Navimow i208 LiDAR im Test: Ich habe gegen den Mähroboter gewettet und verloren

Verwirrter junger Mann mit skeptischem Gesichtsausdruck, Nahaufnahme, technisches Ambiente, Smart Home Technologie im Hintergrund.
von
Gary Madeo
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Gründer und Autor
Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich auch wirklich selbst nutze. Seit vielen Jahren wühle ich mich tief in PC-Hardware, Smart-Home-Lösungen und komplexe...
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8.7
Navimow i208 Test

Bevor der Navimow i208 LiDAR überhaupt ausgepackt war, hatte ich schon gegen ihn gewettet. Dieser Roboter gegen meinen Garten, das musste schiefgehen, dachte ich. Erfahrungswert vorher: null Mähroboter, jahrelang ein Einhell-Akku-Mäher, dazu ein Garten mit Trampolin, Apfelbaum und einer alten Schaukel mit dünnen Stangen als Hindernis-Parcours. Ob ein 800-m²-Mäher mit meinen 103 m² Familiengarten überhaupt etwas anfangen kann, das hatte ich mich schon in der Marktübersicht 2026 gefragt, lange bevor das Testgerät ankam.

Mehrere Wochen später ist die Wette entschieden, und ich nehme das Ergebnis vorweg, der Titel tut es ja ohnehin: Ich habe verloren. Wie der Roboter überhaupt zum Laufen kam, das ganze Setup vom Karton bis zur ersten Kartierung, steht ausführlich im Setup-Artikel. Hier geht es um das, was danach passiert, wenn der Alltag anfängt, und um drei Bremsen, die in den ersten zwei Stunden noch gar nicht sichtbar waren.

Auf einen Blick

Navimow i208 LiDAR im Test

1.199 € · bis 800 m² · Solid-State-LiDAR + Vision + Network-RTK · erstes Jahr 4G gratis, danach Access+ 29,90 €/Jahr
  • Null Festfahrer in mehreren Wochen Dauerbetrieb auf 103 m²
  • Flüsterleise im Mähbetrieb, leiser als jeder Akku-Mäher
  • Homey Pro per Community-App, 17 Flow-Karten
  • Manueller Mähmodus rettet die Ecken, die die Automatik auslässt
  • Rasenkanten lassen sich in der App manuell nachzeichnen
  • 10–15 cm ungemähter Ring um dünne Stangen, lernt nicht dazu
  • Voice-Meldungen sind lauter als das Mähen selbst
  • Kein HomeKit, kein Matter
  • Garage kostet (meistens) extra

Für wen: Reihenhausgärten zwischen 50 und 400 m² mit ein paar festen Hindernissen, gern mit Homey oder Home Assistant im Haus. Bei Hang oder reinem Apple-Home-Haushalt gibt es passendere Optionen.

So habe ich getestet

WochenDauerbetrieb im Familiengarten, inkl. Regenphase
103 m²Rasen in zwei getrennten Zonen
0Festfahrer und Befreiungs-Einsätze
3feste Hindernisse: Trampolin, Apfelbaum, Schaukel
Navimow i208 LiDAR mit Zubehör
Navimow i208 LiDAR im Test: Ich habe gegen den Mähroboter gewettet und verloren

