Der Dreame Cyber X wurde am 27. Mai 2026 auf dem Dreame Sphere Event in Chantilly bei Paris vorgestellt. Es ist der erste Saug-Wischroboter mit dokumentierter Treppen-Logik, der konkretes Datum und konkreten Preis mitbringt. Vier kettengetriebene Raupen statt Räder, ein 5.200-mAh-Akku und ein 3D-ToF-Sensor für die Stufenerkennung. Das Modul schafft 42 Grad Steigung, braucht 27 Sekunden pro Stufe und kostet 1.199 Euro, der Marktstart ist für September 2026 angekündigt.
Vier Raupen statt Räder, 5.200 mAh statt der üblichen 4.000
Cyber X ist mechanisch kein Saugroboter mit Treppen-Add-on, sondern eine eigene Plattform. Statt der üblichen zwei Antriebsräder mit Bürsten dazwischen sitzen vier kettengetriebene Raupen am Chassis. Jede Raupe hat ihre eigene Stoßdämpfung, die einzeln auf der Stufenkante einfedert, und ein Profil, das laut Dreame an Industrie-Crawler aus dem Robotik-Bereich angelehnt ist. Der 3D-ToF-Sensor (Time-of-Flight, ein Lasersensor, der Distanzen pro Pixel misst) erfasst die Treppe als 3D-Modell, bevor der Roboter die erste Stufe anfährt.
Der Akku ist auf 5.200 mAh dimensioniert, ein knappes Drittel über den üblichen 4.000 mAh in der Premium-Klasse. Treppen fressen Strom, vor allem das Anfahren am Steigungs-Maximum. Bei 42 Grad ist der Cyber X laut Dreame-Datenblatt am physikalischen Limit der Reibung, eine Stufe steiler und die Raupen verlieren Grip. Die maximale Stufenhöhe gibt Dreame mit 30 Zentimetern an, das deckt deutsche Norm-Treppen ab. Was im Datenblatt nicht steht: Wie lange der Akku eine 13-stufige Treppe inklusive Wieder-Hochfahren durchhält, und ob die Raupen auf Eichenparkett anders haften als auf Linoleum. Beides sind Daten, die erst Produkttests zeigen werden.
27 Sekunden pro Stufe: die Rechnung für ein zweistöckiges Haus
27 Sekunden pro Stufe klingt schnell, bis man rechnet. Eine deutsche Standardtreppe in einem Reihenhaus hat 13 bis 16 Stufen pro Etage. Bei 13 Stufen sind das knapp sechs Minuten reine Treppen-Bewegung pro Etagenwechsel. Wer den Roboter morgens in der oberen Etage startet und am Abend wissen will, dass die untere auch gesaugt ist, bekommt zwei Etagenwechsel: einmal runter, einmal wieder hoch zur Ladestation. Zwölf Minuten Treppe pro vollständigem Tageszyklus, on top zu den eigentlichen Saugzeiten in beiden Etagen.
Die Alternative ist seit Jahren die gleiche: zwei Saugroboter, einer pro Etage. Das funktioniert ohne Sensoren, ohne Treppenlogik, ohne 1.199-Euro-Modul. Es scheitert nur an der zweiten Ladestation, die nochmal Platz braucht, und an Familien, in denen das zweite Gerät dem ersten in die Quere kommt. Für solche Haushalte ist der Cyber X die ehrlichere Lösung, wenn er liefert, was das Datenblatt verspricht.
1.199 Euro für das Modul, plus Basis-Modell aus der X60-Pro-Serie
Der Preis von 1.199 Euro gilt für das Cyber-X-Modul. Ohne ein Basis-Modell aus der Dreame-X60-Pro-Serie macht das Modul nichts. Nur diese Serie ist nach Stand des Sphere-Events kompatibel, weitere Modelle sollen folgen. Die naheliegende Kombination ist der X60 Pro Ultra Complete mit rund 1.499 Euro UVP. Wer beides will, landet bei knapp 2.700 Euro Komplettpreis. Das ist neue Preisklasse für einen Haushalts-Saugroboter, deutlich über dem, was selbst der Roborock Saros 10R oder ein vergleichbares Premium-Modell allein kostet.
Im direkten Vergleich: Zwei separate Premium-Saugroboter aus der gleichen Klasse kosten zusammen rund 1.800 Euro, wenn man den Roborock Qrevo Edge 2 (889 Euro) zweimal nimmt. 900 Euro Aufpreis für die Treppen-Logik, die Frage nach einer zweiten Ladestation entfällt, dafür gibt es ein einzelnes Gerät, dessen Ausfall den ganzen Haushalt trifft. Wer das Modul kauft, wettet auf September-Verfügbarkeit, auf September-Verlässlichkeit und auf einen funktionierenden Service-Kanal, falls die Raupen zickig werden.
