Die Saugroboter zur IFA 2026 haben mir eine Zahl kaputt gemacht. Mein Ecovacs Deebot T30S Pro aus dem Test von 2024 saugt mit 11.000 Pascal, und ich habe diese Zahl damals ernsthaft mit der Konkurrenz verglichen. Heute stellt Ecovacs für 599 Euro einen Roboter mit 40.000 Pascal vor, und das Flaggschiff für 1.299 Euro kommt mit 27.000. Dazu bringen Roborock, DJI, Anker und Narwal an einem Tag mehr Wischwalzen nach Berlin, als es vor zwei Jahren im ganzen Markt gab.
- Roborock Saros 20 Flow Complete: 27-Zentimeter-Wischwalze mit 240 Umdrehungen, 36.000 Pascal, 8,98 Zentimeter flach, klettert Doppelschwellen bis 8,8 Zentimeter; Preis und Termin nennt Roborock nicht, SmarthomeAssistent erwartet rund 1.500 Euro
- DJI Romo P2 kostet 1.299 Euro, der Romo A2 1.199 Euro, vom 9. bis 30. September 1.059 beziehungsweise 1.049 Euro; 36.000 Pascal, erkennt 2 Millimeter dünne Kabel und Glas, ein Local Data Mode ohne Internetverbindung folgt im vierten Quartal 2026
- Ecovacs Deebot X12S OmniCyclone 1.299 Euro und X12S Pro Omni 1.099 Euro ab 9. September mit 27.000 Pascal; T90S Pro Omni 799 Euro ab 24. September und T90 Max Pro Omni 599 Euro ab 9. September mit je 40.000 Pascal
- Anker eufy HydroJet E35 für 999 Euro mit 29-Zentimeter-Walze, 16 Newton Anpressdruck und Matter, Versand ab 24. September; C30 Edge für 699 Euro mit ausfahrbaren Pads und Matter-Zertifikat Ende September
- Narwal Freo 20 für 999 Euro und Freo 20 Edge für 799 Euro starten regulär am 4. September in Deutschland, die Walze wird mit bis zu 60 Grad heißem Wasser gespült
- In den Vorabtests von SmarthomeAssistent wischt der Ecovacs X12S OmniCyclone mit Note 1,0 am besten, der Roborock Saros 20 Flow trotz Walze nur mit 3,4
Roborock Saros 20 Flow Complete: Die Walze kommt ins Flaggschiff, der Preis nicht
Roborock hat die Wischwalze dieses Jahr erst in die Mittelklasse gesteckt, mit dem Qrevo Curv 2 Flow und dem Qrevo Edge 2 Flow, jetzt ist die Saros-Spitze dran. Der Saros 20 Flow Complete wischt mit einer 27 Zentimeter breiten Walze, die 240 Mal pro Minute dreht, über 16 Düsen ständig Frischwasser bekommt und mit 15 Newton auf den Boden drückt. Auf Teppichen fährt eine Abdeckung über die Walze, damit sie trocken bleibt, in der Station wird sie mit 100 Grad heißem Wasser gewaschen.
Das Fahrwerk kennt man: 36.000 Pascal, 8,98 Zentimeter Höhe und ein anhebbares Chassis, das Doppelschwellen von 4,5 plus 4,3 Zentimetern nimmt. Das sind dieselben 8,8 Zentimeter, die mich im März beim Saros 20 Sonic zweimal hinsehen ließen, nur eben mit Walze statt Vibrationsmopp. Der Saros 20 Neo bleibt bei klassischen Pads, ist mit 7,95 Zentimetern noch flacher und schafft laut Roborock knapp 350 Quadratmeter pro Ladung.
Was Roborock nicht sagt, ist das Wichtigste: Preise und Termine gibt es für keines der Geräte, auch nicht für den Poolroboter RockAqua P1 und den treppensteigenden Saros Rover, der in Berlin seine Europapremiere feiert. SmarthomeAssistent tippt beim Flow Complete auf rund 1.500 Euro, das wäre das Niveau von Sonic und Saros 20. Dazu zeigt Roborock den RockNeo Q2 LiDAR, einen Mähroboter ohne RTK-Antenne für 800 Quadratmeter, der in die Lücke passt, die ich im Mai in der RockMow-Reihe beschrieben habe.
DJI Romo P2 und A2: 1.299 Euro, Kletterbeine, und ein Offline-Schalter als Antwort auf die Sicherheitslücke
Der erste Romo war ein starker Roboter mit einem Preis von 1.899 Euro und einem Sicherheitsproblem, das The Verge als Krise bezeichnet: Tausende Geräte waren weltweit erreichbar, samt Grundriss und Kamerabild.
