Den IKEA Heizkörperthermostat Liljebagge gab es lange nur als Leak: kurz in der IKEA-App aufgetaucht, wieder verschwunden, von IKEA kein Wort. Das war im April, bei 25 Grad und ausgeschalteter Heizung. Jetzt ist Oktober, die Heizung läuft, und in Schweden liegt das Thermostat für umgerechnet rund 18 Euro im Regal.
In Deutschland nicht. Wie der Stand heute ist und was die ersten Käufer berichten, steht direkt hier, der Leak von damals weiter unten. Was du bis dahin kaufen kannst, steht in der Übersicht aller Heizkörperthermostate mit Matter.
Update 19. Oktober: IKEA nennt den Januar
IKEA hat heute einen Termin genannt. Der Liljebagge soll „direkt zum Start ins neue Jahr“ in den deutschen Handel kommen, sagte eine IKEA-Sprecherin heise online, also im Januar 2027. Die deutsche Produktseite existiert bereits, erreichbar bisher nur per Direktlink aus der IKEA-App, und sie zeigt die 14,99 Euro aus dem Warenkatalog. Bestätigt hat IKEA den Preis nicht, bis zum Start kann er sich ändern.
Damit bleibt der Liljebagge unter dem schwedischen Preis von 199 Kronen. Neu ist auch die offizielle Plattformliste: IKEA nennt neben Dirigera Amazon, Apple, Google, Homey und Samsung, Home Assistant fehlt in der Aufzählung, funktioniert als Matter-Controller aber genauso. Offen bleibt, ob der Liljebagge offene Fenster erkennt und ob es Sets mit dem Fenstersensor Myggbett gibt, zu beidem sagt IKEA weiterhin nichts.
- IKEA Liljebagge ist ein Heizkörperthermostat mit Matter over Thread, Artikelnummer 80622062, deutscher Katalogpreis 14,99 Euro.
- Stand 19. Oktober 2026: IKEA plant den Verkaufsstart in Deutschland laut heise zum Jahresbeginn 2027, die deutsche Produktseite zeigt 14,99 Euro, offiziell bestätigt ist der Preis noch nicht. In Schweden ist er seit Oktober für 199 Kronen im Verkauf.
- Für die Steuerung per App braucht es einen Thread Border Router wie Dirigera, HomePod mini, Apple TV 4K oder Homey Pro. Zigbee spricht der Liljebagge nicht.
- Ohne Zentrale startet er mit 18 Grad Solltemperatur und lässt sich über zwei Tasten am Gerät in 0,5-Grad-Schritten verstellen.
- Erste Käufer berichten laut iphone-ticker von leisem Betrieb, aber auch davon, dass sich kein externer Raumsensor nutzen lässt und Apples adaptive Temperatursteuerung fehlt.
- tado X, Netatmo ORIGINAL und FRITZ!Smart Thermo 302 kosten 55 bis 60 Euro pro Heizkörper, das Aqara W600 laut HouseControllers rund 45 Euro.
Ich habe den Liljebagge nicht getestet. Regulär kaufen kann ihn in Deutschland noch niemand, auch wenn manche Überschrift gerade nach Test klingt. Dieser Artikel trägt zusammen, was sich belegen lässt: IKEAs schwedische Produktseite, das Handbuch und die Berichte der ersten Käufer in Schweden. Sobald der Liljebagge im deutschen Shop steht, kaufe ich ihn, so wie du vielleicht auch. Dann steht hier, wie er sich an meinem Heizkörper schlägt.
Wann kommt der IKEA Heizkörperthermostat nach Deutschland?
Seit dem 19. Oktober gibt es eine Antwort: Januar 2027, sagt IKEA zu heise. Der Liljebagge steht seit Ende August im deutschen Warenkatalog, mit Artikelnummer 80622062 und einem Preis von 14,99 Euro. Eine deutsche Produktseite gibt es inzwischen auch, sie ist bisher nur per Direktlink aus der IKEA-App erreichbar.
