Den Eufy C15 hat Anker bei der MWC im März kurz gezeigt und seitdem geschwiegen. Jetzt ist klar: Ab dem 22. Mai, Preis 899 Euro, vorbestellbar mit 1 Euro Anzahlung und 150 Euro Rabatt. Kein Begrenzungskabel, kein RTK. Kamera und KI sollen den Rest erledigen. Eine Klasse kleiner als die E-Serie, gut 200 Euro günstiger.

Vision statt Kabel: Was der Eufy C15 anders macht
Anker nennt das System eufy TrueVision beziehungsweise Vision-FSD. Bedeutet: Der Roboter kartiert den Garten beim ersten Durchgang selbst, mit Kameras und einer KI im Gerät. Kein Begrenzungsdraht, der monatelang durchs Beet liegt. Keine RTK-Antenne, die freie Sicht zum Himmel braucht. Wer schon mal versucht hat, ein RTK-Modul auf einem Reihenhausgarten mit Bäumen sinnvoll auszurichten, weiß warum das Argument zieht.
Die KI soll mehr als 300 typische Hindernisse erkennen, vom Gartenstuhl bis zum Wasserschlauch. Eufy bewirbt zusätzlich die Erkennung von Kleintieren: Stößt der C15 auf einen Igel, soll er stoppen statt überrollen. Saisonal ist das ein Argument, das im Frühjahr zieht, weil die Igel-Diskussion in jedem Mähroboter-Forum auftaucht. Ob die KI in der Praxis hält was sie verspricht, lässt sich vor einem echten Test nicht beurteilen.
Dazu kommen Regen- und Lichtsensor. Bei Regen oder schlechtem Licht fährt der Roboter zurück ins Dock. Standard heute, aber nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse. Mit 58 dB liegt der C15 laut Datenblatt auf dem Niveau leiser Spülmaschinen. Auf dem Papier sonntagstauglich, im Garten muss sich das erst zeigen.

Die harten Daten
Was wirklich auf dem Papier steht:
- Schnittbreite: 180 mm
- Schnitthöhe: 20 bis 60 mm, einstellbar per Drehrad oben am Gerät, nicht per App
- Klingen: drei Stück auf einer Schnittscheibe
- Mähfläche: bis 500 m² mit Dock, im Spot-Modus ohne Dock maximal 100 m²
- Steigung: bis 32 Prozent (18 Grad)
- Geräuschpegel: 58 dB
- Wetterfest: IP66
Drehrad statt App-Steuerung für die Schnitthöhe ist ein Detail, das überrascht. Bei einem Roboter, der sonst alles über die App regelt, wirkt das fast nostalgisch. Die zehn Zentimeter rund um Wände und Zäune lässt der C15 außerdem stehen. Das ist nicht ungewöhnlich für vision-basierte Modelle, bleibt aber eine Lücke, die mit Trimmer oder Spaten geschlossen werden muss.
Was Eufy bewusst nicht kommuniziert: Akkukapazität, Ladezeit, Betriebszeit pro Ladung, Gewicht. Auch zu Matter, Apple Home, Alexa oder Google Home steht nichts in der Pressemitteilung und nichts auf der Produktseite. Bei einem Hersteller, der Smart-Home-Konnektivität bei Robovacs und Kameras prominent bewirbt, ist das Schweigen ein Signal. Vermutlich gibt es keine Integration über die eufy-App hinaus. Wer den C15 in eine bestehende Smart-Home-Logik einbinden will, muss sich auf Webhooks oder die App beschränken.
C15 gegen E15 und E18: Was 200 bis 700 Euro Aufpreis bringen
| Modell | Preis | Mähfläche | Steigung | Navigation |
|---|---|---|---|---|
| Eufy C15 | 899 Euro | 500 m² | 32 % | Vision-FSD |
| Eufy E15 | 1.099 Euro | 800 m² | 40 % | Vision + RTK |
| Eufy E18 | 1.599 Euro | 1.200 m² | 40 % | Vision + RTK |
Der C15 ist die abgespeckte Variante: gleiche Vision-Technik, aber kleinere Fläche, weniger Steigung, kein RTK-Antennen-Boost. Für einen Reihenhausgarten in der Stadt ist das genau richtig dimensioniert. Wer mehr als 500 Quadratmeter mäht oder einen steilen Hang im Grundstück hat, sollte sich die E-Serie ansehen. Der Aufpreis ist dann gerechtfertigt.

