Die SwitchBot Permanente Außenleuchten sind SwitchBots Antwort auf eine Frage, die ich mir jeden Januar in meiner Straße stelle: Warum hängt bei der Hälfte der Häuser die Lichterkette noch bis Ostern?
Die Antwort kenne ich natürlich, niemand will bei drei Grad auf die Leiter, und genau da setzt die Idee der dauerhaft montierten Kette an. Sie bleibt einfach oben, leuchtet im Dezember rot und grün, im Februar warmweiß über der Haustür, und die Leiter kommt gar nicht erst aus dem Keller.
Neu ist die Idee nicht, Hue und Govee verkaufen so etwas seit Jahren. Neu ist der Preis, 199,99 Euro für 30 Meter, und ein Matter-Logo, das ich seit der SwitchBot Lightbar mit einem bestimmten Blick lese. Aber der Reihe nach.
- Die SwitchBot Permanente Außenleuchten kosten 199,99 Euro UVP für 30 Meter, am 6. November 2026 im SwitchBot-Shop und bei Amazon auf Lager, bei Amazon mit 20-Prozent-Coupon für rund 160 Euro.
- 72 LED-Spots mit je bis zu 40 Lumen, zusammen bis 2600 Lumen, aufgeteilt auf sechs Segmente von je 5 Metern, mit Verlängerungskabeln bis 36 Meter.
- RGBIC plus eigene warm- und kaltweiße LEDs, Farbtemperatur 2700 bis 6500 Kelvin, Helligkeit in der App von 1 bis 100 Prozent, am Kabel-Controller in 10 Stufen.
- Matter über WLAN ohne SwitchBot-Hub, ein Matter-Controller wie Apple TV, HomePod mini oder Homey Pro bleibt Pflicht. Effekte, Musikmodus, Zeitpläne und Timer laufen laut HomeKit News nur in der SwitchBot-App.
- Lichterkette IP67, Controller und Netzteil IP65, Betrieb von minus 20 bis 60 Grad, LED-Lebensdauer laut SwitchBot 55.000 Stunden, Montage mit 3M-Klebepads oder Schrauben.
- Zum Vergleich: Hue Festavia Permanent kostet 299,99 Euro für 18 Meter und 32 Spots plus Bridge, Govee Dauerhafte Outdoor-Leuchten 2 im Govee-Shop 249,99 Euro für 30 Meter.
72 Spots auf 30 Metern, und Weißlicht aus eigenen LEDs
Was da im Karton liegt, sind sechs Stränge zu je 5 Metern, die man an der Dachkante entlang zusammensteckt, dazu Verlängerungskabel für Ecken und Fenster, mit denen die ganze Installation bis zu 36 Meter lang werden darf.
Auf den 30 Metern sitzen 72 Spots, also rechnerisch alle 42 Zentimeter einer, und jeder davon schafft laut SwitchBot-Produktseite bis zu 40 Lumen. Zusammen sind das bis zu 2600 Lumen, was für eine Fassade ordentlich ist und für einen kleinen Vorgarten eher zu viel, aber dafür gibt es ja den Dimmer.
Die Farben sind das, womit SwitchBot wirbt, und die weißen LEDs sind das, weshalb ich die Kette überhaupt interessant finde. Neben den RGB-Chips stecken in jedem Spot eigene warmweiße und kaltweiße Dioden, das Weiß wird also nicht aus Rot, Grün und Blau zusammengemischt, sondern kommt aus einer echten weißen Lichtquelle, einstellbar von 2700 bis 6500 Kelvin.
RGBIC = jeder Spot hat einen eigenen Steuerchip und kann eine andere Farbe zeigen als sein Nachbar, deshalb gehen Verläufe und Lauflichter über die ganze Länge. An einem normalen Dienstagabend, wenn man mit den Einkäufen zur Haustür geht, ist genau dieses Weiß der Grund, so eine Kette dauerhaft hängen zu lassen.

Wetterfest ist die Kette selbst nach IP67, Controller und Netzteil kommen nur auf IP65 und wollen deshalb unter ein Dach oder in die Garage, nicht neben die Regentonne. Am Kabel-Controller lässt sich das Licht ohne WLAN schalten und in zehn Stufen dimmen, und das ist mehr wert, als es klingt, weil der Router irgendwann neu startet und man dann trotzdem die Haustür finden will.
- Matter über WLAN ohne Hub
- Eigene warm- und kaltweiße LEDs für Alltagslicht
- Günstiger pro Meter als Hue und Govee
- Effekte, Musikmodus und Zeitpläne nur in der SwitchBot-App
- Controller und Netzteil nur IP65
- Noch keine Langzeiterfahrung an deutschen Hauswänden
Matter ohne Hub, die Effekte bleiben trotzdem in der App
Die Kette spricht Matter über WLAN, und das ohne SwitchBot-Hub, was bei dieser Firma nicht selbstverständlich ist. Einen Matter-Controller brauchst du trotzdem, also ein Apple TV, einen HomePod mini, einen Echo oder, wie bei mir, den Homey Pro, und dann taucht die Kette in Apple Home, Alexa, Google Home, SmartThings oder Home Assistant als ganz normale Lampe auf, die sich schalten und dimmen lässt und in Szenen passt.