Die Wette, die ich gegen mich selbst verloren habe

Segway Navimow i208
(59)
Mähroboter ohne Begrenzungsdrähte für Flächen bis ca. 2.000 m² mit bis zu 45 % Gefälle. Navigation per Solid-State-LiDAR und optischen Sensoren, satellitenunabhängig, tag- und nachttauglich. Erkennt über 200 Hindernistypen, unterstützt bis zu 20 Mähzonen per App sowie Sprachsteuerung via Alexa und Google Home.
Vorteile
  • Einfach Absetzen und mähen & Sprachsteuerung: Auspacken und Mähen. Ohne Begrenzungsdrähte oder Antennen. Automatisches Kartieren mit nur einem Tipp, freihändiges Mähen via Alexa oder Google Home.
  • Solid State LiDAR und Vision Dual Fusion: Hochauflösendes Solid State LiDAR gepaart mit optischen Sensoren an Bord für stabile, satellitenfreie Navigation. Zuverlässig Tag und Nacht durch 3D-Erkennung.
  • Präzise KI-gestütztes VisionFence und GeoSketch: Erkennt 200+ Hindernistypen akkurat auf 1 cm. Bearbeiten Sie per App bis zu 20 Mähzonen auf einer realistischen, interaktiven Karte. Kantenmodus erlaubt präzisere Schnitte an Kanten und Grenzen.
  • Geländereifen für Leistung bei bis zu 45 % Neigung: Bewältigt Steillagen mit geländegängigen Reifen und elektronischer Stabilitätskontrolle. 100-W-Motor und 6-Messerklingenscheiben schneiden stark und beständig dichtes oder rasch wachsendes Gras.
  • Kontrolle durch smarte Sicherheit und fortschrittliche App: Bietet Alarme per GPS, Geo-Fence, Anhebeerkennung und Apple „Wo ist?“ für smarten Schutz. Kehrt bei Extremwetter selbst zur Station zurück; mit dem Zeichen-Tool der App entwerfen Sie Mähmuster nach Ihrem Geschmack.
Affiliate-Link. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Preis inkl. MwSt., kann sich geändert haben. Stand: 14. Juni 2026
Segway Navimow i208 LiDAR
LiDAR statt RTK heißt: keine Antennen-Probleme zwischen Bäumen oder Hauswänden, dafür präzise Hindernis-Erkennung. Bis 800 m², Hang bis 45 % laut Hersteller, App-Setup in Minuten. Meine Erfahrung in den ersten Tagen sind überaus positiv!
Affiliate-Link. Ich verdiene an qualifizierten Verkäufen. Preis inkl. MwSt., kann sich geändert haben. Stand: 11. Juni 2026

Die Wettbedingung, die ich mir gesetzt hatte: mindestens zwei manuelle Eingriffe pro Woche. So sicher war ich mir. Ein Garten mit drei festen Hindernissen und ein Roboter, der angeblich mit Laser sieht, das konnte ja nur regelmäßig in einer festgefahrenen Ecke enden.

Es endete nicht so. In mehreren Wochen Dauerbetrieb auf 103 m² hat der Navimow i208 LiDAR null Festfahrer produziert. Kein einziges Mal musste ich raus und ihn befreien. Eine viertägige Regenphase habe ich ihn pausieren lassen, und am Tag danach, der Boden noch klamm, lief er weiter, als wäre nichts gewesen. Die Wette habe ich verloren, und das ist ehrlich gesagt das beste Kompliment, das ich dem Gerät machen kann.

Akkulaufzeit ist auf meiner Fläche kein Thema. Eine volle Ladung reicht für den ganzen Hauptgarten und noch viel mehr, dem Roboter geht im Alltag nie der Saft aus, bevor er fertig ist. Wer einen wirklich großen Rasen hat, sollte sich die Hersteller-Angabe von rund 110 Minuten pro Ladung anschauen. Für mich war sie nie ein Engpass.

Navimow i208 LiDAR auf der ersten Mähfahrt im Hauptgarten
Navimow i208 LiDAR im Test: Ich habe gegen den Mähroboter gewettet und verloren

Was sich ändert, wenn ein Roboter deinen Rasen übernimmt

Was in keinem Datenblatt steht: Ein Mähroboter verändert nicht nur, wer mäht, sondern was mit dem Rasen passiert. Ich habe die Schnitthöhe von 60 auf 30 Millimeter runtergesetzt, weil der Roboter jetzt ja sowieso ständig ran darf. Das Ergebnis war ein kleiner Schock. Er hat mir gnadenlos das ganze Moos freigelegt, das jahrelang unter dem hohen Gras versteckt war. Kein Schaden, im Gegenteil, aber jetzt steht ein Dünge- und Vertikutier-Wochenende auf dem Plan, das ich ohne den Mäher nie angefangen hätte. Das Ding erzieht einen ein bisschen zum besseren Gärtner, ob man will oder nicht.

Den Vorgarten mähe ich nicht. Nicht weil der Navimow es nicht könnte, sondern weil ich keine Lust habe, ihn zweimal die Woche durchs Haus zu schleppen, Karte wechseln, neu starten, das ganze Theater. Zweimal probiert, dann gelassen. Was ich dabei verliere, ist mir erst später klar geworden: das Publikum.

