Sonos Kurzbefehle gibt es jetzt offiziell: Mit der iOS-App-Version 86.00.41 bindet sich das System in Apples Kurzbefehle-App ein, sechs Aktionen zum Start. Ich nutze Sonos seit über zehn Jahren, und dass ausgerechnet diese Lücke so lange offen blieb, habe ich nie verstanden.
Sonos Kurzbefehle auf einen Blick
- Voraussetzung: iOS-App-Version 86.00.41, Android bekommt parallel 86.00.35.
- Sechs Aktionen zum Start: Inhalte abspielen, Wiedergabe und Pause, Lautstärke, Stummschalten, Gruppen erstellen und auflösen.
- Auslösbar per Siri, Automationen oder als Baustein in eigenen Kurzbefehlen.
- Rollout schrittweise: manche sehen die Aktionen sofort, andere müssen warten.
- Begleitend: Systemsoftware 95.1-78010 für die Lautsprecher.
Sonos Kurzbefehle zum Start: sechs Aktionen, und es sind die richtigen
Zum Start unterstützt die App sechs Funktionen: Inhalte abspielen, Wiedergabe und Pause, Lautstärke und Stummschaltung, dazu das Erstellen und Auflösen von Lautsprechergruppen. Auslösen lässt sich das per Siri, über Automationen oder als Baustein in eigenen Kurzbefehlen.
Gerade die Gruppen-Aktionen treffen einen wunden Punkt. Wer Sonos-Paare betreibt, die sich gelegentlich von selbst entkoppeln, baut sich jetzt einen Ein-Tipp-Befehl, der die Wunschgruppierung wiederherstellt. Und die Abspiel-Aktion macht aus dem System eine Hausdurchsage: eine Audiodatei auf alle Boxen, das Essen ist fertig, niemand kann behaupten, er hätte nichts gehört.
Der Rollout läuft schrittweise. Bei manchen Nutzern tauchen die Aktionen direkt nach dem Update auf, bei anderen erst mit Verzögerung, da hilft laut Sonos-Ankündigung nur Warten. Android bekommt parallel Version 86.00.35, die Kurzbefehle selbst bleiben naturgemäß Apple-exklusiv. Begleitend verteilt Sonos die Systemsoftware 95.1-78010 an die Lautsprecher.
Nach dem App-Desaster zählt jede Abkürzung doppelt
Man muss das im Kontext sehen. Das App-Redesign von 2024 war ein Tiefpunkt, von dem sich Sonos bis heute erholt, und auch wenn die App inzwischen wieder ordentlich läuft, sitzt das Misstrauen tief. Kurzbefehle sind dafür das beste Gegenmittel, das Sonos liefern kann: Sie erlauben es, die eigenen Standard-Handgriffe an der App vorbei zu erledigen. Genau die Offenheit, deretwegen ich zuletzt neugierig zur WiiM Bar geschielt habe, zieht damit ein Stück weit bei Sonos selbst ein.
Für iPhone-Haushalte mit Sonos ist das Update damit Pflicht, allein wegen der Gruppen-Reparatur per Fingertipp. Wer Android nutzt, geht bei den Kurzbefehlen leer aus und wartet weiter auf ein Äquivalent. Und Sonos täte gut daran, das Tempo zu halten, denn die Konkurrenz schläft gerade ausgesprochen wenig. Sechs Aktionen sind ein Anfang. Die Wunschliste der Community ist länger.





