ASUS Displays 2026: Wohl endlich scharfe Texte und 480 Hz

Gary Madeo
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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich selbst nutze. Von PC-Hardware über Smart-Home-Spielereien bis zu VPN-Tricks – keine Buzzwords, nur ehrliche Tests und...
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Unter dem Marketing-Label „Visuelle Immersion neu definiert“ versteckt ASUS auf der CES 2026 eine Reihe von Monitoren, die vor allem eines tun: Sie beheben die Kinderkrankheiten der aktuellen OLED-Generation. Wir reden hier von unscharfem Text und Angst vor Burn-In.

Hier ist der technische Deep-Dive in das neue Line-up. Die vollgepackte Pressemitteilung findet ihr hier.

Das Ende der Text-Fransen: RGB Stripe OLEDs

Das größte Problem bisheriger OLED-Monitore war das Subpixel-Layout (oft WBGR oder Dreieck), das bei Textarbeit für hässliche Farbsäume (Fringing) sorgte. ASUS bringt nun Panels mit klassischer RGB-Stripe-Matrix. Das bedeutet: Word und Excel sehen endlich so scharf aus wie auf einem IPS-Panel.

ROG Swift OLED PG27UCWM: Der Alleskönner

Der 27-Zöller ist das technische Highlight. Er setzt auf ein Tandem-RGB-OLED-Panel. Tandem bedeutet, dass zwei organische Schichten übereinander gestapelt sind. Das erhöht die Helligkeit massiv und verlängert die Lebensdauer, da die einzelnen Pixel weniger hart getrieben werden müssen.

  • Dual Mode: Der Monitor läuft nativ mit 4K bei 240 Hz. Für Shooter kannst du ihn per Knopfdruck auf Full HD (1080p) umschalten und bekommst dafür satte 480 Hz.
  • Beschichtung: Er nutzt ein „TrueBlack Glossy“ Coating. Endlich traut sich ein Hersteller wieder an Glossy – Farben und Kontraste wirken dadurch deutlich plastischer als bei matten Filtern.

ROG Swift OLED PG34WCDN: Ultrawide mit Schutzschild

Der neue 34-Zoll Ultrawide (3440 x 1440) setzt auf QD-OLED-Technik der 5. Generation. Hier kommt eine neue BlackShield-Folie zum Einsatz. Sie soll zwei Dinge leisten:

  1. Den Schwarzwert bei Umgebungslicht verbessern (das bekannte „Lila-Schwarz“ bei QD-OLED minimieren).
  2. Die Kratzfestigkeit erhöhen (ASUS spricht von 2,5-facher Härte). Der Refresh liegt bei 360 Hz. Wer Geld sparen will, greift zum kleinen Bruder ROG Strix XG34WCDMS, der mit 280 Hz läuft und nur 15W Power Delivery am USB-C Port hat (statt 90W beim Swift).

ProArt und ZenScreen: Arbeitstiere

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ASUS Displays 2026: Wohl endlich scharfe Texte und 480 Hz

Auch abseits vom Gaming gibt es Updates:

  • ProArt Display PA32KCX: Ein Monster für Kreative. Es ist der weltweit erste 8K Mini-LED Monitor mit eingebautem Kolorimeter. Wir sprechen hier von über 4000 Dimming-Zonen für HDR-Bearbeitung auf Referenz-Niveau.
  • ZenScreen MB14FCD: Ein tragbarer Monitor, der sich ausklappen lässt. Du bekommst unterwegs effektiv zwei Bildschirme übereinander, was die Arbeitsfläche auf fast 20 Zoll erweitert, ohne dass du einen riesigen Koffer brauchst.

Technische Features im Hintergrund

ASUS rollt softwareseitig „OLED Care Pro“ aus, gekoppelt mit einem neuen „Neo Proximity Sensor“. Der Monitor merkt, wenn du nicht davor sitzt, und dimmt sofort aggressiv ab, um das Panel zu schonen. Zudem unterstützen die neuen Modelle DisplayPort 2.1 (teilweise mit UHBR20, also vollen 80 Gbit/s), was für unkomprimiertes 4K bei hohen Hz-Zahlen essenziell wird.

Einschätzung: Die Einführung von RGB-Stripe-OLEDs im Monitorbereich ist der eigentliche Gamechanger dieser Messe. Damit fallen die letzten Argumente gegen OLED im Home-Office weg. Der PG27UCWM mit Tandem-Technik dürfte preislich extrem schmerzhaft werden, ist aber technisch das fortschrittlichste Panel, das wir bisher im 27-Zoll-Format gesehen haben.

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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich selbst nutze. Von PC-Hardware über Smart-Home-Spielereien bis zu VPN-Tricks – keine Buzzwords, nur ehrliche Tests und Anleitungen. Zur Ablenkung tippe ich über Fußball (meist ohne Magenschmerzen). Mein neuestes Projekt ist keycaps-deutsch.de, wo ich mich der Suche nach der perfekten mechanischen Tastatur verschrieben habe.