Hinterm Haus sieht den Roboter keiner. Vorne an der Straße wäre er jeden Tag die Attraktion. Kinder bleiben am Zaun stehen, zeigen drauf, fragen „ist das ein Saugroboter?“, und die Eltern erklären dann mit einem leicht überforderten Lächeln, dass das Ding Rasen macht, nicht Teppich. So ein Gespräch ergibt sich hier sonst nie, normalerweise murmelt man „guten Tag“ und geht weiter. Der Mähroboter bricht das auf. Nur eben nicht bei mir, weil ich zu faul zum Schleppen bin.

Trampolin, Spielball, Flüstermodus: was er richtig gut macht

Das Trampolin steht mitten im Hauptrasen, Beine aus Stahlrohr, Höhle darunter. Auch nach mehreren Wochen umfährt der Navimow es zuverlässig. Was er nicht tut, ist drunter mähen, obwohl er vom Platz her problemlos passen würde. Vermutlich lesen die Sensoren die Metallpfosten als Wand. Wollte ich es unter dem Trampolin sauber haben, müsste ich nachmähen. Mache ich nicht.

Der nächste Test war keiner, den ich geplant hatte: ein vergessener Spielball auf dem Rasen, ungefähr tennisballgroß. Der Roboter erkennt ihn und fährt drumherum. Bei dieser Höhe scheinen die LiDAR-Echos zu reichen. LiDAR = Laser-basierte Abstandsmessung, der Mäher tastet seine Umgebung mit Lichtpulsen ab, statt nur mit einer Kamera zu sehen. Das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal verstanden habe, warum diese Sensorik beworben wird.

Lautstärke: Ich habe kein Messgerät, ich kann nur sagen, was meine Ohren melden. Im Mähbetrieb ist der Navimow flüsterleise, deutlich leiser als jeder Akku-Rasenmäher, den ich kenne. Ich würde ihn ohne schlechtes Gewissen in einer ruhigen Umgebung starten.

Messwert
Hersteller-Spec: 59 dB(A) im Mähbetrieb. Deutsche Tests messen teilweise 48 dB im Schnitt. Beides passt zu dem, was meine Ohren melden.

Ein Praxis-Tipp, der so in keinem Test steht:

Praxis-Tipp
Die Voice-Meldungen am Roboter sind deutlich lauter als der Mähbetrieb. Wenn er ans Karten-Ende kommt oder die Mähfahrt beendet, sagt er es laut an. In einer ruhigen Wohnumgebung ist das nerviger als das Mähen selbst, deshalb habe ich die Sprachausgabe nach zwei Tagen abgeschaltet. Die App-Push-Notifications reichen vollkommen.

Was er nicht lernt: die Schaukel und der ungemähte Ring

Die größte Schwäche im Alltag ist nicht das Mähen selbst, sondern der Sicherheitsabstand, den der Navimow um erkannte Hindernisse hält. Um meine Schaukel mit den dünnen Stahlstangen bleibt nach mehreren Wochen Dauerbetrieb dauerhaft ein 10 bis 15 Zentimeter breiter ungemähter Ring stehen. Der Roboter traut sich nicht näher heran, und er lernt nicht von Mal zu Mal dazu, dass er es könnte. Das wäre für mich der wichtigste Feature-Request an Segway: Edge Learning, also schrittweise Annäherung an erkannte feste Hindernisse.

Rasenkanten sind in Ordnung, nicht überragend. Mit der Edge-Sense-Option im Labor-Menü kommt er deutlich näher heran als ohne, aber 100 Prozent saubere Kanten gibt es bei keinem kabellosen Mäher in dieser Preisklasse, und der i208 ist da keine Ausnahme. Wer im Vorgarten an einer Steinkante perfekte Optik will, kommt um einen klassischen Rasentrimmer nicht ganz herum. Dass sich die Kanten mit einem Eingriff direkt in der App noch deutlich verbessern lassen, habe ich allerdings erst spät kapiert, dazu gleich.