Mein Check vom 19. Oktober: Die IKEA-Suche liefert für Deutschland weiterhin null Treffer, und die Produkt-URL mit der Artikelnummer landet im Browser auf der Übersichtsseite. Dieselbe Suche zeigt in Schweden den Liljebagge an erster Stelle. In Schweden ist das Thermostat für 199 Kronen bestellbar, das sind rund 18 Euro. Österreich, die Niederlande und Dänemark zeigen ebenfalls nichts an, auch wenn einzelne Berichte Dänemark schon als Verkaufsland nennen.
Die erste Hälfte der Heizperiode läuft damit ohne das 15-Euro-Thermostat. Wer jetzt umrüsten will, muss bis Januar warten oder mehr ausgeben. Sobald der Liljebagge im deutschen Shop bestellbar ist, steht es hier.
Die Daten von der schwedischen IKEA-Produktseite
IKEA Schweden hat inzwischen eine vollständige Produktseite, von dort stammen Maße und Lieferumfang. Die Angaben zur Regelung kommen aus dem IKEA-Handbuch, das mobiFlip ausgewertet hat.
| Eigenschaft | IKEA Liljebagge |
|---|---|
| Preis | 14,99 Euro (deutscher Katalog), 199 Kronen in Schweden |
| Artikelnummer | 806.220.62 |
| Funk | Matter over Thread, kein Zigbee |
| Bedienung | Display mit Plus- und Minus-Taste, App, Matter-Plattformen |
| Anzeige | Display, im Ruhezustand schwarz, LEDs orange beim Aufheizen und blau beim Abkühlen |
| Temperatur | ab 5 Grad (Frostschutz), 0,5-Grad-Schritte |
| Ohne Zentrale | startet mit 18 Grad, am Gerät verstellbar |
| Ohne Funkverbindung | hält die zuletzt eingestellte Temperatur |
| Strom | 2 AA-Zellen, nicht im Lieferumfang, laut IKEA rund 18 Monate |
| Lieferumfang | 6 Ventiladapter, 5 Passformkarten |
| Maße | 50 mm Durchmesser, 83 mm Länge |
| Heizkörper | nur wasserführende, keine Elektroheizkörper |
Ein Detail aus dem Kleingedruckten widerspricht sich. Die schwedische Produktseite nennt die automatische Ventilfahrt gegen Kalk alle zwei Wochen, das Handbuch laut mobiFlip alle sieben Tage. Dem Heizkörper ist beides recht, ich notiere es trotzdem, bis IKEA sich für eine Zahl entscheidet.
Erste Erfahrungen mit dem Liljebagge: leise, aber mit zwei Lücken
Was folgt, stammt aus Berichten schwedischer Käufer auf Reddit, die iphone-ticker am 28. September zusammengefasst hat, und aus der ersten Kundenbewertung auf der IKEA-Seite.
Der Tenor ist freundlich. Der Motor sei beim Öffnen und Schließen des Ventils zu hören, im normalen Betrieb aber kaum, und mehrere Thermostate im selben Raum hätten fast identische Temperaturen gemessen. Beim Gehäuse müsse man Abstriche machen. Für 15 Euro hätte mich alles andere gewundert.
Interessanter ist, was fehlt. Ein externer Temperatursensor lässt sich den Berichten zufolge nicht anstelle des eingebauten Fühlers verwenden, und Apples adaptive Temperatursteuerung wird nicht unterstützt. Als Ausgleich gibt es eine Messwert-Korrektur um bis zu 12,7 Grad nach oben oder unten.
Das erste ist der eigentliche Haken. Ein Fühler direkt am Heizkörper misst wärmer als die Raummitte, tado verkauft deshalb einen eigenen Funk-Temperatursensor dazu. Messwert-Korrektur = ein fester Wert, der vom gemessenen abgezogen oder draufgerechnet wird. Das hilft, ersetzt aber keinen Sensor am Sofa.
Der einzige Käufer, der bisher auf der schwedischen IKEA-Seite bewertet hat, vergibt fünf Sterne und wünscht sich im selben Atemzug genau das: dass der Liljebagge künftig mit IKEAs Raumsensor Timmerflotte zusammenarbeitet. IKEA hat die erste Feature-Bitte also schon im eigenen Shop stehen.
