Wer im Juli 2026 eine Midea PortaSplit kaufen will, braucht bisher vor allem eins: Glück. Ich hatte das Gerät Ende Mai im Warenkorb und einen Tag zu lange nachgedacht, seitdem teile ich mir mit halb Deutschland die Suche nach Restbeständen. Jetzt kommt Bewegung rein, aus zwei Richtungen gleichzeitig.
Update 22. August: Vor dem Kauf lesen, die Bluetooth-Lücke
Wer in der Nachschub-Welle zugeschlagen hat, sollte eine Meldung dieser Woche kennen: heise hat gezeigt, dass sich die PortaSplit in Bluetooth-Reichweite ohne Kopplung und PIN steuern lässt. Nicht übers Internet, aber vom Nachbarbalkon. Midea kündigt ein Firmware-Update ohne Termin an. Was das für Besitzer heißt, steht im Artikel zur PortaSplit-Sicherheitslücke. Am Kaufrat ändert das nichts, am Update-Verhalten nach dem Auspacken schon.
30.7.: ausverkauft III
Selbstredend ist selbst um 15.00 Uhr das Kontingent ausverkauft, sobald die Ware im Warenkorb landet. Sorry tado aber habt ihr das nötig? Wie viele Einheiten werden eigentlich angeboten und welche Maßnahmen wurden ergriffen, um Bots und Scalper auszuschließen?
Update 29. Juli: 76 toom-Filialen melden Bestand, kaufen kann man trotzdem nirgends
Bei toom lief heute eine auffällige Welle durchs Filialnetz. Stefan Jilinski, der mit sucheklima.de die PortaSplit-Verfügbarkeit deutschlandweit trackt, hat mir seine Tagesauswertung geschickt: Ab etwa 9 Uhr meldeten immer mehr toom-Standorte Bestand für die PortaSplit, in der Spitze um 15:30 Uhr waren es 48 Filialen gleichzeitig, über den Tag verteilt insgesamt 76. Vorn liegt Nordrhein-Westfalen mit 19 Standorten, am Abend waren noch 24 Filialen übrig.
Bevor du jetzt ins Auto springst: Kein einziger dieser Standorte bot einen bestätigten Kaufweg. toom führt das Gerät weiterhin in keinem Online-Katalog, bestellen oder reservieren geht ebenfalls nicht. Stefans Tracker stuft die Filialen deshalb bewusst nur als „Bestand gemeldet“ ein, nie als verfügbar. Dazu kommt ein Detail, das ihn selbst stutzig macht: Die gemeldeten Bestände verschwinden fast immer nach exakt 90 Minuten oder einem Vielfachen davon. Das sieht ihm eher nach einem Automatismus in der Warenwirtschaft aus als nach echtem Abverkauf. Wer einen der Märkte in der Nähe hat: vorher anrufen, nicht blind hinfahren.
Zur Ehrlichkeit gehört: Das ist die Beobachtung eines einzigen Tages, in einem Markt nachgefragt hat noch niemand. Ob echte Ware dahintersteckt oder nur ein Datenbank-Schluckauf, entscheidet sich, wenn sich das Muster wiederholt, dann liest du es hier. Bei OBI sieht es derweil mau aus: In 48 Stunden gab es nur kurze Fenster in zwei bayerischen Märkten, beide über UVP.
Update 3: Die Mondpreise stehen jetzt direkt bei MediaMarkt und Saturn
Die Scalper-Preise haben die offiziellen Storefronts erreicht: Bei MediaMarkt und Saturn steht die PortaSplit aktuell für 2.499,99 Euro auf der normalen Produktseite, verkauft nicht vom Markt selbst, sondern von einem Marktplatzhändler, rund 108 Prozent über der Preisempfehlung. Saturn kennzeichnet die Übernahme immerhin mit einem Hinweis, bei MediaMarkt steht derselbe Preis kommentarlos. Wie diese Masche funktioniert, steht unten im Scalper-Abschnitt.