Dann habe ich den Workaround gefunden, der den ganzen Ärger relativiert: den manuellen Mähmodus per Smartphone. In der App lässt sich der Roboter wie mit einem Spiele-Controller steuern, links und rechts für die Richtung, ein Schieberegler für die Intensität. Das klingt nach Gimmick, ist im Alltag aber das nützlichste Werkzeug für genau die Stellen, an denen die Auto-Mähfahrt nicht hinkommt. In keinem deutschen Test, den ich vor dem Kauf gelesen habe, kam dieser Modus vor. Bei mir rettet er die letzten zehn Prozent meines Rasens, Schaukel-Ecken inklusive.

Das Komfort-Feature, das ich viel zu spät gefunden habe

Den ungenauen Rand hatte ich innerlich schon abgehakt, Preis der Kabellosigkeit, dachte ich. Bis ich tief in der Kartenverwaltung über eine Funktion gestolpert bin, die das Ganze umdreht: Ich kann die automatisch erzeugte Begrenzung antippen und die echte Rasenkante mit dem Finger nachzeichnen. Nicht den Roboter manuell fahren, das ist der andere Trick von weiter oben, sondern die Karte selbst korrigieren.

Die Auto-Kartierung hält vorsichtshalber Abstand zur Kante. Nachdem ich die Linie dahin gezogen hatte, wo mein Gras wirklich aufhört, ist der Mäher beim nächsten Lauf genau bis dorthin gefahren. Der schmale Streifen am Beet, der vorher immer stehen blieb, war weg. Das war für mich der größte einzelne Sprung in der Schnittqualität im ganzen Test, und der Grund, warum die Wertung nach dem Erscheinen nach oben gewandert ist.

Zwei ehrliche Grenzen gehören dazu. Es fixt den Rand, nicht den Sicherheitsring um Hindernisse mitten in der Fläche, meine Schaukel bekommt weiter ihren ungemähten Kragen, das ist Sensorabstand, keine Kartenlinie. Und die App warnt zu Recht: keine Begrenzung über Bordsteine oder unebene Stellen ziehen, sonst kippt der Roboter, und die Linien dürfen sich nicht kreuzen. Hält man sich dran, sind es fünf Minuten Arbeit für ein Ergebnis, an das die Automatik von allein nie herangekommen ist.

Wo es steckt
Startseite → Kartenverwaltung → Zone wählen → Bearbeiten, dann die Begrenzung antippen und die Kante nachzeichnen. Drei Menüs tief vergraben, typisch Navimow-App, aber es lohnt sich.

App, Karten und das Labor-Menü nach mehreren Wochen

Was beim Setup noch verwirrte, ist nach mehreren Wochen Routine. Die App ist nicht intuitiv, aber lernbar. Wer den ersten Tag übersteht, findet sich danach zurecht.

Die Schnitthöhe pro Karte einzustellen geht. Sie liegt nur tief in der Kartenansicht statt auf der Hauptseite, was beim ersten Mal nervt. Edge Sense für engere Kantenführung liegt im Labor-Menü, was nach Beta-Status klingt und im Setup-Artikel schon kritisiert wurde. Beides funktioniert, ist aber nicht an den Stellen platziert, an denen ein neuer Nutzer es suchen würde.

Zwei Zonen verwalten geht technisch. Wer zwei zusammenhängende Rasenflächen hat, hat keinen Aufwand. Wer wie ich getrennte Flächen vor und hinter dem Haus hat, sollte ehrlich überlegen, ob der Mäher in beide soll oder ob die zweite Fläche der klassische Trimmer-Bereich bleibt. Die Antwort hängt mehr am Grundriss als am Roboter.

Die Kartierung musste über die Wochen einmal nachjustiert werden, weil ich die Ladestation umgestellt habe. Der Roboter hat die neue Position nach einer Mähfahrt von selbst übernommen, keine Neukartierung, kein Reset. Das war einer der angenehmsten Momente im Test.

Smart Home: Homey läuft, Apple Home bleibt draußen

Für den Navimow i208 LiDAR gibt es keinen nativen HomeKit-Support, kein Matter, keine direkte Apple-Home-Integration. Was funktioniert, ist Homey Pro über die Community-App von Tom Coonen, mit voller Steuerung und 17 Flow-Karten. Wer einen Apple-Haushalt ohne Homey betreibt, hat von „smart“ am Mäher nur die Diebstahlsicherung via Apple „Wo ist?“.