Erste konkrete Treppen-Mechanik mit Preis am Markt
Treppen-Saugroboter sind seit Jahren das Demo-Thema der Branche. Roborock hat 2024 auf der CES einen Treppen-Prototypen gezeigt, Yarbo plant für seine Garten-Plattform eine Treppen-Fähigkeit, einige chinesische Hersteller haben Showcase-Videos veröffentlicht. Keiner davon hat bisher Datum, Preis und Vertriebsweg gleichzeitig genannt. Cyber X ist das erste Modell, das alle drei Punkte mitbringt: September 2026, 1.199 Euro für das Modul und Vertrieb über die regulären Dreame-Handelspartner.
Im techboys-Bestand wurde Cyber X bereits beim Dreame X60 Pro Ultra Complete als Concept-Car erwähnt, „Verfügbarkeit und Preis sind unklar“. Genau das hat sich auf dem Sphere-Event geändert. Vom Concept-Car zum Verkaufsprodukt mit Datum. Die Skepsis, ob das Ding wirklich auf einer durchschnittlichen Treppe ankommt und nicht nur auf der Demo-Treppe in Chantilly, bleibt bestehen, ist aber jetzt eine September-Frage und keine theoretische mehr.
Für wen Cyber X passt, für wen zwei Saugroboter besser sind
Cyber X passt in einen spezifischen Haushalt: Reihenhaus oder Maisonette mit zwei Wohnetagen, in denen sich kein Platz für eine zweite Ladestation findet, in denen die Treppe zur Pflichtaufgabe statt zur Ausnahme gehört, und in denen ein einzelnes Premium-Gerät dem Doppel-Setup vorgezogen wird. Wer eine flache Wohnung hat, kauft das X-Modell und spart das Modul. Wer drei Etagen hat, ist mit drei Saugrobotern besser bedient, weil Cyber X auch nur eine Ladestation pro Tag anfahren kann.
Was sich am 27. Mai geändert hat, ist nicht die Frage, ob Treppen-Saugroboter eine gute Idee sind. Die Frage ist, ob Dreame in vier Monaten ein Gerät liefert, das nicht nur auf der Event-Treppe in Chantilly funktioniert. Bis September bleibt der Cyber X eine angekündigte Wette mit Datum und Preis.
Was kostet der Dreame Cyber X und wann ist er erhältlich?
Das Cyber-X-Modul kostet 1.199 Euro und soll im September 2026 über die regulären Dreame-Handelspartner verfügbar sein. Das Modul funktioniert nur in Kombination mit einem kompatiblen Basis-Modell aus der Dreame-X60-Pro-Serie. In Verbindung mit dem X60 Pro Ultra Complete, der rund 1.499 Euro kostet, ergibt sich ein Komplettpreis von knapp 2.700 Euro.
Wie lange braucht der Dreame Cyber X für eine Treppe?
Der Cyber X benötigt laut Dreame 27 Sekunden pro Stufe. Bei einer deutschen Standardtreppe mit 13 bis 16 Stufen entspricht das rund sechs Minuten reiner Treppenzeit pro Etagenwechsel. Wer den Roboter täglich beide Etagen reinigen lässt, kommt auf zwei Etagenwechsel pro Tageszyklus und damit auf etwa zwölf Minuten Treppenfahrt zusätzlich zur eigentlichen Saugzeit.
Welche Treppen kann der Dreame Cyber X befahren?
Der Cyber X schafft laut Datenblatt eine maximale Steigung von 42 Grad, was Dreame als physikalisches Limit der Raupen-Reibung beschreibt. Die maximale Stufenhöhe gibt Dreame mit 30 Zentimetern an, was deutsche Normtreppen abdeckt. Ob die Raupen auf verschiedenen Bodenbelägen wie Eichenparkett oder Linoleum gleich gut haften, ist im Datenblatt nicht angegeben.
Ist ein Dreame Cyber X günstiger als zwei separate Saugroboter?
Zwei Exemplare des Roborock Qrevo Edge 2 kosten zusammen rund 1.800 Euro, das Cyber-X-Modul plus X60 Pro Ultra Complete kommt auf knapp 2.700 Euro. Das entspricht einem Aufpreis von etwa 900 Euro für die Treppen-Logik. Dafür entfällt die zweite Ladestation, allerdings trifft ein Ausfall des einzelnen Geräts den gesamten Haushalt.
Welche Saugroboter können Treppen fahren?
Der Dreame Cyber X ist laut Artikelangaben das erste Modell, das gleichzeitig ein konkretes Datum, einen Preis und einen Vertriebsweg nennt. Roborock zeigte 2024 auf der CES einen Treppen-Prototypen, und weitere Hersteller haben Showcase-Videos veröffentlicht, ohne jedoch Verfügbarkeit oder Preis zu kommunizieren. Der Cyber X soll im September 2026 in den Handel kommen.





