FritzOS 8.40 ist da, jedenfalls als Labor-Version, und AVM lässt gleich fünf FritzBox-Modelle vorab testen. Wie die futurezone berichtet, stecken darin sieben neue Funktionen, quer durch Netzwerk, Telefonie und Smart Home. Labor heißt: Wer eines der Geräte hat und experimentierfreudig ist, kann sich das Update schon jetzt holen, statt auf die stabile Verteilung zu warten.
- AVM verteilt die Labor-Version FritzOS 8.40 an fünf Modelle: FritzBox 7590 AX, 7590, 7690 sowie die Kabel-Modelle 6670 und 6690.
- Neu sind Filterlisten, mit denen sich DNS-Anfragen aus Heim- und Gastnetz sortieren lassen.
- Ein Einrichtungsassistent hilft beim Wechsel von DSL auf Glasfaser beim selben Anbieter.
- Ein vereinfachter Telefonie-Modus mit SOS-Funktion ruft im Notfall bis zu vier hinterlegte Kontakte automatisch nacheinander an.
- Im Smart Home gibt es Abschalten bei Überlast für Steckdosen und Wenn-Dann-Routinen mit mehreren Auslösern.
Diese fünf FritzBoxen sind dabei
Die Labor-Version ist nicht für alle Router gedacht, sondern zunächst für FritzBox 7590 AX, 7590 und 7690 sowie die beiden Kabel-Modelle 6670 und 6690. Der 7590 AX bekommt dabei eine aktualisierte Beta, die anderen vier steigen neu ins Labor-Programm ein. Das Update kostet nichts. Wer mitmachen will, lädt die passende Datei von der Labor-Seite, entpackt die Zip und spielt sie im FritzBox-Menü unter „System“ – „Update“ – „FritzOS-Datei“ ein. Ein Hinweis, der bei Labor-Software immer gilt: Es ist Testsoftware. Für den Hauptrouter, an dem das ganze Haus hängt, würde ich lieber auf die stabile Version warten.
Die sieben Neuerungen, sortiert nach Nutzen
Nicht jede der sieben Funktionen ist gleich spannend, aber ein paar sind echte Alltagshelfer. Der Reihe nach:
- DNS-Filterlisten: Du kannst DNS-Anfragen aus dem Heim- und dem Gastnetz getrennt sortieren, praktisch fürs Blockieren unerwünschter Domains ohne Zusatzgerät.
- Glasfaser-Umzugsassistent: Wer beim selben Anbieter von DSL auf Glasfaser wechselt, wird durch die Einrichtung geführt, statt sich durch Menüs zu hangeln.
- Vereinfachter Telefonie-Modus: Eine aufgeräumte Bedienung für alle, die es weniger technisch mögen.
- SOS-Funktion: Teil des Telefonie-Modus, hinterlegt bis zu vier Notfallkontakte und ruft sie im Ernstfall automatisch nacheinander an. Das ist die stille, aber wichtigste Neuerung, gerade für ältere Angehörige.
- Abschalten bei Überlast: Smart-Home-Steckdosen schalten ab, wenn eine festgelegte Leistung über eine bestimmte Dauer überschritten wird.
- Routinen mit mehreren Auslösern: Eine Wenn-Dann-Verknüpfung lässt sich jetzt an mehrere Bedingungen koppeln.
- Dazu kommen die üblichen Detailverbesserungen unter der Haube, die AVM traditionell nicht groß auflistet.
Warum die SOS-Funktion die eigentliche Nachricht ist
DNS-Filter und Glasfaser-Assistent sind nett, aber die SOS-Funktion hebt sich ab, weil sie aus dem Router ein kleines Sicherheitsnetz macht. Vier Kontakte, die im Notfall automatisch nacheinander angerufen werden, ohne App, ohne Abo, ohne zusätzliche Hardware. Für einen Haushalt mit älteren Angehörigen ist das mehr wert als jedes Smart-Home-Gadget. Dass AVM sowas still in ein Labor-Update packt, statt eine Marketing-Kampagne draus zu machen, ist typisch Fritz und einer der Gründe, warum die Kästen in so vielen deutschen Fluren stehen. Wer die Versionsnummern im Blick behalten will: Die Grundlage bildet das stabile FritzOS 8.25, während 8.26 zuletzt vor allem Verbindungsabbrüche reparierte.
Die Labor-Fragen, kurz beantwortet
Welche FritzBoxen bekommen die Labor-Version FritzOS 8.40?
Die Labor-Version ist zunächst für fünf Modelle verfügbar: FritzBox 7590 AX, 7590 und 7690 sowie die Kabel-Modelle 6670 und 6690. Der 7590 AX erhält eine aktualisierte Beta, die anderen vier kommen neu ins Programm.
Welche neuen Funktionen bringt FritzOS 8.40?
Sieben Neuerungen: DNS-Filterlisten für Heim- und Gastnetz, ein Einrichtungsassistent für den Wechsel von DSL auf Glasfaser, ein vereinfachter Telefonie-Modus mit SOS-Funktion für bis zu vier Notfallkontakte sowie im Smart Home das Abschalten bei Überlast und Routinen mit mehreren Auslösern.
Wie installiere ich die FritzOS-Labor-Version?
Die passende Datei von der Labor-Seite von AVM herunterladen, die Zip-Datei entpacken und im FritzBox-Menü unter System, Update, FritzOS-Datei einspielen. Das Labor-Update ist kostenlos.
Ist die Labor-Version für den Alltag geeignet?
Es handelt sich um Testsoftware. Für den Hauptrouter, an dem der gesamte Haushalt hängt, ist es sicherer, auf die stabile Version zu warten. Wer experimentierfreudig ist und ein Zweitgerät hat, kann die Labor-Version gefahrloser ausprobieren.





