Die tado Fenster-offen-Erkennung lernt jetzt jeden Raum einzeln kennen, so steht es in der Pressemitteilung vom 22. Oktober. Bei mir steht das schon in der App: In allen sechs Räumen zeigt sie den Status „Lernt“. Meine Heizung geht also gerade zur Schule.
Hinter den sechs Räumen hängen tado-X-Thermostate, dazu die Bridge X und das Jahresabo für AI Assist. Ob die Erkennung danach besser trifft als vorher, kann ich nach einem Nachmittag nicht sagen. Was ich sagen kann: was tado ankündigt und was bei mir schon läuft.
Spoiler: Die Lernanzeige läuft schon, der Schimmelindex noch nicht.
- tado kündigt am 22. Oktober 2026 für tado X eine KI-gestützte Fenster-Offen-Erkennung an, die für jeden Raum lernt, was normal ist. Der Rollout läuft laut tado „im Laufe des nächsten Monats“, der anpassbare Home-Screen ist schon live.
- Das automatische Pausieren der Heizung gehört laut Pressemitteilung zu AI Assist: 3,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro im Jahr. heise schreibt nach Rückfrage bei tado, das raumspezifische Lernen komme für alle tado-X-Geräte, ohne Abo gebe es bei offenem Fenster nur eine Push-Nachricht.
- Der neue Schimmelindex (VTT-Modell aus Finnland, Stufen Niedrig, Erhöht, Hoch) erscheint im Raumluft-Komfort-Skill und braucht in jedem überwachten Raum ein tado-Thermostat mit Temperatur- und Feuchtemessung.
- In meiner App zeigt die Fenster-Offen-Erkennung am 22. Oktober in allen sechs Räumen den Status „Lernt“, die Ausschaltzeit steht standardmäßig auf 15 Minuten. Einen Schimmelindex gibt es bei mir noch nicht.
- Boost als Live Activity (Dynamic Island, Sperrbildschirm, Apple Watch, Mac) kommt für tado X ohne Aufpreis. Eine App-Version nennt tado für keine der Funktionen, im App Store ist aktuell die 10.6.
Ich habe die KI-Erkennung nicht über eine Heizperiode gefahren. Dieser Text stützt sich auf tados Pressemitteilung und den heise-Bericht vom 22. Oktober sowie auf meine eigene App, in der ich um 14:23 Uhr nachgesehen habe. Ob die Erkennung im Bad besser trifft als vorher, weiß ich noch nicht.
tado Fenster-offen-Erkennung: sechs Räume, sechsmal „Lernt“
In der App findest du sie bei mir unter Einstellungen → Skills → Fenster-Offen-Erkennung. Jeder Raum hat einen eigenen Schalter und eine eigene Ausschaltzeit, bei mir stehen im Wohnzimmer 15 Minuten drin, einstellbar von 5 Minuten bis 23 Stunden und 59 Minuten. Darüber steht in jedem Raum „Lernt“, mit dem Hinweis, dass die Erkennung die Eigenschaften des Raums kennenlernt, um genauer zu werden.

Die Technik dahinter ist unspektakulär. Die Thermostate haben keinen Kontaktsensor (ein kleiner Magnetschalter am Fensterrahmen, der direkt meldet, dass das Fenster aufgeht), sie schließen aus den Raumwerten auf ein offenes Fenster, zum Beispiel aus einem plötzlichen Abfall der Luftfeuchtigkeit. Neu ist laut tado, dass die Software pro Raum lernt, was normal ist. Ein Bad verhält sich anders als ein Schlafzimmer.

Laut tado-Helpdesk gibt es drei Zustände pro Raum: aus, Lernphase und optimiert. Auch danach passt sich die Erkennung weiter an, wenn sich die Bedingungen im Raum ändern. Wie lange die Lernphase dauert, habe ich nicht gefunden.
heise merkt an, dass tados Erkennung in früheren Tests nicht immer angesprungen ist und tado sich bisher gegen Kontaktsensoren gesperrt hat. Ein Thermostat, das weit vom Fenster hängt, merkt Zugluft später als ein Magnet am Rahmen. Software kann das abmildern, ob sie es aufhebt, zeigt erst der Winter.
Das Abo bezahlt das Pausieren, und tado und heise sagen es etwas verschieden
Die Pressemitteilung ordnet die KI-gestützte, automatische Fenster-Offen-Erkennung dem Abo AI Assist zu, 3,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro im Jahr. Ich zahle das Jahresabo. heise hat bei tado nachgefragt und schreibt etwas Feineres: Das raumspezifische Lernen soll für alle tado-X-Geräte kommen, nur das automatische Pausieren der Heizung bleibt im Abo.
Ohne Abo bekommst du laut heise bei einem offenen Fenster eine Push-Nachricht und drehst selbst runter. Im Helpdesk steht dazu ein Kurzbefehl, der die Heizung ausschaltet. Ich zahle also für ein Abo, dessen Umfang zwei Quellen verschieden beschreiben. Welche Fassung gilt, sieht man nach dem Rollout.
Dass smarte Heizung gern im Abo landet, hatte ich schon zur IFA aufgeschrieben, damals mit Bosch und dem Heizabgleich im Thermostat-Vergleich.
Der Schimmelindex fehlt noch, mein Bad zeigt trotzdem 72 Prozent
Der zweite Teil der Ankündigung ist ein Schimmelindex pro Raum. Er soll im Raumluft-Komfort-Skill auftauchen. Die Kachel dazu habe ich auf dem Home-Screen, den Index darin am 22. Oktober noch nicht.
tado stützt ihn auf das VTT-Wachstumsmodell, ein bauphysikalisches Modell aus Finnland, das aus dem Verlauf von Temperatur und Luftfeuchtigkeit abschätzt, ob Schimmel wachsen kann. Die App stuft dann jeden Raum als Niedrig, Erhöht oder Hoch ein. Voraussetzung ist ein tado-Thermostat im Raum, das Temperatur und Feuchte misst.

