Die Midea PortaSplit bekommt ein tado-Gehirn: Der Heizungs-Spezialist verkauft ab sofort ein Kühl-Set aus seiner smarten Klimaanlagen-Steuerung V3+ und der meistverkauften Mobil-Splitklimaanlage Deutschlands, für 949 Euro im eigenen Webshop. Der eigentliche Trick steckt im Zusammenspiel mit dem dynamischen Stromtarif tado HOURLY: Die Anlage soll dann kühlen, wenn der Strom am günstigsten ist.
Update 15. Juli: tado verkauft das Set inzwischen in wöchentlichen Kontingenten, immer donnerstags um 15 Uhr, und der Preis ist auf 1.309 Euro geklettert. Was hinter dem neuen Verkaufsmodell steckt, steht hier.
Mittags kühlen, wenn die Sonne den Strompreis drückt
Die Idee hinter dem Set ist die sinnvollste Art, über Klimaanlagen und Stromkosten nachzudenken. An Sommertagen ist Strom an der Börse mittags am billigsten, weil die Solaranlagen das Netz fluten, und genau dann ist auch der Kühlbedarf am höchsten. Der Tarif tado HOURLY reicht die stündlichen Börsenpreise an den Haushalt durch, die V3+-Steuerung legt die Kühlphasen in die günstigen Stunden. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, lässt die Wohnung in der Solar-Mittagszeit vorkühlen, statt abends zur teuren Netzspitze gegen die aufgeheizten Wände anzukämpfen.
Das Prinzip kennt man von der Einspeise-Seite: Was beim Balkonkraftwerk die verbrauchsgesteuerte Einspeisung ist, ist hier der preisgesteuerte Verbrauch. Beides läuft auf dieselbe Erkenntnis hinaus: Die interessanten Energie-Features 2026 stecken nicht in der Hardware, sondern im Timing. Inzwischen wendet tado dasselbe Prinzip auf das Laden des E-Autos an.
Der Midea PortaSplit Preis-Check: 949 Euro wollen erklärt werden
tado rechnet das Set über den eigenen Shop-Preis schön: Dort kostet die PortaSplit einzeln 899 Euro, das Set wirkt mit 50 Euro Aufpreis wie ein Schnäppchen. Gegen den Straßenpreis gerechnet zahlst du für die smarte Steuerung rund 150 Euro. Das kann sich über den HOURLY-Tarif trotzdem rechnen, aber nur, wenn die Anlage im Sommer regelmäßig läuft und du den Tarifwechsel tatsächlich mitmachst.
Und dann ist da der Reflex, den ich bei tado inzwischen automatisch habe: erst im Kleingedruckten nachsehen, woran das Abo hängt. Das Muster ist seit Jahren dasselbe, die Funktion ist gratis, der Komfort kostet. Die Fenster-offen-Erkennung meldet auch ohne Abo, das automatische Reagieren steckt im Auto-Assist-Abo. Bei einem Set, das mit Automatisierung wirbt, gehört diese Position in jede Kaufrechnung, so wie zuletzt beim tado-X-Update, das still über Nacht kam.
Gute Idee mit ehrlicher Rechnung, bitte
Strompreisgesteuertes Kühlen ist genau die Art Smart-Home-Funktion, die sich nicht nur gut anfühlt, sondern messbar Geld spart, und die PortaSplit ist als Basis eine nachvollziehbare Wahl, das Ding war letzten Sommer dauernd ausverkauft, und in der Hitzewelle 2026 wiederholt sich das Spiel zu Wucherpreisen. Falls du gerade vor leeren Regalen stehst: Welche Ausweichoptionen wirklich taugen und welche nur teuer sind, steht im PortaSplit-Alternativen-Check. Wer ohnehin einen dynamischen Stromtarif plant und eine mobile Klimaanlage sucht, bekommt hier ein rundes Paket. Wer die PortaSplit schon besitzt, kauft die V3+-Steuerung einzeln und spart sich das Set. Wer stattdessen Home Assistant im Haus hat, braucht tado unter Umständen gar nicht, sollte sich aber die Cloud-Warnung zur PortaSplit in Home Assistant ansehen, bevor Midea dort die Tür zumacht. Und wer bei tado kauft, rechnet das Abo von Anfang an mit ein. Nicht weil es teuer wäre, sondern weil es sonst später in der Rechnung auftaucht, wenn die Wohnung schon kühl ist.