In Home Assistant und Homey lässt sich so eine Regelung nach Raumtemperatur selbst bauen, schreibt HouseControllers, indem man Thermostat, Fensterkontakt und Raumsensor per Automation verknüpft. Am echten Gerät hat das dort noch niemand ausprobiert. Wer darauf setzt, wartet besser den ersten Praxistest ab.
Ohne Thread Border Router bleibt nur die Bedienung am Gerät
Der Liljebagge funkt Matter over Thread: Das Gerät spricht über das stromsparende Thread-Funknetz und meldet sich beim herstellerübergreifenden Standard Matter an, ohne eigene Hersteller-Cloud. Dafür muss ein Thread Border Router im Haus stehen, also die Brücke zwischen Thread-Netz und WLAN.
Bei IKEA ist das der Dirigera-Hub. Wer schon einen HomePod mini oder ein Apple TV 4K im Haus hat, besitzt dieselbe Brücke in der Apple-Variante. Ein Nest Hub der zweiten Generation oder ein Homey Pro tun es auch.
Zeitpläne in der IKEA-App gibt es nur mit Dirigera. Wer das Thermostat direkt in Apple Home, Google Home oder SmartThings einbindet, legt die Heizzeiten dort an. Und wer noch ein altes Zigbee-Setup mit Trådfri-Gateway betreibt: Zigbee spricht der Liljebagge nicht.
Ein Vorbehalt aus dem Frühjahr gehört dazu. Im AppleInsider-Test der IKEA-Matter-Geräte gab es Ärger beim Betrieb mit mehreren Hubs, IKEA hat das eingeräumt. Ob der Liljebagge davon verschont bleibt, zeigt sich erst im Alltag.
IKEA Heizkörperthermostat gegen Eve, tado und Aqara: 15 Euro gegen das Drei- bis Sechsfache
Bei mir hängt in jedem Raum im Erdgeschoss ein tado X, und den Eve Thermo habe ich im Frühjahr getestet. Beide machen ihre Sache ordentlich, beide kosten pro Heizkörper ein Mehrfaches. Ein Heizkörper-Thermostat X von tado steht mit 59,99 Euro im Shop, Netatmos neues ORIGINAL ebenfalls, AVMs FRITZ!Smart Thermo 302 mit 54,99 Euro. Hama liegt mit seinem Thread-Thermostat für 59 Euro auf demselben Niveau, verlangt aber zusätzlich den eigenen Hub.
Am nächsten kommt dem Liljebagge das Aqara W600: gleiche Bauart, ebenfalls Matter over Thread, laut HouseControllers aktuell rund 45 Euro bei Amazon. Das ist das Dreifache, dafür ist es lieferbar.
Was für 14,99 Euro fehlt: der externe Sensor und ein hydraulischer Abgleich, wie ihn tado anbietet. Für ein Gästezimmer oder den Flur ist das egal. Bei sechs Heizkörpern stehen dann rund 90 Euro gegen 360, und von der Differenz bleibt genug für einen Thread Border Router übrig, falls noch keiner da ist.
Wie sich die 14,99 Euro gegen tados neues Thermostat X und Boschs Abgleich im Abo einordnen, steht im Thermostat-Roundup zur IFA 2026.
Wie der Liljebagge im April aus der IKEA-App fiel

Aufgefallen ist es Nutzern in der Subreddit r/tradfri. Beim Hinzufügen eines neuen Geräts in der IKEA-Home-App tauchte plötzlich eine Kategorie für Heizkörperthermostate auf, inklusive Bild und Produktcode. Im Quellcode der App stand der Codename LILJEBAGGE, dazu die Modellnummer E2497. Der Bericht ist über homekits.de dann auch in der deutschen Smart-Home-Nische gelandet.
Nach einem späteren App-Update war der Eintrag wieder weg. Testweise verbundene Drittanbieter-Thermostate, die Nutzer kurz angekoppelt hatten, waren danach auch nicht mehr sichtbar. Das ist das typische Muster, wenn ein Feature versehentlich ausgerollt wird, bevor es fertig ist.
In einem Punkt lag das App-Bild daneben. Es zeigte eine nackte LED-Reihe, das fertige Gerät hat ein kleines Display, das im Ruhezustand schwarz bleibt. Die LEDs gibt es trotzdem.