DJI hat gepatcht, und die zweite Generation bringt jetzt die Antwort in Form eines Schalters. Der Local Data Mode trennt die DJI-Home-App vom Internet, Aufnahmen werden nicht mehr synchronisiert, Kamera und Mikrofon lassen sich abschalten, gespeicherte Daten löschen. Er kommt im vierten Quartal per Update, später auch für die erste Generation.
Technisch legt der Romo P2 überall nach: 36.000 Pascal, eine Hinderniserkennung, die 2 Millimeter dünne Kabel und Glas erkennt, ein LiDAR-gesteuerter Schwenkarm mit 123 Grad, der 7,8 Zentimeter weiter reicht, zwei Beine für Schwellen bis 4 Zentimeter einzeln oder 8,5 Zentimeter doppelt, und laut DJI 85 Prozent weniger Lautstärke. Die Station soll 365 Tage ohne Wartung auskommen. Das Design mit transparentem Gehäuse bleibt, der günstigere Romo A2 ist die blickdichte Variante.
Die zweite Nachricht steckt im Preis: 1.299 Euro für den P2, 1.199 Euro für den A2, und zum Start vom 9. bis 30. September 1.059 beziehungsweise 1.049 Euro. Das sind 600 Euro weniger als die erste Generation zum Start.
Dass ein Hersteller einen Offline-Modus als Produktmerkmal bewirbt, wäre vor der Lücke undenkbar gewesen, und es ist genau die Richtung, die ich mir für Geräte mit Kamera im Wohnzimmer seit Jahren wünsche. Ob der Modus auch Home Assistant oder Matter öffnet, sagt DJI nicht.
Ecovacs: 40.000 Pascal für 599 Euro, das Flaggschiff hat 27.000
Ecovacs hat das Portfolio komplett umgebaut und dabei die Saugkraft-Logik auf den Kopf gestellt. Der Deebot X12S OmniCyclone ist das Flaggschiff für 1.299 Euro, mit beutelloser Station, 27-Zentimeter-Walze, einer Milbenkammer für Teppiche und einer Station, die ihr eigenes Schmutzwasser zeitgesteuert erhitzt, damit nichts müffelt. Saugkraft: 27.000 Pascal mit BLAST-Funktion.
Die Variante mit Staubbeutel heißt X12S Pro Omni und kostet laut SmarthomeAssistent 1.099 Euro, appgefahren nennt 799 Euro, was vermutlich der Preis des T90S ist. Bis der Ecovacs-Shop das klärt, gilt für mich die höhere Zahl.
Eine Klasse tiefer steht der T90S Pro Omni für 799 Euro ab 24. September mit 40.000 Pascal, Matter und einer Station, die ihre Waschschale nach jedem Gang mit einer „Giant Wave“ durchspült.
Ganz unten sitzt der T90 Max Pro Omni für 599 Euro ab 9. September, ebenfalls 40.000 Pascal, dieselbe Walze, aber ohne Kamera für die Hinderniserkennung. Das günstigste Gerät saugt auf dem Papier stärker als das teuerste, weil Ecovacs beim X12S auf einen leiseren 53-Air-Watt-Motor mit Zyklon setzt.
Mein T30S Pro hatte im Test eine kleine Sehschwäche bei herumliegenden Kabeln, und der T90 Max verzichtet gleich ganz auf die Kamera. Wer Kinder oder einen Hund hat, sollte deshalb die 200 Euro zum T90S drauflegen.
Zu allen Modellen gibt es Startrabatte von 50 bis 100 Euro, beim X12S bis 23. September, beim T90S vom 29. September bis 7. Oktober. Der Fensterroboter Winbot W2S Pro Omni kommt für 599 Euro dazu.
Anker eufy HydroJet E35 und C30 Edge: Matter ab Werk, 16 Newton auf der Walze, und ein eckiges Gehäuse
Anker bringt zwei Sauger unter dem neuen Doppelnamen. Der HydroJet E35 für 999 Euro nutzt eine 29 Zentimeter lange Wischrolle mit 16 Newton Anpressdruck, die ständig mit Frischwasser gespült und in der Station mit 60 Grad gewaschen wird, dazu 35.000 Pascal aus einem TÜV-zertifizierten Mehrfach-Zyklon, der die Saugkraft über die Zeit halten soll. Schwellen bis 3 Zentimeter sind drin, Matter ist an Bord, Vorbestellungen laufen, Versand ab 24. September.
