AVM spendiert dem Smart Gateway ein Update mit mehr Zigbee-Geräten und Matter-Export. Klingt nach Kleinkram, ist es aber nicht ganz.
FritzOS 8.26 ist seit dem 9. April für das Fritz!Smart Gateway verfügbar. Nach dem FritzOS 8.25-Rollout für die FritzBoxen bekommt jetzt also auch das Gateway ein eigenes Update. Das Update erweitert die Zigbee-Kompatibilitätsliste auf über 220 Geräte und bringt eine Funktion, auf die Fritz-Nutzer mit Apple Home oder Google Home gewartet haben: Gruppen, Vorlagen und Routinen lassen sich jetzt per Matter exportieren. Ob das reicht, um das Gateway als Smart-Home-Zentrale ernst zu nehmen, ist eine andere Frage.
Was FritzOS 8.26 am Smart Gateway ändert
Der Changelog ist überschaubar, aber die einzelnen Punkte haben es in sich. Erstens: Zigbee-Sensoren mit Helligkeitsmessung werden jetzt unterstützt. Wer solche Sensoren bereits gekoppelt hat, muss sie unter Umständen neu anmelden, damit der Lux-Wert sauber durchkommt.
Zweitens: Die offizielle Kompatibilitätsliste ist auf über 220 Zigbee-Geräte angewachsen. Lampen, Steckdosen, Rollladensteuerungen, Sensoren. Für ein Gerät, das AVM ursprünglich vor allem als DECT-Brücke positioniert hat, ist das eine ordentliche Erweiterung.
Drittens, und das ist der interessanteste Punkt: Gruppen, Vorlagen und Routinen sind jetzt über den Matter-Standard verfügbar. Dazu gleich mehr. Nebenbei wurde ein Bug behoben, durch den sich der IKEA Rodret Dimmer nicht koppeln ließ. Und die Stabilität der DECT- und Zigbee-Funkverbindungen soll ebenfalls besser geworden sein.
Matter-Gruppen und Routinen — was das konkret heißt

Bisher konnte das Fritz!Smart Gateway einzelne Geräte per Matter an Apple Home, Google Home oder Alexa weiterreichen. Praktisch, aber limitiert. Wer in der Fritz-Oberfläche eine Gruppe aus drei Steckdosen gebaut hatte, musste die in Apple Home nochmal von Hand zusammenklicken.
Mit FritzOS 8.26 werden Gruppen (mehrere gleichartige Geräte wie Lampen oder Steckdosen, die gemeinsam geschaltet werden), Vorlagen (gespeicherte Szenen mit bestimmten Geräte-Zuständen) und Routinen (automatische Wenn-Dann-Regeln) direkt über Matter exportiert. Die Routine taucht im Matter-Controller als Schalter auf — einmal tippen aktiviert sie, nochmal tippen deaktiviert sie.
Das klingt simpel, löst aber ein echtes Problem. Wer sein Fritz-Smart-Home einmal eingerichtet hat und zusätzlich Apple Home oder Google Home nutzt, muss jetzt nicht mehr alles doppelt pflegen. Die Logik bleibt im Gateway, die Bedienung läuft über die Plattform deiner Wahl.
Solides Update, aber kein Ökosystem-Wechsel
FritzOS 8.26 macht das Smart Gateway besser in dem, was es schon konnte. Mehr Geräte, stabilere Verbindungen, smarterer Matter-Export. Für alle, die bereits eine FritzBox und das Gateway im Schrank haben, ist das Update ein Pflicht-Download.
Als vollwertige Smart-Home-Zentrale spielt das Gateway aber weiterhin in einer anderen Liga als Homey oder Home Assistant. Keine Automationen mit Bedingungen, keine Szenen-Logik jenseits simpler Wenn-Dann-Ketten, keine echte Gerätehistorie. Wer tiefer einsteigen will, braucht mehr. Wer seine Fritz-DECT-Steckdosen und Zigbee-Lampen per Siri steuern will, bekommt jetzt genau das — nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Das Fritz!Smart Gateway kostet aktuell ab rund 70 Euro im Handel. Das Update auf FritzOS 8.26 ist kostenlos und lässt sich über die FritzBox-Oberfläche unter Heimnetz > Mesh installieren.