Im selben Fund standen sieben weitere Produktnamen, zwei davon sind inzwischen aufgelöst. Der LED-Treiber Dubbelkisel liegt seit dem 7. September für 22 Euro in den Regalen.
Und Brandhake, den tink im April für einen Rauchmelder hielt, ist laut einem Eintrag bei der US-Funkbehörde FCC vom 11. September ein Hub: Modellnummer E2588, Prüfberichte für Zigbee, Thread, Bluetooth und WLAN.
Die übrigen fünf Namen sind weiter nur Zeichenketten im Quellcode: Solstal, Sommarplaga, Längdmätt, Lykaste, Mellangyllen.
Was ist der IKEA Liljebagge?
Ein Heizkörperthermostat mit Matter over Thread. Er ersetzt den Drehknopf am Heizkörperventil, regelt in halben Grad-Schritten ab 5 Grad und wird am Display, per App oder über Matter-Plattformen gesteuert. Artikelnummer 80622062, deutscher Katalogpreis 14,99 Euro.
Wann kommt der IKEA Liljebagge nach Deutschland?
Im Januar 2027. Eine IKEA-Sprecherin hat heise online am 19. Oktober 2026 den Verkaufsstart „direkt zum Start ins neue Jahr“ bestätigt. Die deutsche Produktseite zeigt 14,99 Euro, offiziell bestätigt hat IKEA den Preis noch nicht, in Schweden kostet das Thermostat 199 Kronen.
Wo kann ich den IKEA Liljebagge kaufen?
In Deutschland ab Januar 2027 bei IKEA, bis dahin nur über IKEA Schweden für 199 Kronen. Die deutsche Produktseite ist schon angelegt, aber nur per Direktlink aus der IKEA-App erreichbar, bestellbar ist das Thermostat dort nach Angaben von IKEA erst zum Jahresstart.
Funktioniert der Liljebagge mit Zigbee oder dem Trådfri-Gateway?
Nein. Der Liljebagge funkt Matter over Thread und braucht einen Thread Border Router wie den Dirigera-Hub, einen HomePod mini, ein Apple TV 4K oder einen Homey Pro. Das alte Trådfri-Gateway kann nur Zigbee.
Funktioniert der Liljebagge mit Apple Home, Home Assistant und Homey?
Ja, über Matter. IKEA nennt Amazon, Apple, Google, Homey und Samsung als kompatible Systeme, Home Assistant bindet Matter-Geräte über seinen Matter-Server ein. Apples adaptive Temperatursteuerung wird laut ersten Käuferberichten nicht unterstützt.
Wie unterscheidet sich der Liljebagge von Eve Thermo und tado X, und gibt es schon einen Test?
Vor allem im Preis: 14,99 Euro statt 55 bis 90 Euro pro Heizkörper. Dafür lässt sich kein externer Raumsensor nutzen, und einen hydraulischen Abgleich wie bei tado gibt es nicht. Einen unabhängigen Test der Regelqualität gibt es noch nicht, nur erste Käuferberichte aus Schweden.
15 Euro sind ein Argument, der fehlende Raumsensor ist das Gegenargument
Meine tado X im Erdgeschoss bleiben, wo sie sind. Für Räume, in denen es auf ein halbes Grad nicht ankommt, würde ich den Liljebagge trotzdem nehmen: Im Flur oder im Gästezimmer soll nachts einfach weniger geheizt werden, und dafür sind 60 Euro pro Ventil zu viel.
Im Wohnzimmer sieht das anders aus. Ein Thermostat, das nur die Temperatur direkt am Heizkörper kennt, regelt am Sofa vorbei, und ob sich das per Automation sauber ausgleichen lässt, hat am echten Gerät noch niemand gezeigt.
Die Frage nach dem Wann hat IKEA jetzt beantwortet: Januar. Die nach dem Raumsensor nicht.
Verlauf dieses Artikels: 29. April 2026 Leak in der IKEA-App. 1. September offiziell mit deutschem Preis. 2. Oktober in Schweden im Verkauf, in Deutschland noch nicht gelistet. 19. Oktober: IKEA bestätigt gegenüber heise den Deutschland-Start zum Jahresbeginn 2027.






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