Zwei Jahre lang sah der Echo Hub innen praktisch aus wie am ersten Tag. Jetzt verteilt Amazon ein Echo Hub Update, das die Oberfläche des 8-Zoll-Panels komplett umbaut. Und es legt eine Funktion obendrauf, die aus dem Bedienpanel mehr macht als eine flache Wand-Fernbedienung: Alexa+ durchsucht die Aufnahmen deiner Ring-Kameras nach Szenen, die du in normaler Sprache beschreibst.
- Neues Dashboard: Kacheln und Sektionen lassen sich in der Größe ändern, verschieben oder entfernen.
- Organisation: Ansicht nach Räumen oder Funktionen, neue Gruppen entstehen direkt am Gerät und stehen sofort für die Sprachsteuerung bereit.
- Alexa+ Kamerasuche: Ring-Aufnahmen per natürlicher Sprache durchsuchen, dazu KI-Zusammenfassungen erkannter Ereignisse.
- Kosten: Das Update ist gratis, das Panel kostet weiter 199,99 Euro.
- Rollout: zuerst in den USA, ein Termin für Deutschland fehlt.
Kacheln nach deinem Kopf statt nach Amazons Raster
Die Startseite von 2024 war eine starre Angelegenheit mit vorgegebenen Bereichen und wenig Spielraum. Mit dem Update bestimmst du selbst, welche Geräte und Routinen prominent liegen. Kacheln wechseln per langem Druck den Platz, das Drei-Punkt-Menü öffnet Details wie Dimmstufen oder ein Farbrad für Lampen. Häufig genutzte Automationen sammeln sich in einem eigenen Bereich und starten mit einem Tipp. Amazon hebt fünf neue Funktionen hervor, der rote Faden ist immer derselbe: weniger Menüpfade, mehr direkter Zugriff.
Die Kamerasuche ist der eigentliche Kern des Echo Hub Updates
Interessanter als das Layout ist der zweite Teil. Mit Alexa+ kann der Hub die Ring-Kameras nach Aktivitäten durchsuchen, formuliert als ganz normale Frage. Wann war die Post da, was hat der Hund im Garten getrieben. Dazu fasst die KI erkannte Kamera-Ereignisse in kurzen Beschreibungen zusammen, statt dich durch Zeitleisten scrollen zu lassen.
Das Muster kommt dir bekannt vor? Apple hat in dieser Woche fast dasselbe für HomeKit Secure Video angekündigt: KI-Beschreibungen und Volltextsuche über alle Kameras. Die Plattformen bauen gerade unabhängig voneinander dieselbe Funktion. Du fragst dein Zuhause, was passiert ist, statt Aufnahmen zu schrubben.
Wer das Panel schon an der Wand hat, bekommt das erste Update, das sich nach Pflege anfühlt statt nach Stillstand.
Erst die USA, dann irgendwann wir
Amazon rollt das Update zunächst in den USA aus, einen Termin für Deutschland gibt es nicht. Bei der Kamerasuche kommt dazu, dass Alexa+ hierzulande ohnehin noch fehlt. Realistisch bekommt das deutsche Panel also zuerst das neue Layout und später den KI-Teil. Das Schema kennt man inzwischen: Gemini for Home ist in Deutschland auch nur als früher Zugang gestartet. Die Smart-Home-Displays werden gerade überall zu KI-Frontends umgebaut, nur eben zuerst auf Englisch.
Für wen das Panel damit interessanter wird
Bei mir übernimmt die Familien-Übersicht ein iPad mit Apple Home, ein dediziertes Wandpanel habe ich nie vermisst. Für Haushalte tief im Amazon-Ökosystem sieht die Rechnung anders aus: Mit Ring-Kameras an der Tür und Alexa im Wohnzimmer wird der Echo Hub durch dieses Update vom Anzeigegerät zur Zentrale, die Fragen beantwortet. Wer nicht bei Amazon wohnt, bekommt keinen neuen Grund einzuziehen. Und wer das Panel schon an der Wand hat, bekommt das erste Update, das sich nach Pflege anfühlt statt nach Stillstand.





