Am 13. April 2026 hat SwitchBot den SwitchBot Wiederaufladbaren Bot offiziell vorgestellt, und ich muss zugeben: darauf habe ich gewartet. Nicht aus Fortschrittsliebe, sondern weil bei mir zwei Bots im Einsatz sind, die CR2-Batterien wegfressen wie Gummibärchen. Der neue Bot hat jetzt einen fest verbauten Akku und wird per USB-C geladen. Klingt nach dem Upgrade, das man sich wünscht. Ob es das ist, ist die andere Frage.
Was der Wiederaufladbare Bot anders macht
Technisch bleibt vieles beim Alten. Der Bot ist ein kleiner motorisierter Finger, der physische Taster und Kippschalter drückt. Installiert wird er per Klebepad innerhalb von zwei Minuten, gesteuert wird er per App oder Sprachbefehl. Das funktioniert bei mir zuverlässig an der Kaffeemaschine und am Heizkörperthermostat im Gäste-WC.
Neu ist der Energiehaushalt. Statt einer CR2-Lithium-Batterie steckt jetzt ein 370 mAh Lithium-Akku im Gehäuse. Laut SwitchBot reicht eine Ladung für rund sechs Monate bei einem Druck pro Tag. Geladen wird per USB-C. Die Maße sind identisch zum Vorgänger, bestehende Halterungen und Schienen passen also weiter. Preis: 33,99 Euro UVP, direkt bei SwitchBot und auf Amazon.

Matter, aber nur mit Hub
Am Protokoll-Teil ändert sich nichts. Der Bot selbst spricht weiterhin nur Bluetooth. Wer ihn in Matter (der herstellerübergreifende Smart-Home-Standard) einbinden will, braucht zusätzlich einen SwitchBot-Hub wie den Hub 2 oder den frisch vorgestellten AI Hub. Dieser Hub agiert dann als Matter-Bridge Richtung Apple Home, Google Home oder Alexa.
Das ist seit Jahren SwitchBots Ansatz, und er funktioniert. Trotzdem bleibt die Bauchschmerzen-Stelle die gleiche: ohne Hub kein Matter, ohne SwitchBot-Cloud kein Fernzugriff. Wer auf lokale Steuerung ohne Cloud-Bindung wert legt, wird beim Bot auch in der wiederaufladbaren Version nicht glücklich.
Festverbauter Akku, Segen oder Ablaufdatum?
Die CR2-Batterie ist unter Umständen ein Nervfaktor. Eventuell mehrmals im im Jahr austauschen, bestellen, entsorgen. Der USB-C-Port ist in dieser Hinsicht eine klare Verbesserung und schont auch die Umwelt, was SwitchBot in der Pressemitteilung passenderweise auch gleich betont.
Der Haken liegt woanders. Lithium-Akkus altern. Nach drei, vier Jahren hält eine Ladung nicht mehr sechs Monate, sondern vielleicht nur noch zwei. Nach fünf oder sechs Jahren kann das Gerät faktisch tot sein, weil der Akku keine Ladung mehr annimmt. Bei der alten Version habe ich eine Batterie gewechselt und weitergemacht. Beim neuen Bot ist der Akku nicht zugänglich, zumindest nicht ohne Schraubenzieher und YouTube-Anleitung. Für 33,99 Euro ist das verschmerzbar, wenn man den Bot nur an einer Stelle nutzt. Wer sechs oder sieben im Haus hat, sollte wenigstens kurz nachdenken, bevor er alle auf einmal ersetzt.
Meine Einschätzung
Der Wiederaufladbare Bot ist das Update, das seit Jahren überfällig war. Weniger Batteriemüll, keine Nachbestell-Erinnerungen im Kalender, ein Kabel das man ohnehin schon am Schreibtisch liegen hat. Für neue SwitchBot-Nutzer gibt es keinen Grund mehr, zur alten Version zu greifen.
Für alle, die bereits eine Bot-Flotte im Einsatz haben, gilt die nüchterne Version: kein Grund, zu wechseln, solange die alten Geräte laufen. Der Fortschritt ist echt, aber er ist eben auch einer, der eine kleine Obsoleszenz-Wette mitliefert. Klassische SwitchBot-Frage also: Bequemlichkeit heute, Ersatzkauf in ein paar Jahren. Beantworte das jeder für sich.

Weitere Infos direkt im SwitchBot EU-Shop oder bei Amazon Deutschland.