Zwei Dinge fallen auf. Das Gerät ist mit 11,6 Zentimetern deutlich höher als Roborock und Ecovacs, und es ist eckig. SmarthomeAssistent merkt aus eigenen Tests an, dass sich diese Bauform nicht auf der Stelle drehen kann und deshalb weniger elegant um Stuhlbeine kommt.
Der C30 Edge für 699 Euro bleibt bei zwei rotierenden Pads mit 10 Newton, die bis zu 76 Millimeter ausfahren, und ist bereits als Matter-Saugroboter zertifiziert. Beide kommen Ende September, was aus der Marke eufy wird, steht im Tag-1-Überblick.
Narwal Freo 20 startet heute, Dreame lässt sich mit den Preisen Zeit
Narwal startet heute regulär mit dem Freo 20 für 999 Euro und dem Freo 20 Edge für 799 Euro in Deutschland, beide mit einer Walze, die mit bis zu 60 Grad heißem Wasser gespült wird, dazu 31.000 Pascal und zwei RGB-Kameras für die Navigation. Der Flow 2 kostete im April zum Start 1.099 Euro, Narwal rückt also einen Schlag nach unten. Die ersten Tests sind gemischt, IMTEST titelt mit gravierenden Schwächen, Testsieger.de mit viel Reinigungsleistung, ich habe das Gerät nicht in der Hand gehabt.
Dreame zeigt in Berlin den Cyber10 Ultra mit Greifarm und den Aqua20 Pro Ultra Roller X, der mit 180 Grad heißem Dampf wischt, nennt für beide aber noch keine Deutschland-Preise. Beides ist die logische Fortsetzung von Cyber X, dem Treppensteiger für 1.199 Euro, und dem X60 Pro Ultra mit seinem 18-Zentimeter-Arm. Der Marktführer mit 38,4 Prozent Anteil in Deutschland hat es nicht eilig, das merkt man den Ankündigungen an.
Fehlt noch das, was in keinem Datenblatt steht. SmarthomeAssistent hat drei der Geräte vor dem Marktstart durch das eigene Testareal geschickt, und die Wischnoten laufen quer zu den Preisen: Der Ecovacs X12S OmniCyclone wischt mit 1,0, der DJI Romo P2 mit 2,5, der Roborock Saros 20 Flow Complete trotz Walze nur mit 3,4.
Beim Saugen dreht sich das Bild, dort führt Roborock mit 1,6 vor DJI mit 1,8 und Ecovacs mit 2,5. Wer die Walze wegen Flecken kauft, sollte diese Zahlen kennen, sie stehen in keiner Pressemitteilung.
| Modell | Saugkraft | Wischsystem | UVP | Start in DE |
|---|---|---|---|---|
| Roborock Saros 20 Flow Complete | 36.000 Pa | Walze 27 cm, 100 °C Wäsche | offen | offen |
| Roborock Saros 20 Neo | 36.000 Pa | Pads, 14 N | offen | offen |
| DJI Romo P2 | 36.000 Pa | Pads mit Schwenkarm | 1.299 € | 9. September |
| DJI Romo A2 | 36.000 Pa | Pads mit Schwenkarm | 1.199 € | 9. September |
| Ecovacs X12S OmniCyclone | 27.000 Pa | Walze 27 cm, beutellos | 1.299 € | 9. September |
| Ecovacs X12S Pro Omni | 27.000 Pa | Walze 27 cm, Staubbeutel | 1.099 € | 9. September |
| Ecovacs T90S Pro Omni | 40.000 Pa | Walze 27 cm, Matter | 799 € | 24. September |
| Ecovacs T90 Max Pro Omni | 40.000 Pa | Walze, ohne Kamera | 599 € | 9. September |
| Anker eufy HydroJet E35 | 35.000 Pa | Walze 29 cm, 16 N, Matter | 999 € | 24. September |
| Anker eufy C30 Edge | 35.000 Pa | Pads, 76 mm ausfahrbar, Matter | 699 € | Ende September |
| Narwal Freo 20 | 31.000 Pa | Walze, 60 °C Spülung | 999 € | 4. September |
| Narwal Freo 20 Edge | k. A. | Walze, Kantenfokus | 799 € | 4. September |
Die Startrabatte laufen kurz: DJI bis 30. September (1.059 statt 1.299 Euro), Ecovacs X12S bis 23. September (minus 100 Euro), T90 Max bis 23. September (minus 50 Euro), T90S vom 29. September bis 7. Oktober (minus 100 Euro). Wer Roborock will, wartet auf einen Preis, den es noch nicht gibt. Wer einen Sauger in Home Assistant oder Apple Home einbinden will, achtet auf Matter: Das haben zum Start Ecovacs T90S, eufy E35 und C30 Edge, DJI und Roborock schweigen dazu.