Die Tom-Coonen-App heißt im Homey App Store schlicht „Navimow“ und ist auf Version 1.1.0. Achtung: Es gibt eine zweite, experimentelle App, die nur einen generischen „Mower“ erkennt. Die richtige ist die von Tom Coonen, in der Detailseite steht der Name unter dem App-Icon. Nach dem Login mit dem Navimow-Account taucht der i208 LiDAR sofort auf, ohne manuelles Zuweisen.

An Flows stehen Start, Pause, Resume, Dock, Status und Akkustand als Trigger zur Verfügung. Ich habe einen einfachen Flow gebaut, der den Mäher um sieben Uhr morgens losschickt, wenn am Vortag keine Regenwarnung in meinem Homey lag. Läuft seit Wochen ohne Aussetzer. Das ist der Praxis-Fall, den ich vor dem Test in keinem deutschen Review gefunden habe: Mäher läuft, Smart-Home-Verbindung steht, Automation greift.

Tom-Coonen-App in Homey mit 17 Flow-Karten für den Navimow i208 LiDAR
Tom-Coonen-App in Homey: 17 Flow-Karten für den i208 LiDAR.

Apple Home indirekt: Über die Homey Pro Matter Bridge ließe sich der Navimow als generischer Schalter an Apple Home weiterreichen. Das habe ich kurz aufgesetzt und wieder verworfen. Der Mäher taucht dann als simpler An-Aus-Switch auf, ohne Status, ohne Akkustand, ohne richtige Kachel. Wer Homey hat und gleichzeitig im Apple-Home-Lager ist, kann es einrichten, es bringt aber wenig Mehrwert gegenüber der Navimow-App direkt.

Alexa und Google Home sind offiziell unterstützt. Ich habe Alexa kurz aktiviert, „Alexa, starte den Navimow“ funktioniert wie erwartet. Google habe ich nicht selbst getestet, laut Hersteller analog. Home Assistant gibt es als offizielle Integration auf GitHub, die ich für diesen Test bewusst nicht aufgesetzt habe. Wer HA bereits laufen hat, findet dort bessere Anleitungen, als ich sie hier liefern könnte. Der SwitchBot Hub kennt den Navimow nicht, weder als Matter-Gerät noch als IR- oder Cloud-Schalter.

Was der Spaß auf Dauer kostet

Der Navimow i208 LiDAR nutzt für die Position kein klassisches RTK mit Antennenmast, sondern Network-RTK über Mobilfunk. Das erste Jahr ist die Datenübertragung kostenlos, danach gibt es das Access+-Abo für 29,90 Euro pro Jahr. Damit sind Remote-Steuerung außerhalb des heimischen WLAN, GPS-basierter Diebstahlschutz und die Network-RTK-Daten abgedeckt. Das ist ehrlich kommuniziert und liegt unter dem Niveau vieler Konkurrenz-Abos.

Ein Vergleich, der hier hingehört: Mammotion hat im April 2026 angekündigt, sein iNavi + 4G dauerhaft kostenlos zu lassen. Das ist ein echter Differenzierungspunkt, den ich in einem separaten Artikel ausführlich behandelt habe. Für Käufer, die zwischen Navimow i208 LiDAR und Mammotion LUBA mini 2 AWD schwanken, ist das ein hartes Argument für Mammotion bei langer Nutzungsdauer. Wer den Folgekosten-Vergleich für die ganze Kategorie sehen will, findet ihn im Folgekosten-Überblick.

Original Navimow Garage M über der Ladestation
Die Original-Garage M sitzt sauber über Ladestation und Roboter.

Im kabellosen 500- bis 1.000-Quadratmeter-Segment 2026 hat der Navimow i208 LiDAR drei Konkurrenten, die jeweils ein anderes Verkaufsargument betonen.