Update 2: weiterhin kein stabiler Bestand
Zwei Wochen nach der Meldung, dass über 50 Container Richtung Europa unterwegs seien, hat sich für Normalkäufer schlicht nichts geändert. Weder Bauhaus noch OBI noch Amazon zeigen stabilen Bestand, von einem breiten Nachschub in deutschen Märkten fehlt weiterhin jede Spur. ‚Unterwegs‘ heißt hier offenbar: noch lange nicht im Regal. Der einzige verlässliche Kanal bleibt der tado-Donnerstag, mit denselben miesen Chancen wie beim ersten Mal.
Update 1: Im Westen nichts Neues
Der erste Donnerstags-Drop ist durch, und er hat genau eine Minute gehalten. Ich saß ab 14:45 Uhr vor dem Shop, eine Viertelstunde vor dem Start, hatte das Gerät im Warenkorb und kam bis zur Adresseingabe. Dann eine Fehlermeldung über Redirect-Fehler, und um 15:01 Uhr stand da Ausverkauft. Danke für nix. Der einzige Trost: Für 1.199 Euro war das Gerät ohnehin überteuert. Nächster Versuch: kommenden Donnerstag um 15 Uhr, mit exakt denselben Aussichten.
- Midea hat die Tagesproduktion auf 6.000 PortaSplit-Einheiten verdoppelt.
- Seit dem 8. Juli sind über 50 Container per Zug und Schiff nach Europa unterwegs.
- tado verkauft sein PortaSplit-Kühlset ab 16. Juli wöchentlich donnerstags um 15 Uhr.
- Das tado-Set kostet 1.309 Euro, die Solo-PortaSplit 1.199 Euro, zuzüglich 75 Euro Spedition.
- Scalper listen das Gerät auf Amazon für bis zu 3.999 Euro, der Normalpreis lag im November unter 700 Euro.
Wo du jetzt eine PortaSplit kaufen kannst
6.000 Geräte am Tag: Midea hat die Produktion verdoppelt
Midea hat nach einem Großauftrag über 160.000 Anlagen die Produktionskapazität im Werk Guangzhou verdoppelt und stellt inzwischen bis zu 6.000 PortaSplit am Tag her. Seit dem 8. Juli sind mehr als 50 Container Richtung Europa unterwegs, überwiegend per Güterzug und Frachtschiff. Die Zahlen stammen vom chinesischen Portal ITHome, heise hat sie am Mittwoch aufgegriffen.
Zwei Dinge bleiben offen, und es sind leider die wichtigsten: wann die Geräte in deutschen Bau- und Elektromärkten stehen und wie viele davon überhaupt für den deutschen Markt bestimmt sind. 50 Container klingen nach viel. Bei dem Nachfragestau, den zwei Hitzewellen aufgebaut haben, ist das aber schneller weg, als die Schiffe nachliefern können.
Und genau das ist zwei Wochen später eingetreten. Bestandstracker wie sucheklima.de zeigen weiterhin flächendeckend Nullen, Aktionen in Bau- oder Elektromärkten sind komplett ausgeblieben. Ein Fachportal brachte es Mitte Juli auf den Punkt: Selbst vermeintliche Entlastungsmechanismen wie Aktionen in Baumärkten fallen aus, weil schlicht keine stabile Liefermenge verfügbar ist. Die einzige Bewegung, die tatsächlich stattfindet, ist der wöchentliche tado-Drop. Alles andere, die 50 Container, die 6.000 Geräte am Tag, ist bislang eine Ankündigung geblieben, kein Regal.
PortaSplit kaufen bei tado: ab morgen jeden Donnerstag um 15 Uhr

Planbarer ist der zweite Kanal. tado verkauft sein Kühlset ab Donnerstag, dem 16. Juli, in wöchentlichen Kontingenten: immer donnerstags um 15 Uhr im tado-Webshop. Ist das Kontingent weg, geht es sieben Tage später zur gleichen Uhrzeit weiter, berichtet SmarthomeAssistent aus der Pressemitteilung.