Ob 72 Prozent im Bad ein Moment oder ein Dauerzustand sind, sagt die Kachel nicht. Genau dafür soll der Index da sein, weil er auf den Verlauf schaut statt auf einen Wert.
Die Feuchtewerte der Thermostate hatte ich schon bei tado X und Apple Home unter der Lupe. Ob Homey vom Schimmelindex etwas mitbekommt, habe ich noch nicht geprüft, bei mir hängt neben dem Homey auch die Bridge X in der Wand, wie ich im Vergleich der Matter-Thermostate beschrieben habe.
Home-Screen und Boost: einer läuft schon, einer kommt noch
Anpassbar ist der Home-Screen schon, bei mir kam beim Öffnen das Overlay „Neu in der App“. Ganz unten in der Zuhause-Ansicht tippst du auf Bearbeiten, ordnest die Kacheln per Drag-and-drop neu und blendest aus, was du nicht brauchst. Das gilt laut tado für alle Kunden, nicht nur für tado X.
Dazu kommt der Boost als Live Activity, also eine Anzeige im Dynamic Island und auf dem Sperrbildschirm, samt Kurzbefehl zurück zum Zeitplan. Das gibt es für tado X ohne Aufpreis, sobald tado es ausrollt.
Welche App-Version das bringt, verrät tado nicht. Im App Store steht aktuell die 10.6, und die Release-Notes sind seit Monaten bei jeder Version derselbe Satz über Stabilität und Geschwindigkeit.
Ich zahle jedes Jahr dafür, dass meine Heizung merkt, wann ich das Fenster aufmache. Die Funktion gab es schon vorher, jetzt lernt sie sichtbar dazu, und ich finde das seltsam beruhigend. Trotzdem bleibt bei Hardware, die erst mit einem Abo vollständig wird, ein komisches Gefühl. Ein Magnet am Fensterrahmen kostet einmal und muss nichts lernen.
Häufige Fragen zur tado Fenster-offen-Erkennung
Was kostet die KI-gestützte Fenster-Offen-Erkennung bei tado?
Das automatische Pausieren der Heizung gehört laut tado zu AI Assist und kostet 3,99 Euro im Monat oder 29,99 Euro im Jahr. Ohne Abo gibt es laut heise bei einem offenen Fenster nur eine Push-Nachricht. Das raumspezifische Lernen soll nach tados Auskunft an heise für alle tado-X-Geräte kommen.
Für welche tado-Geräte kommt die KI-Fensterkennung?
Für die Thermostate der Serie tado X. In der Pressemitteilung vom 22. Oktober 2026 ist nur tado X genannt, ältere Modelle wie das V3+ sind für diese Funktion nicht aufgeführt.
Wo finde ich die Fenster-Offen-Erkennung in der tado-App?
Bei mir unter Einstellungen → Skills → Fenster-Offen-Erkennung. Dort wählst du einen Raum, schaltest die Erkennung ein und stellst die Ausschaltzeit ein, voreingestellt sind 15 Minuten, möglich sind 5 Minuten bis 23 Stunden und 59 Minuten.
Wann kommt der tado Schimmelindex?
tado nennt kein Datum. Die Updates kommen laut Pressemitteilung vom 22. Oktober 2026 im Laufe des nächsten Monats, der Schimmelindex nach der Fenster-Offen-Erkennung. In meiner App war er am 22. Oktober noch nicht zu sehen, er erscheint im Raumluft-Komfort-Skill.
Brauche ich für den tado Schimmelindex zusätzliche Geräte?
Du brauchst in jedem überwachten Raum ein tado-Thermostat, das Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst. Der Index gehört wie die KI-Fensterkennung zu AI Assist, ein weiteres Gerät verlangt tado nicht.
AI Assist wegen der Fensterkennung abschließen? Warte den Winter ab
Wer AI Assist hat, bekommt die lernende Fensterkennung ohne Aufpreis und kann zusehen, wie sie Raum für Raum fertig wird. Das ist nett, aber kein Grund, deswegen ein Abo anzufangen. Tragen sollten die Rechnung eher die anderen Funktionen im Paket, etwa Geofencing und das adaptive Heizen.
Wer ohne Abo auskommt, wartet ab, was von heises Push-Variante nach dem Rollout übrig bleibt. Wer noch gar keine smarte Heizung hat, fängt woanders an, dafür habe ich einen Ratgeber, wie du deine Heizung smart machen kannst.
Ich sehe mir an, ob die Heizung im Bad nach dem Lüften zuverlässig pausiert, und ergänze das hier, sobald der Schimmelindex in meiner App aufgetaucht ist und die ersten kalten Wochen vorbei sind.
- sehr zuverlässig
- wiederaufladbarer Akku
- Integration in Smart Home
- jährliche Abokosten






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