteten Dächern, weil Schatten nur den betroffenen Strang bremst. Für ein kleines Balkonkraftwerk ist sie überdimensioniert, bei wenig Modulen und niedrigem Nachtverbrauch bleiben die 7 kWh zum Teil ungenutzt.
Wie groß ein Speicher sein muss, hängt am Verbrauchsprofil, darum geht es auch im Beitrag zur Dimensionierung von Balkonbatterien.
Wer schon eine PV-Anlage hat und nur nachrüsten will, schaut laut Anker auf die Solarbank Max AC. Sie hat keine Gleichstromeingänge und hängt per AC-Kopplung an der bestehenden Anlage.
Zur Einordnung die Solarbank 4 Pro daneben. Das ist ein Datenblattvergleich nach Ankers FAQ, kein Test:
| Wert | Solarbank Max | Solarbank 4 Pro |
|---|---|---|
| Speicher im Hauptgerät | 7 kWh | 5 kWh |
| Solareingänge | 3 MPPT, je bis 10 Module in Reihe | 4 MPPT, je bis 3 Module parallel, max. 12 |
| Solarleistung | bis 10.000 W | bis 5.000 W |
| AC über Wieland | 3.500 W | 2.500 W |
| AC fest verdrahtet | 4.600 W | 2.500 W |
| Notstrom-Ausgang | 3.680 W | 2.500 W |
Auch EcoFlow zielt mit der STREAM 5000 in diese Richtung, die ich im Artikel zur EcoFlow STREAM 2 beschrieben habe: 5 kWh, 5.000 Watt Solareingang, bis zu 3.000 Watt Ausgang bei fachgerechter Installation. Die Max liegt bei Speicher und Solareingang darüber.
Preis und Lieferung: 2.499 Euro Preisempfehlung, Auslieferung ab November
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt laut ComputerBase und PC-Welt bei 2.499 Euro (Stand 22. Oktober 2026). Vor dem Start nannten einzelne Händler 2.299 Euro. Ich halte mich an 2.499, weil Anker die Max am 23. Oktober im eigenen Shop mit diesem Preis führt und als bestellbar listet.
Eine befristete Startaktion läuft bis zum 6. Dezember. Ihre Höhe lasse ich weg, weil solche Aktionen sich schnell ändern.
Bestellen geht seit dem 22. Oktober, geliefert wird laut PC-Welt nach Händlerangaben ab November. Einen Termin von Anker selbst habe ich nicht gefunden.
Der Preis ist also nur die halbe Rechnung, die Elektroinstallation kommt obendrauf: Der Händler Flexisolar setzt für seine Komplettsets 699 Euro für den Wieland-Anschluss und 1.999 Euro für den Festanschluss an (Händlerangabe, Stand 23. Oktober).
Ein Heimspeicher mit Steckeranschluss, kein Balkonkraftwerk
Nach den Quellen ist die Max ein Heimspeicher, den man wie ein Balkonkraftwerk einrichten kann, nicht umgekehrt. Die 10.000 Watt Solar und 4.600 Watt Ausgang gibt es nur mit Elektriker, Anmeldung beim Netzbetreiber und einem Dach statt Balkon. Wer das will, bekommt viel Speicher. „Plug-in“ gilt auf dem Karton trotzdem nur für die ersten 800 Watt.
Wer ein 800-Watt-Balkonkraftwerk mit Akku sucht, ist mit der Max falsch bedient, da reicht ein kleineres Gerät und es bleibt günstiger. Offen bleibt, wie sich App und Home-Assistant-Anbindung im Betrieb verhalten. Das kann ich erst beurteilen, wenn jemand das Gerät länger laufen lässt.
Häufige Fragen zur Anker Solarbank Max
Was kostet die Anker Solarbank Max?
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 2.499 Euro, Stand 22. Oktober 2026 laut ComputerBase und PC-Welt. Die Elektroinstallation kommt je nach Anschluss dazu. Eine befristete Startaktion läuft bis zum 6. Dezember 2026.
Ist die Anker Solarbank Max ein Balkonkraftwerk?
Nur am Schuko-Stecker mit 800 Watt Ausgang. Mit mehr als 2.000 Watt Modulleistung gilt sie laut PC-Welt nicht mehr als Steckersolargerät, dann sind eine Anmeldung beim Netzbetreiber und eine Elektrofachkraft nötig.
Wie viel Leistung gibt die Solarbank Max ab?
800 Watt am Schuko-Stecker, 3.500 Watt über eine Wieland-Steckdose mit eigenem Stromkreis und 4.600 Watt bei fester Verdrahtung. Dazu kommen 3.680 Watt am Notstrom-Ausgang, laut Ankers Produktseite.
Wann wird die Anker Solarbank Max geliefert?
Bestellbar ist sie seit dem 22. Oktober 2026. Die Auslieferung beginnt laut Händlerangaben im November, einen Termin von Anker selbst habe ich nicht gefunden.
Was unterscheidet die Solarbank Max von der Solarbank 4 Pro?
Die Max hat 7 statt 5 kWh, drei statt vier MPPT-Eingänge mit Reihenschaltung und bis zu 10.000 statt 5.000 Watt Solar. Am Ausgang sind es bis zu 4.600 statt 2.500 Watt, laut Ankers Produktseite.






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