Das Set kombiniert die PortaSplit (3,5 Kilowatt Kühlleistung, für Räume bis 42 Quadratmeter) mit der tado-Klimasteuerung V3+, die das Gerät per Infrarot fernbedient und App-Zugriff samt Zeitplänen nachrüstet. Beim Preis lohnt der genaue Blick. Zum Start Mitte Juni lief das Kühl-Set für 949 Euro, inzwischen nennt die Pressemitteilung 1.309 Euro. Das nackte Midea-Gerät ohne tado-Controller steht im selben Shop für 1.199 Euro, beide gerade ausverkauft mit Lieferung ab Kalenderwoche 30, dazu je knapp 75 Euro Speditionsversand. Für die smarte Steuerung zahlst du also gut 100 Euro Aufpreis, und für ein mobiles Klimagerät ist selbst der Solo-Preis sportlich. Was die Kombination taugt und an welcher Stelle tado die Hand für ein Abo aufhält, habe ich mir beim Start des Kühlsets angesehen.
Zur Einordnung: Die PortaSplit solo lag im November bei unter 700 Euro. Das Set kostet fast das Doppelte, dafür ist die smarte Steuerung dabei und du kaufst beim Hersteller statt beim Zwischenhändler. Günstig ist anders, seriös immerhin schon.
Die Restock-Lotterie: gegen Bots verliert jeder Daumen
Die Verzweiflung hat inzwischen ihre eigene Infrastruktur. Karten wie braucheklima.de zeigen den Filialbestand von Bauhaus bis Toom, Dienste wie bestell.bar pingen dich an, sobald online ein Kontingent auftaucht, und gefühlt hat halb Deutschland dieselben Push-Nachrichten abonniert. Der Ablauf ist trotzdem immer gleich: Benachrichtigung, App auf, Gerät in den Warenkorb, und beim Bezahlen ist es weg. Gegen ein Skript, das den Kauf in zwei Sekunden durchzieht, verliert jeder Daumen.

Seit Kurzem gibt es einen Tracker, der genau das anders macht, was mich an den anderen stört. sucheklima.de färbt eine Filiale erst grün, wenn Bestand und ein echter Kaufweg zusammenkommen, nicht schon bei jeder vagen Bestandsmeldung, die dich zur leeren Anfahrt schickt. Und auf Marktplätzen wie MediaMarkt oder Saturn kennzeichnet die Seite, wenn ein Fremdhändler die sogenannte Buybox hält (das Kauffeld mit dem Bestellbutton), und reicht dessen Aufschlag nicht als vermeintliches Schnäppchen durch. Als ich reingeschaut habe, standen dort ehrliche null bestellbare Filialen, was der Lage gerade leider exakt entspricht. Ein Ein-Mann-Projekt, finanziert über Affiliate-Links wie meine hier auch, aber mit genau der Logik, die ich mir von den Alarmdiensten die ganze Zeit gewünscht hätte.
Und wo tauchen die Geräte wieder auf, die die Bots abgegriffen haben? Auf Amazon und den Marktplätzen, wo sie irgendein findiger Zeitgenosse für 2.500 Euro listet, als wäre eine mobile Klimaanlage ein Sammlerstück mit Wertsteigerungspotenzial. homeandsmart hat sogar Trittbrettfahrer-Angebote bis 3.999 Euro dokumentiert. Zur Erinnerung: Das ist ein Baumarkt-Klimagerät, kein Picasso.
Seit Ende Juli geht das Spiel eine Etage höher: Auch bei MediaMarkt und Saturn steht die PortaSplit inzwischen für 2.499,99 Euro auf der offiziellen Produktseite, gleiche Artikelnummer, aber verkauft vom Marktplatzhändler Collectronics statt vom Markt selbst. Aufgefallen ist das dem Betreiber von sucheklima.de, dessen Tracker genau solche Übernahmen aussortiert, dort stehen beide Händler ehrlich als nicht bestellbar. Ich habe es gegengeprüft: Bei Saturn steht wenigstens ein Hinweis dabei, dass das eigene Aktionsangebot ausverkauft ist und ein Marktplatzpartner zu einem anderen Preis liefert. MediaMarkt zeigt denselben Preis ohne diese Einordnung.