Was dabei nicht mitkommt, steht bei HomeKit News deutlicher als in der deutschen Pressemitteilung: Die dynamischen Effekte, der Musikmodus über das eingebaute Mikrofon, Zeitpläne und Timer laufen nur in der SwitchBot-App. SwitchBot selbst schreibt von „unterstützten Beleuchtungseinstellungen“ in Apple Home, und wer das Wort „unterstützt“ schon einmal in einem Datenblatt gelesen hat, weiß, wie viel Gewicht es trägt.
Das ist dasselbe Muster wie bei der Lightbar im September und bei der SwitchBot Deckenleuchte: Matter schaltet, die App inszeniert. Für eine Dachkante finde ich das weniger tragisch als für eine Lightbar hinter dem Monitor, weil man die Szene „Weihnachten“ ohnehin nur einmal in der SwitchBot-App baut und sie dann über die Automation der eigenen Plattform aufruft. Wer die Farbverläufe aber direkt in Apple Home erwartet hat, wird sie dort nicht finden, und das gilt bei Govee und Hue genauso.
Gegen Hue Festavia und Govee: Der Preis pro Meter entscheidet
Vorgestellt hat SwitchBot die Kette international schon am 21. Oktober, im deutschen Shop lag sie laut smartlights.de Ende Oktober für 199,99 Euro, und die deutsche Pressemitteilung kam heute, am 6. November, hinterher. Bei Amazon ist sie inzwischen auf Lager, verkauft von SwitchBot selbst, und ein Coupon über 20 Prozent drückt den Preis dort auf rund 160 Euro.
Zum Vergleich die beiden Platzhirsche: Die Hue Festavia Permanent kostet laut hueblog 299,99 Euro, dafür bekommt man aber nur 18 Meter mit 32 Spots und braucht zusätzlich eine Hue Bridge. Govees Dauerhafte Outdoor-Leuchten 2 stehen im Govee-Shop mit 249,99 Euro für 30 Meter, ebenfalls mit Matter. Pro Meter sind das rund 17 Euro bei Hue, gut 8 bei Govee und knapp 7 bei SwitchBot, mit dem Amazon-Coupon etwas über 5.
Was SwitchBot für das Geld nicht liefern kann, ist ein Winter an einer deutschen Hauswand. Govee verkauft schon die zweite Generation, und bei SwitchBot weiß noch niemand, wie die Klebepads im März aussehen, nachdem sie ein paar Wochen Frost und Dauerregen hinter sich haben.
Serie auf techboys.de
Fünf SwitchBot-Produkte, ein Ökosystem, alle im echten Alltag getestet, dazu die Neuheiten seit der IFA 2026 bis zu den Außenleuchten. Jedes Gerät hat einen eigenen Artikel, aber erst zusammen ergibt sich das ganze Bild.
Kurz gefragt zu den SwitchBot Permanente Außenleuchten
Was kosten die SwitchBot Permanente Außenleuchten?
199,99 Euro UVP für das 30-Meter-Set mit 72 Spots. Am 6. November 2026 liegt der Preis im SwitchBot-Shop und bei Amazon bei 199,99 Euro, bei Amazon senkt ein Coupon über 20 Prozent den Preis auf rund 160 Euro.
Brauchen die SwitchBot Permanente Außenleuchten einen Hub?
Keinen SwitchBot-Hub, aber einen Matter-Controller. Die Kette verbindet sich per Matter über WLAN direkt mit Apple Home, Alexa, Google Home, SmartThings oder Home Assistant, dafür muss ein Apple TV, HomePod mini, Echo oder Homey Pro im Haus sein. Effekte, Musikmodus und Zeitpläne laufen nur in der SwitchBot-App.
Sind die SwitchBot Permanente Außenleuchten wetterfest?
Die Lichterkette ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt, Controller und Netzteil nach IP65 und gehören unter ein Dach. SwitchBot nennt einen Betriebsbereich von minus 20 bis 60 Grad und ein UV-beständiges Gehäuse, die LEDs sollen bis zu 55.000 Stunden halten.
Wie unterscheiden sich die SwitchBot Permanente Außenleuchten von Hue Festavia Permanent und Govee?
Beim Preis pro Meter. SwitchBot verlangt 199,99 Euro für 30 Meter, Govee 249,99 Euro für 30 Meter im eigenen Shop, Hue 299,99 Euro für 18 Meter plus Bridge. SwitchBot und Govee sprechen Matter über WLAN, Hue läuft über Zigbee und die Hue Bridge.
Für wen die 200 Euro passen
Wer eine Dachkante hat, ein Apple TV oder einen Homey im Wohnzimmer und die Leiter im Januar nicht mehr sehen will, bekommt hier das günstigste 30-Meter-Set mit Matter, das ich gerade in Deutschland finde. Mit dem Amazon-Coupon liegt der Abstand zu Govee bei rund 90 Euro, und das ist in dieser Produktkategorie ein Netzteil und zwei Verlängerungen.
Wer die Effekte in Apple Home erwartet, kauft bei keinem der drei das Richtige, das geht überall nur in der Hersteller-App. Und wer sowieso schon eine Kette hängen hat, kann den ersten Winter abwarten und mir im März schreiben, ob die Klebepads bei den anderen noch kleben.






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