ModellPreis (regulär)NavigationMähflächeHauptargument
Navimow i208 LiDAR1.199 €Solid-State LiDAR + Vision + Network-RTK800 m²LiDAR ohne drehende Teile, Homey-Community-App
Eufy C15899 €reine Vision-Kamera500 m²günstigster echt kabelloser Familiengarten-Mäher
Mammotion LUBA mini 2 AWD 10001.499 €RTK + Vision1.000 m²Allrad, iNavi + 4G lifetime kostenlos
Ecovacs Goat O800 RTKca. 1.299 €RTK800 m²Stiftung-Warentest-Testsieger 4/2026

Den Eufy C15 habe ich an anderer Stelle beschrieben. Er ist der direkte Preis-Zwilling, aber mit kleinerem Rasen-Spec und ohne LiDAR. Für reine Vision-Navigation in einem überschaubaren Garten ohne komplexe Hindernisse spricht der Preis. Für 103 m² Familiengarten mit drei festen Hindernissen hätte ich Bauchschmerzen, weil die Kamera-Erkennung bei Stangen und Schaukel tendenziell unsicherer ist als LiDAR.

Der Mammotion LUBA mini 2 AWD ist die ehrliche Alternative für alle, deren Garten Hang hat oder über 800 m² geht, plus das oben erwähnte Folgekosten-Argument. Wer längerfristig denkt und einen Hangrasen mäht, sollte den Mammotion ernsthaft prüfen. Wer bei Navimow bleiben, aber trotzdem Hang bewältigen will, findet weiter unten mit der Lidar Pro eine Allrad-Variante aus gleichem Haus.

Der Ecovacs Goat O800 RTK ist Stiftung-Warentest-Testsieger 4/2026 mit Note „Gut“. Der Navimow i208 LiDAR war im ST-Test 4/2026 nicht dabei, was nicht heißt, dass er schlechter abgeschnitten hätte. Es heißt nur, dass es für den i208 LiDAR keine ST-Note gibt. Wer einen ST-Stempel braucht und ähnliche Mähfläche sucht, kommt am Ecovacs vorbei. Wer die Solid-State-LiDAR-Sensorik und die Homey-Community-Integration höher gewichtet, bleibt beim Navimow.

i208, i215 oder i220: welche Variante zu welchem Garten passt

Noch eine Frage, die garantiert kommt: Mein i208 ist die kleinste von drei LiDAR-Varianten. Darüber sitzen der i215 und der i220, und der Unterschied ist erfreulich unkompliziert. Gleiches Gehirn, derselbe Solid-State-LiDAR plus Vision, gleiche App, gleiche Network-RTK. Was wächst, ist der Akku und damit die Fläche, die der Roboter ohne Zwischenladung schafft.

ModellEmpfohlen bisAkkuMähfläche je Ladung
Navimow i208 LiDAR (mein Testgerät)800 m²5,1 Ahca. 265 m²
Navimow i215 LiDAR1.500 m²7,65 Ahca. 426 m²
Navimow i220 LiDAR2.000 m²10 Ahca. 560 m²

Hat der Navimow i208 die gleiche Technik wie i215 und i220?

Ja. Navigation, LiDAR, Kamera, App und Network-RTK sind bei allen drei identisch. Der einzige echte Unterschied ist der Akku und damit die Fläche, die der Mäher ohne Zwischenladung durchzieht. Beim i208 kaufst du also keine abgespeckte Version, sondern dieselbe Technik mit kleinerem Tank. Wer einen Garten unter 800 m² hat, zahlt beim i215 oder i220 nur für Reichweite, die er nie braucht.

Navimow i215 oder i220 – welcher lohnt sich?

Das ist reine Flächenrechnung, keine Technikfrage. Der i215 ist bis 1.500 m² ausgelegt, der i220 bis 2.000 m². Liegt dein Rasen darunter, nimm den i215. Erst wenn das Grundstück wirklich Richtung 2.000 m² geht oder so verwinkelt ist, dass der Mäher viel fährt und wenig schneidet, zahlt sich der größere Akku des i220 aus.

Praktisch heißt das: Wer einen Garten in meiner Größenordnung hat, also alles bis ungefähr 800 Quadratmeter, ist mit dem i208 richtig bedient und zahlt nichts für Reichweite, die er nie braucht. Der i215 lohnt sich, sobald der Rasen Richtung vier- bis fünfhundert Quadratmeter und mehr geht oder so zerstückelt ist, dass der Roboter viel fährt und wenig mäht. Dann spart der größere Akku das ständige Zurück-zur-Ladestation. Und der i220 ist für die Leute, die früher über einen benzinbetriebenen Aufsitzmäher nachgedacht haben: zweitausend Quadratmeter sind kein Reihenhausgarten mehr, das ist Grundstück.