Bei meinem Ecovacs-Test 2024 habe ich die 11.000 Pascal noch ernsthaft mit anderen Modellen verglichen. Heute steht fast die vierfache Zahl auf einem Gerät für 599 Euro, und das Flaggschiff desselben Herstellers hat weniger. Ich glaube, die Pascal-Angabe hat den Punkt erreicht, den Megapixel bei Handykameras vor zehn Jahren hatten: Sie steht noch auf dem Karton, weil sie mal etwas bedeutet hat. Was mich mehr beschäftigt, ist der Schalter bei DJI, der das Internet abklemmt. Vor der Sicherheitslücke hätte das niemand als Feature verkauft, jetzt steht es in der Pressemitteilung.
Saugroboter zur IFA 2026: Kauf nach Wischsystem, nicht nach Pascal, und bei Roborock nach dem Preis
Wenn ich heute einen Saugroboter für ein Haus mit Hund und Fliesen bestellen müsste, wäre es der Ecovacs T90S Pro Omni für 799 Euro, mit Walze und Kamera, mit Matter, und im Oktober noch 100 Euro günstiger. Der T90 Max für 599 Euro ist das bessere Angebot für Wohnungen ohne Kabelsalat auf dem Boden. Wer die beste Wischleistung will, nimmt nach den Vorabtests den X12S OmniCyclone, nicht den Roborock.
Der DJI Romo P2 ist zum Startpreis von 1.059 Euro der interessanteste Roboter des Tages, aber ich würde ihn erst kaufen, wenn der Local Data Mode tatsächlich auf dem Gerät ist, nicht wenn er angekündigt ist. Und Roborock hat den flachsten Roboter mit Walze gebaut und vergessen, ihm einen Preis zu geben. Solange der fehlt, ist der Saros 20 Flow Complete ein Messestück.
Die Fragen vor dem Saugroboter-Kauf im September
Was kostet der Roborock Saros 20 Flow Complete?
Das sagt Roborock noch nicht. Zur IFA 2026 nennt der Hersteller weder Preis noch Termin für den Saros 20 Flow Complete, den Saros 20 Neo, den Saros Rover oder den Poolroboter RockAqua P1. SmarthomeAssistent erwartet für das Flow Complete rund 1.500 Euro, das Niveau von Saros 20 und Saros 20 Sonic.
Was kostet der DJI Romo P2 in Deutschland?
1.299 Euro UVP, der Romo A2 kostet 1.199 Euro. Vom 9. bis 30. September 2026 gibt es Startpreise von 1.059 Euro für den P2 und 1.049 Euro für den A2, das Clean More Combo kostet in dieser Zeit 1.099 statt 1.349 Euro.
Was ist der Local Data Mode beim DJI Romo 2?
Ein Offline-Modus, der die DJI-Home-App vom Internet trennt. Fotos und Kamerabilder werden nicht mehr synchronisiert, Kamera und Mikrofon lassen sich komplett abschalten, gespeicherte Daten löschen. Der Modus kommt im vierten Quartal 2026 per Update und soll später auch die erste Romo-Generation bekommen.
Welcher neue Ecovacs Deebot hat die höchste Saugkraft?
Die Mittelklasse, nicht das Flaggschiff. Deebot T90S Pro Omni (799 Euro) und T90 Max Pro Omni (599 Euro) kommen auf 40.000 Pascal, das Flaggschiff X12S OmniCyclone (1.299 Euro) auf 27.000 Pascal mit einem leiseren Zyklon-Motor. Im Vorabtest von SmarthomeAssistent wischt der X12S trotzdem am besten.
Welche Saugroboter der IFA 2026 unterstützen Matter?
Zum Start bestätigt sind der Ecovacs Deebot T90S Pro Omni, der Anker eufy HydroJet E35 und der Anker eufy C30 Edge, letzterer ist bereits als Matter-Saugroboter zertifiziert. Für die neuen Roborock-Saros-Modelle und die DJI-Romo-2-Serie nennen die Hersteller bislang keine Matter-Unterstützung.





