Die SwitchBot Lock Ultra Vision Combo startet am 20. Mai 2026 offiziell im deutschen Handel. Das ist heute. Standardpreis 299,99 Euro für die Combo mit Keypad Vision und Matter-fähigem Hub Mini, 319,99 Euro für die Lock Ultra Vision Pro Combo mit zusätzlicher Palmvenen-Erkennung am Keypad Vision Pro. Wer mein März-Review des Lock Ultra Vision Pro Combo gelesen hat, kennt das Gerät bereits aus dem Pre-Launch-Sample. Jetzt geht es in den offiziellen Verkauf, und vier Monate Alltagseinsatz machen die Ansage der Pressemitteilung im Alltag prüfbar.

Was offiziell in Deutschland startet
Die Combo-Serie besteht aus drei Komponenten in einer Box: dem Lock Ultra-Schloss am Türinneren, dem Keypad Vision (bzw. Keypad Vision Pro) mit Kamera am Türrahmen außen, und einem Matter-fähigen Hub Mini für die Plattform-Anbindung. SwitchBots Pressemitteilung nennt eine Falscherkennungsrate der 3D-Gesichtserkennung von unter 0,0001 Prozent, ein 6-Stufen-Sicherheitssystem und AES-128 für die Funkkommunikation. Biometrische Daten bleiben lokal im Gerät und gehen nicht in die Cloud.
Die zwei Modelle unterscheiden sich nicht im Schloss, sondern im Keypad. Das Standard-Keypad Vision macht 3D-Gesichtserkennung, das Pro-Keypad ergänzt einen Palmvenen-Scanner. SwitchBot wirbt mit 19 verschiedenen Entriegelungsmethoden im Gesamtsystem, im Praxis-Test waren es zwölf, die sich gut in den Alltag integrieren lassen (Gesicht, Palmvenen beim Pro, Fingerabdruck, NFC, Code, App, Apple Watch, Sprachassistent, Geofencing, Auto-Lock, Physischer Schlüssel, kombinierte Methoden).
Palmvenen-Erkennung: 20 Euro Aufpreis für die ungewöhnlichste Karte
Der Preisunterschied zwischen Combo (299,99 Euro) und Pro Combo (319,99 Euro) liegt bei 20 Euro. Dafür gibt es im Pro-Keypad einen zusätzlichen Sensor, der über Nahinfrarot das Adermuster der Innenhand liest. Klassische Industrieanwendung in Banken und Krankenhäusern, im Haushalt ein Sonder-Sensor. Wer die Pro-Variante im Pre-Launch-Test im Einsatz hatte: Die Gesichtserkennung ist die schnellere Methode im Alltag. Palmvenen liest in 0,5 Sekunden, Gesicht in 0,3 Sekunden, beide funktionieren auch mit Brille, Make-up und im Halbdunkel.
Die Palmvenen-Geschichte rechnet sich vor allem in Familien mit gemischten biometrischen Profilen. Kinder, deren Gesicht sich schnell verändert, Großeltern mit eingeschränkter Mobilität, Hausmeister mit nassen oder schmutzigen Händen — für diese Szenarien zahlt sich der Aufpreis aus. Wer alleine wohnt oder zu zweit, kommt mit der Standard-Combo gut aus. Spart 20 Euro und gibt im Gegenzug eine Methode auf, die im klassischen Wohnungsalltag eher Nische bleibt.
Vier Monate im Pre-Launch-Test

Die eigene techboys-Erfahrung mit dem Pro Combo reicht jetzt von März bis Mitte Mai 2026, also bis fast genau zum offiziellen Marktstart. Die Pressemitteilung verspricht ein 3-Stufen-Batteriesystem mit wiederaufladbarem Hauptakku und Notfall-Backup. Konkret: 4.200-mAh-Hauptakku im Schloss, mit Hersteller-Versprechen von etwa neun Monaten Laufzeit bei rund zehn täglichen Entriegelungen.
Im Pre-Launch-Test war der Akku nach vier Wochen noch bei 89 Prozent, jetzt nach knapp zehn Wochen Mitte Mai bei 65 bis 69 Prozent bei mehrfach täglicher Nutzung. Linear hochgerechnet hält der Hauptakku also gut neun Monate, was sich mit dem Hersteller-Versprechen deckt. Die Backup-Batterie hat im Test bisher nichts zu tun gehabt, was auch das ist, was eine Backup-Batterie tun sollte.