#1
Prime Day
Navimow i215 LiDAR
(42)
1.099,00 € prime
Affiliate-Link. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Preis inkl. MwSt., kann sich geändert haben. Stand: 16. Juni 2026

Fair bleibt: Wirklich getestet habe ich nur den i208. Die beiden Großen kenne ich vom Datenblatt, und das sage ich lieber dazu, als so zu tun, als hätte ich drei Roboter durch den Garten geschickt. Weil Navigation und Software identisch sind, dürfte sich im Alltag wenig unterscheiden außer der Zahl auf der Akkuanzeige.

Und seit Kurzem gibt es darüber noch die Lidar-Pro-Serie: den i210 Pro (bis 1.000 m²) und den i220 Pro (bis 2.000 m²), im Aktionspreis aktuell um 1.399 beziehungsweise 1.799 Euro. Der entscheidende Unterschied steckt diesmal nicht im Akku, sondern im Antrieb. Die Pro-Modelle haben Allrad und schaffen laut Segway bis zu 55 Prozent Steigung, wo die normale i-Serie bei rund 45 Prozent aussteigt. Das ist die Variante für alle, deren Garten Hang hat. Getestet habe ich auch die Pro nicht, aber wenn dein Grundstück steiler ist als ein normaler Rasen, ist sie der naheliegendere Navimow als mein flacher i208.

#1
Prime Day
Navimow i210 LiDAR Pro
1.399,00 €
#2
Prime Day
Navimow i220 LiDAR Pro
1.799,00 €
Affiliate-Link. Ich verdiene an qualifizierten Verkäufen. Preis inkl. MwSt., kann sich geändert haben. Stand: 16. Juni 2026

Häufige Fragen zum Navimow i208 LiDAR

Wie laut ist der Navimow i208 LiDAR

Im Mähbetrieb ist er flüsterleise. Hersteller-Spec liegt bei 59 dB(A), in deutschen Tests werden teilweise 48 dB im Schnitt gemessen. In der Praxis deutlich leiser als jeder Akku-Rasenmäher. Wichtig: die Voice-Meldungen am Roboter sind lauter als der Mähbetrieb selbst und sollten in ruhigen Umgebungen abgeschaltet werden.

Welche Smart-Home-Plattformen werden unterstützt?

Offiziell Alexa und Google Home plus Apple „Wo ist? für Diebstahlschutz. Nativer HomeKit- oder Matter-Support fehlt. Über die Community-App von Tom Coonen lässt sich der i208 LiDAR vollständig in Homey Prou integrieren, inklusive 17 Flow-Karten. Für Home Assistant gibt es eine offizielle Integration auf GitHub.

Was kostet das 4G-Modul nach dem ersten Jahr?

Das erste Jahr ist die Datenübertragung kostenlosu. Danach gibt es das Access+-Abo für 29,90 Euro pro Jahr. Damit sind Remote-Steuerung außerhalb des heimischen WLAN, GPS-basierter Diebstahlschutz und die Network-RTK-Korrekturdaten abgedeckt.

Reicht der 800-m²-Mäher für einen kleinen Reihenhausgarten?

Ja, ohne Probleme. Bei 100 bis 150 m² ist eine Akkuladung von rund 110 Minuten weit mehr als nötig. Der Roboter geht im Alltag nie leer, bevor er fertig ist. Größere Pakete machen nur Sinn, wenn der Garten Richtung 400 m² oder darüber geht.

Hat Stiftung Warentest den Navimow i208 LiDAR getestet?

Nein. Im Stiftung-Warentest-Mähroboter-Test 4/2026 war der Navimow i208 LiDAR nicht dabei. Testsieger in der vergleichbaren Klasse wurde der Ecovacs Goat O800 RTK mit Note „Gutu0022.

