Die FRITZ!Smart Energy 201 habe ich zuerst für eine weitere Umbenennung gehalten. FRITZ! hat 2024 alle DECT-Dosen in Smart Energy umgetauft, seitdem lese ich bei jeder neuen Nummer erst das Datenblatt, bevor ich mich freue.
Diesmal steht da etwas: Die Dose ist 21 Millimeter kürzer als die alte 200 und schaltet 3680 statt 2300 Watt. Dafür fehlt etwas, das die 200 seit Jahren hatte.
Getestet habe ich die FRITZ!Smart Energy 201 nicht. Grundlage sind die Produktseiten von FRITZ! zur 201 und zur 200, die Berichte von heise und ifun und ein Blick auf den FRITZ!-Download-Server am 6. November.
- Die FRITZ!Smart Energy 201 ist seit Anfang November 2026 lieferbar, die UVP liegt bei 49 Euro, bei Amazon und im FRITZ!-Shop kostet sie am 6. November dasselbe.
- Sie misst 54 x 72 x 36 Millimeter und wiegt 109 Gramm. Die Smart Energy 200 kommt auf 59 x 93 x 41 Millimeter und 135 Gramm.
- Geschaltet werden bis 3680 Watt (16 Ampere) statt 2300 Watt beim Vorgänger, der Eigenverbrauch liegt laut FRITZ! unter 0,2 Watt statt rund 0,5 Watt.
- Den Temperatursensor der 200, der als Fühler für FRITZ!-Heizkörperregler dient, führt das Datenblatt der 201 nicht mehr auf.
- Funk ist DECT-ULE, Pflicht ist eine FRITZ!Box mit DECT. In Apple Home, Google Home und Alexa kommt die Dose nur über das FRITZ!Smart Gateway (69,99 Euro) oder die Matter-Bridge der FRITZ!Box 5690 Pro, die am 6. November weiter nur im Labor läuft.
- Gezeigt wurde die 201 auf der IFA 2025, der Verkaufsstart kam gut ein Jahr später.
Schmaler als die 200, und der Fühler fehlt
Die alte Smart Energy 200 ist eine dieser Dosen, die in der Steckdosenleiste zwei Plätze belegen, weil sie 93 Millimeter hoch ist. Die 201 bringt es laut Produktseite von FRITZ! auf 54 x 72 x 36 Millimeter und 109 Gramm.
FRITZ! verspricht, dass die Nachbarplätze frei bleiben, nachgemessen habe ich das nicht.
Beim Schalten hat die Dose zugelegt. 3680 Watt bei 16 Ampere reichen für Heizlüfter und Wasserkocher, die 200 war bei 2300 Watt zu Ende. Der Eigenverbrauch soll unter 0,2 Watt liegen, die 200 nennt rund 0,5 Watt im Stand-by. Vorn sitzt eine Taste mit Status-LED, gemessen wird laut Datenblatt auf 100 Milliwatt genau bis 5 Watt und auf 2 Prozent darüber.
Was im Datenblatt der 201 fehlt, ist der Temperatursensor. Die 200 hat einen, und FRITZ! bewirbt ihn auf der eigenen Seite als Temperaturgeber für die Heizkörperregler. Bei der 201 steht davon kein Wort, weder auf der Produktseite noch in der Pressemitteilung.
Wer die alte Dose als Raumfühler für einen FRITZ!Smart Thermo nutzt, behält sie besser und stellt die 201 daneben.
Die 200 bleibt im Programm, im FRITZ!-Shop kostet sie gerade 29,99 Euro. Für 19 Euro Aufpreis bekommst du also weniger Gehäuse und mehr Watt, der Fühler fällt weg.
- Passt in die Steckdosenleiste, 54 x 72 x 36 Millimeter
- 3680 Watt statt 2300 bei der 200
- Nur mit FRITZ!Box mit DECT nutzbar
- Kein Temperatursensor, Matter nur über Gateway
Apple Home geht, aber nur über ein zweites Kästchen
Die Dose funkt per DECT-ULE und braucht eine FRITZ!Box mit DECT-Basis. DECT-ULE = die stromsparende Variante des Schnurlostelefon-Funks, über die FRITZ! seit Jahren seine Smart-Home-Geräte anbindet. Ein Speedport oder ein TP-Link-Router bringt dir hier nichts, die 201 taucht dann nirgends auf.
Mit Matter hat die Dose selbst nichts zu tun. heise schreibt es nüchtern: Apple Home, Google Home und Alexa laufen über die Matter-Bridge der FRITZ!Box 5690 Pro oder über das FRITZ!Smart Gateway.
Die Bridge der 5690 Pro ist aber bis heute ein Labor-Thema. Auf dem Download-Server liegt für die Box am 6. November weiter FRITZ!OS 8.25 vom 21. Juli, so wie beim 8.50-Rollout im Oktober.
Der verlässliche Weg ist das FRITZ!Smart Gateway für 69,99 Euro, das seine Geräte seit FRITZ!OS 8.26 per Matter exportiert. Dose plus Gateway sind rund 119 Euro für eine Steckdose in Apple Home. Der Aqara Power Plug H2 kostet 32,99 Euro und spricht Matter direkt, der Amazon Basics Smart Plug liegt bei 9,99 Euro.
Das ist kein Vorwurf an die Dose. FRITZ! baut sie für FRITZ!-Haushalte, nicht für den Matter-Markt. Nur sollte das auf der Packung so klar stehen wie in der Pressemitteilung das Wort Apple Home.
Häufige Fragen zur FRITZ!Smart Energy 201
Braucht die FRITZ!Smart Energy 201 eine FRITZ!Box?
Ja, eine FRITZ!Box mit DECT-Basis und aktuellem FRITZ!OS. Die Dose funkt per DECT-ULE und lässt sich an keinem anderen Router betreiben. Eingerichtet wird sie über die FRITZ!Box-Oberfläche oder die FRITZ!App Smart Home.
Funktioniert die FRITZ!Smart Energy 201 mit Apple Home?
Nur über eine Matter-Bridge von FRITZ!. Das FRITZ!Smart Gateway (69,99 Euro) exportiert die Dose seit FRITZ!OS 8.26 per Matter zu Apple Home, Google Home und Alexa. Die Matter-Bridge der FRITZ!Box 5690 Pro läuft Stand 6. November 2026 nur als Labor-Firmware.
Was unterscheidet die FRITZ!Smart Energy 201 von der 200?
Die 201 ist mit 54 x 72 x 36 Millimetern deutlich kleiner als die 200 (59 x 93 x 41 Millimeter), schaltet 3680 statt 2300 Watt und braucht unter 0,2 Watt Eigenverbrauch. Dafür fehlt im Datenblatt der 201 der Temperatursensor, den die 200 als Fühler für FRITZ!-Heizkörperregler mitbringt. Die 200 kostet im FRITZ!-Shop 29,99 Euro, die 201 49 Euro.
Für FRITZ!-Haushalte ja, als Matter-Dose nein
Wer eine FRITZ!Box mit DECT hat und die Verbrauchswerte in der FRITZ!App sehen will, bekommt für 49 Euro endlich eine Dose, die in die Leiste passt und den Wasserkocher aushält. Ein Jahr nach der IFA 2025 ist das überfällig, aber es ist da.
Wer eine Steckdose für Apple Home oder Home Assistant sucht, kauft woanders, und wer die 200 als Temperaturfühler eingeplant hat, kauft die 200. Bei mir läuft das Smart Home über den Homey Pro, da wäre die 201 ohne Gateway eine sehr gut gebaute Verlängerung.






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