Die Installation lief in unter 30 Minuten ohne Bohren, das automatisch kalibrierende Zylinder-System fand die richtige Position selbst. Das Keypad Vision Pro hält per 3M-Klebeband am Türrahmen, nach vier Monaten sitzt es zuverlässig. Wer das Keypad dauerhaft fest möchte, kann auf eine zukünftige Schraub-Variante hoffen, falls SwitchBot sie nachreicht.
Drei Punkte aus dem Alltag, die du vorher wissen solltest
Erstens der SwitchBot-Account: Die biometrischen Daten bleiben lokal im Schloss, für Fernzugriff und Matter ist eine Konto-Registrierung bei SwitchBot trotzdem nötig. Wer das Schloss nur per Bluetooth im Insel-Betrieb nutzen will, kommt ohne aus. Wer Apple Home, Alexa oder Google Home anbinden will, registriert sich einmal.
Zweitens die Matter-Geschwindigkeit: Apple-Home-Befehle laufen mit einer kleinen Verzögerung gegenüber direkten Befehlen in der SwitchBot-App, weil der Hub Mini den Bluetooth-Hop übersetzt. Im täglichen Einsatz ist das spürbar, aber kein wirkliches Hindernis. Wer Apple Home als zentrale Drehscheibe nutzt, plant diesen Latenz-Aufschlag mit ein.
Drittens die Keypad-Montage: Das Keypad Vision wird mit Industrie-Klebeband am Türrahmen befestigt, Reserve-Klebepads liegen reichlich bei. Bei direkter Sonneneinstrahlung lohnt sich ein gelegentlicher Blick, ob das Keypad noch sauber sitzt. Ein optionales Schraubenset wäre für Außentüren ohne Vordach eine willkommene Ergänzung.
Zum Kontext: die nächste Generation läuft in den USA bereits
Fünf Tage vor dem heutigen DE-Launch hat SwitchBot in Nordamerika die Lock Vision Series vorgestellt, das ist die nächste Generation der hier startenden Combo. Die neue Variante fasst Schloss und Keypad in ein Gehäuse zusammen, die 3D-Kamera sitzt direkt im Schloss-Korpus. Matter-over-WiFi läuft direkt aus dem Schloss, ein separater Hub ist nicht mehr nötig. 9to5Mac hat den US-Launch am 15. Mai dokumentiert, Preise dort 170 und 230 Dollar je nach Variante.
Ein offizielles EU- oder DE-Datum für die Single-Box-Vision-Series hat SwitchBot bisher nicht genannt. Der Verlauf beim Combo legt nahe, dass die EU-Variante etwa drei bis sechs Monate nach dem US-Launch nachgeliefert wird. Bis dahin ist die Combo das offiziell in Deutschland verfügbare 3D-Gesichtserkennungs-Schloss von SwitchBot.
Combo jetzt oder Single-Box später
Smartes Türschloss mit 3D-Gesichtserkennung, Handvenenerkennung und 12 Entsperrmethoden. Magnesium-Aluminium-Gehäuse, Dreifach-Akku, Matter-kompatibel. Kein Bohren nötig.
- Drei biometrische Methoden, alle schnell und zuverlässig
- Montage ohne Bohren, USB-C Akku hält Monate
- Starke Preis-Leistung gegenüber Nuki
- SwitchBot-Account Pflicht
- Matter/HomeKit spürbar langsamer als native App
- Klebeband des Keypads kann sich nach Wochen lösen
Wer jetzt ein 3D-Gesichtserkennungs-Schloss in Deutschland kauft, hat eine ehrliche Wahl. Die SwitchBot Lock Ultra Vision Combo funktioniert im Alltag verlässlich, die Hardware ist solide verarbeitet, der Akku hält das Hersteller-Versprechen ein, und die Apple-Home-Integration läuft über den mitgelieferten Hub Mini. Wer auf die kommende Single-Box-Variante warten möchte, bekommt ein kompakteres Gerät mit direkter Matter-Anbindung. Die EU-Verfügbarkeit liegt voraussichtlich im Herbst oder Winter 2026. Für alle, die jetzt eine vernetzte Lösung an der Wohnungstür installieren wollen, ist die Combo ab heute der naheliegende Weg. 299,99 Euro für die Standard-Variante, 319,99 Euro für die Pro-Variante mit Palmvenen, beide über die offiziellen SwitchBot-Kanäle.





