Wenn es einen Preis für Produktpflege gäbe, AVM hätte ihn wohl abonniert. Während man bei Android-Smartphones oft nach drei Jahren nervös auf das „End of Life“-Datum schielt, versorgen die Berliner gerade zwei völlig unterschiedliche Hardware-Generationen: Die brandneuen Wi-Fi 7 Boliden und den Urvater aller modernen FritzBoxen.
Hier ist der Check, was das Update-Paket (Stand Ende Januar 2026) bringt.
FRITZ!OS 8.20 für 7690 & 5690 Pro
Die beiden aktuellen Flaggschiffe – die FRITZ!Box 7690 (DSL) und die 5690 Pro (Glasfaser/DSL) – bekommen ab sofort das Feature-Update auf Version 8.20. Das ist kein langweiliges „Stabilität verbessert“-Update, sondern bringt Funktionen, die im Homeoffice echt nützlich sind:
- FRITZ! Failsafe (Internet-Backup): Das ist das Highlight. Wenn eure Hauptleitung (Glasfaser oder DSL) ausfällt, schaltet die Box jetzt deutlich intelligenter auf ein Backup um. Das kann ein Mobilfunk-Stick sein oder eine andere FritzBox im Netzwerk, die als Notausgang dient. Sobald die Hauptleitung wieder steht, schwenkt das System automatisch zurück.
- Neuer Online-Monitor: Für die Daten-Nerds unter uns. Die Grafik zur Auslastung wurde überarbeitet. Ihr seht jetzt präziser, welches Gerät gerade die Leitung verstopft.
- Smart Home & NAS: Es gibt neue Trigger für Automationen (z.B. basierend auf Wetterdaten) und ihr könnt NAS-Ordner jetzt einfacher per Link für Gäste freigeben (nur Upload), ohne Benutzerkonten anlegen zu müssen.
Die Legende lebt: Update für die 7490
Das ist der eigentliche Hammer. Die FRITZ!Box 7490 kam 2013 auf den Markt. In Tech-Jahren ist das Antike. Trotzdem rollt AVM ein Wartungsupdate aus.
- Was drin steckt: Erwartet keine neuen Features. Es geht um Stabilität, Sicherheit und Anpassungen an aktuelle Telefonie-Standards der Provider.
- Warum das wichtig ist: Es zeigt, dass die Box noch nicht tot ist. Wer sie als Mesh-Repeater oder reine Telefonanlage nutzt, kann sie sicher weiterbetreiben. Eine Hardware 13 Jahre lang zu patchen, ist in dieser Branche absolut einmalig.
Labor: Die Warteschlange
Auch die Mittelklasse (7530 AX, 4060) wird nicht vergessen. Hier sind am 29. Januar neue Labor-Versionen (Beta) erschienen. AVM bereitet diese Modelle gerade auf den Sprung auf FRITZ!OS 8.20 vor. Wer mutig ist, kann schon testen – alle anderen warten lieber auf den finalen Release in ein paar Wochen.
Fritzbox Updates vorbildlich
AVM macht hier vor, wie Nachhaltigkeit geht. Dass eine 7490 noch Updates bekommt, während parallel Wi-Fi 7 gepusht wird, schafft Vertrauen. Wer sich heute eine teure 5690 Pro kauft, kann sich ziemlich sicher sein, dass sie auch 2035 nicht plötzlich Elektroschrott ist. Checkt eure Boxen: Die Updates sind ab sofort über die Benutzeroberfläche (fritz.box) verfügbar.