Fazit zum Navimow i208: für wen ja, für wen nein

Lohnt sich für…

  • Reihenhausgärten zwischen 50 und 400 m²
  • Gärten mit festen Hindernissen wie Trampolin, Baum oder Schaukel
  • Haushalte mit Homey Pro oder Home Assistant
  • Erstnutzer, die noch nie einen Mähroboter hatten

Eher nicht für…

  • Gärten mit Hang, dafür gibt es die Lidar-Pro-Modelle mit Allrad
  • Reine Apple-Home-Haushalte ohne Homey
  • Alle, die 100 Prozent perfekte Kanten ohne Trimmer erwarten
  • Alle, die die Garage im Preis erwarten

Ich bin als Mähroboter-Skeptiker in diesen Test gegangen, mit einer Wette gegen das eigene Gerät und einem Einhell-Akkumäher im Schuppen, der jahrelang gereicht hat. Die Wette habe ich verloren, der Einhell steht jetzt hinten in der Ecke, und das fasst es ehrlich gesagt ganz gut zusammen. Der Navimow i208 LiDAR hat in mehreren Wochen weniger Drama gemacht als ich früher an einem einzigen Mähnachmittag mit dem alten Gerät.

Ein blindes Ja ist es trotzdem nicht. Um die Schaukel mit ihren dünnen Stangen bleibt ein ungemähter Ring stehen, und der Roboter lernt das auch nach mehreren Wochen nicht dazu. Die Voice-Meldungen habe ich nach zwei Tagen abgeschaltet, weil sie lauter sind als das Mähen selbst. Und die Garage, die bei einem 1.199-Euro-Gerät eigentlich dabei sein sollte, kostet (meistens) extra. Wenn dein Garten Hang hat, dein Smart Home rein auf Apple Home läuft, oder du keine Lust hast, für eine Wetterabdeckung nochmal nachzulegen, dann gibt es für genau diese Punkte bessere Optionen, und ich würde dir nicht widersprechen.

Für alles dazwischen aber, Reihenhausgarten zwischen 50 und 400 Quadratmetern, ein paar feste Hindernisse, vielleicht ein Homey oder Home Assistant im Haus, ist der i208 LiDAR eine überraschend entspannte Empfehlung. Er hat mir nebenbei das Moos unterm Rasen verraten, mich zum Düngen erzogen und einem kompletten Erstnutzer bewiesen, dass so ein Ding keine Wissenschaft ist. Ich freue mich, ihn zu haben. Und wenn die Kinder vom Nachbarn das nächste Mal am Zaun fragen, ob das ein Saugroboter ist, sage ich „nein, aber er kann auch laut sprechen, das hab ich nur abgeschaltet“.

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LiDAR statt RTK heißt: keine Antennen-Probleme zwischen Bäumen oder Hauswänden, dafür präzise Hindernis-Erkennung. Bis 800 m², Hang bis 45 % laut Hersteller, App-Setup in Minuten. Meine Erfahrung in den ersten Tagen sind überaus positiv!
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Tiefstpreis (30 Tage): 899,00 €
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Segway hat mir den Navimow i208 LiDAR und auf Nachfrage die Original-Garage M für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vorgaben, was ich schreiben soll, gab es keine.

Vorschau Prime Day Segway Navimow i208 LiDAR Mähroboter Prime Day Navimow i210 LiDAR Pro Prime Day Navimow i220 LiDAR Pro
Produkt Segway Navimow i208 LiDAR Mähroboter Navimow i210 LiDAR Pro Navimow i220 LiDAR Pro
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Navimow i208 Test
8.7
Mähergebnis 9
Navigation 8
App & Bedienung 9
Smart Home 7
Lautstärke 10
Preis-Leistung 9
THEMA:
Verwirrter junger Mann mit skeptischem Gesichtsausdruck, Nahaufnahme, technisches Ambiente, Smart Home Technologie im Hintergrund.
Gründer und Autor
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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich auch wirklich selbst nutze. Seit vielen Jahren wühle ich mich tief in PC-Hardware, Smart-Home-Lösungen und komplexe VPN-Setups ein – komplett ohne Buzzwords, dafür mit ehrlichen Alltags-Tests und hands-on Anleitungen. Zur Ablenkung tippe ich über Fußball (meist ohne Magenschmerzen). Mein neuestes Technik-Projekt ist keycaps-deutsch.de, wo ich mich der Suche nach der perfekten mechanischen Tastatur verschrieben habe.

Kurz & direkt: Ich teste PC-Hardware, probiere Smart-Home-Gadgets und erkläre VPN/Streaming. Keine Buzzwords, nur Technik, die wirklich nützt.

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