Die Vorbestellung: 1 Euro Anzahlung, 150 Euro Rabatt, 22. Mai
Eufy bietet die Vorbestellung mit einem ungewöhnlichen Modell an. Mit 1 Euro Anzahlung bis zum 21. Mai sichert man sich 150 Euro Rabatt auf das 999-Euro-Modell mit Garage. Endpreis: 850 Euro. Versand am 22. Mai 2026. Die 1-Euro-Anzahlung ist rechtlich keine Vorauszahlung, sondern ein Reservierungsentgelt. Stornierung ist bis zum Versand möglich, der Euro wird auf den Endpreis angerechnet.
Wer den C15 sowieso kaufen will, fährt mit der Vorbestellung 150 Euro besser. Wer noch unsicher ist und den ersten Test abwarten will, verliert mit dem späteren Kauf maximal diesen Rabatt, nicht den Roboter selbst. Das Risiko ist überschaubar.
Was die Vorbestellung nicht klärt: Wann unabhängige Tests verfügbar sind. Anker hat den C15 Anfang März auf der MWC vorgestellt, die ersten Hands-on-Berichte zeichnen ein positives Bild. Ein vollständiger Saisontest mit Hanglagen und nassem Gras steht aus. Wer die neuen Roborock-Mäher oder die Mammotion-Modelle ohne Abo-Zwang auf dem Schirm hat, sollte den Vergleich zumindest abwarten.
Für wen sich der Eufy C15 lohnt
Der Eufy C15 ist Eufys Versuch, Vision-Mähroboter unter die 1.000-Euro-Marke zu drücken: ohne Begrenzungskabel und ohne RTK, mit deutlich kürzerer Einrichtung. Für urbane Gärten unter 500 Quadratmeter und ohne extreme Steigung passt das auf dem Papier. Wer eine größere Fläche, einen Hang oder eine bestehende Smart-Home-Integration über Matter oder Apple Home braucht, sollte zur E-Serie greifen oder warten. Bis Ende Mai zeigt sich in den ersten Saisontests, ob der Igel-Schutz in der Praxis hält und wie zuverlässig die Kanten erkannt werden. Bis dahin ist die 850-Euro-Vorbestellung eine kalkulierbare Wette, kein Pflichtkauf.
Wann erscheint der Eufy C15?
Verkaufsstart ist der 22. Mai 2026. Vorbestellungen mit 1 Euro Anzahlung sind bis zum 21. Mai möglich.
Was kostet der Eufy C15?
Regulär 899 Euro ohne Garage und 999 Euro mit Garage. Vorbesteller mit 1 Euro Anzahlung bekommen die Garagen-Variante für 850 Euro.
Braucht der Eufy C15 ein Begrenzungskabel?
Nein. Der C15 nutzt eufy Vision-FSD-Navigation mit Kameras und KI. Kein Draht, keine RTK-Antenne, kein manuelles Kartieren.
Wie groß darf der Rasen sein?
Bis 500 Quadratmeter mit Dock. Im Spot-Modus ohne Dock maximal 100 Quadratmeter.
Welche Steigung schafft der Eufy C15?
Bis 32 Prozent (18 Grad). Die größeren Modelle E15 und E18 schaffen jeweils 40 Prozent.
Unterstützt der Eufy C15 Matter oder Apple Home?
Eufy macht dazu keine Angaben. Weder die Pressemitteilung noch die Produktseite erwähnen Matter, Apple Home, Alexa oder Google Home. Vermutlich läuft die Steuerung ausschließlich über die eufy-App.
Quellen: Anker Innovations Pressemitteilung MWC 2026 (01.03.2026), eufy C15 Produktseite. Dieser Artikel basiert auf der Pressemitteilung und öffentlich verfügbaren Hands-on-Berichten Dritter, nicht auf einem eigenen Test.