2.500 Euro an Scalper zahlen? Der Sommer ist dafür zu kurz
Auch unterhalb der Sammlerstück-Klasse hat sich nichts gebessert. Bei 1.400 Euro fängt es für die Solo-PortaSplit überhaupt erst an, auf Amazon klettern die Angebote längst deutlich höher, und die Hitzewelle rollt ja bereits. Wer so viel für ein Baumarkt-Klimagerät zahlt, finanziert vor allem den Scalper, der es abgegriffen hat. Dazu kommen die Fake-Shops, vor denen inzwischen selbst die tagesschau warnt. Woran du sie erkennst und welche lieferbaren Geräte als Ausweich taugen, steht in meinem Alternativen-Artikel.
Ein Shop, der die PortaSplit sofort lieferbar zum Normalpreis listet, während alle anderen leer sind, ist kein Glücksfund. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Falle.
Ich war 15 Minuten zu früh da und hatte trotzdem keine Chance

Ich habe im Frühjahr mit dem Kauf der PortaSplit gezögert und bezahle seitdem mit Schwitzen. Diesmal wollte ich es besser machen: Ich saß schon um 14:45 Uhr vor dem Shop, eine Viertelstunde vor dem Start. Gebracht hat es genau nichts. Um 15:01 Uhr war Schluss, und ich hing in einer Fehlermeldung fest. Wer früher da ist, gewinnt hier nichts, weil der Gegner kein Mensch ist. Wer die smarte Steuerung sowieso wollte, kann es kommenden Donnerstag wieder versuchen. Wer nur das nackte Gerät will, wartet auf den Regal-Nachschub und lässt die Scalper auf ihren Mondpreisen sitzen. Ich mache es diesmal so.
Und wer schon eine ergattert hat und sie mit Home Assistant steuern will, sollte die Einrichtung nicht aufschieben: Midea schaltet die dafür nötigen Cloud-Schnittstellen nach und nach ab. Die Details stehen in meinem Artikel zur PortaSplit in Home Assistant.
Sagen wir es, wie es ist: Wahrscheinlich ist auch das Kontingent morgen um 15 Uhr in Sekunden vergriffen, und ja, Artikel wie dieser treiben den Run mit an. Bau dir den Tag nicht drum herum. Der ruhigere Weg ist der breite Baumarkt-Nachschub der nächsten Wochen, wenn die 6.000 Geräte pro Tag hier ankommen. Und bei der Hitze ist Warten im abgedunkelten Zimmer die gesündere Wahl als ein F5-Marathon.
Deine Fragen zum PortaSplit-Nachschub
Wann ist die Midea PortaSplit wieder normal verfügbar?
Einen offiziellen Termin gibt es nicht. Midea verschifft seit dem 8. Juli Nachschub nach Europa, wann und in welcher Menge die Geräte in deutschen Märkten ankommen, ist offen. Planbar ist aktuell nur der wöchentliche Verkauf des tado-Kühlsets.
Was kostet das tado-Kühlset mit der PortaSplit?
Das Kühl-Set mit tado-Steuerung liegt bei rund 1.309 Euro, das nackte Midea-Gerät bei 1.199 Euro, dazu je knapp 75 Euro Speditionsversand. Enthalten sind die PortaSplit mit 3,5 Kilowatt Kühlleistung und die tado-Klimasteuerung V3+. Verkauf immer donnerstags ab 15 Uhr, erstmals am 16. Juli 2026.
Lohnt es sich, die PortaSplit zum Scalper-Preis zu kaufen?
Aus meiner Sicht nein. Im November lag das Gerät bei unter 700 Euro, aktuell werden auf Amazon das Doppelte bis Dreifache aufgerufen. Mit dem anrollenden Nachschub dürften die Preise eher fallen als weiter steigen.
Woran erkenne ich Fake-Shops bei der PortaSplit-Suche?
Typische Warnsignale sind sofortige Lieferbarkeit zum Normalpreis, während das Gerät überall sonst ausverkauft ist, und Vorkasse als einzige Zahlungsart. Im Zweifel den Shop vor der Bestellung prüfen. Oder einfach meiden – spart Geld und Ärger, heiß ist dir doch eh schon…





