Wer schon mal versucht hat, Alexa eine Frage zu stellen, die über „Wie wird das Wetter“ hinausgeht, weiß: Da kam bisher nicht viel. Amazon will das mit Alexa+ ändern. Die neue Version nutzt generative KI, ähnlich wie ChatGPT oder Gemini, um komplexere Anfragen zu verstehen und bessere Antworten zu geben.
In den USA und Großbritannien ist Alexa+ bereits live. In Deutschland läuft aktuell eine Beta-Phase. Ein genaues Startdatum für den vollständigen Rollout gibt es noch nicht, aber Frühling 2026 gilt als realistisch.
Was Alexa+ anders macht
Die bisherige Alexa funktionierte nach dem Muster: Kommando erkennen, vorprogrammierte Antwort geben. Alexa+ soll Kontext verstehen, Nachfragen beantworten und sich an frühere Gespräche erinnern. „Bestell mir das gleiche Katzenfutter wie letztes Mal“ soll genauso funktionieren wie „Fass mir die letzte E-Mail von meinem Chef zusammen“.
Ob das in der Praxis so reibungslos läuft wie in Amazons Demos, ist eine andere Frage. Die US-Erfahrungen sind gemischt: Einfache Konversationen funktionieren gut, aber bei komplexen Aufgaben stolpert Alexa+ noch gelegentlich.
Was es kostet
Für Prime-Mitglieder ist Alexa+ im Abo enthalten, keine zusätzlichen Kosten. Ohne Prime werden in Großbritannien 19,99 Pfund pro Monat fällig. Den deutschen Preis hat Amazon noch nicht genannt, aber 19,99 Euro pro Monat wäre die erwartbare Größenordnung.
Wer Prime ohnehin hat: kostenloses Upgrade. Wer nur den Echo für Wecker und Wetter nutzt: eher kein Grund, 20 Euro im Monat zu zahlen.
Neue Echo-Hardware als Bonus
Parallel zur Software hat Amazon die Hardware aufgefrischt. Die neuen AZ3-Chips in Echo Dot Max, Echo Studio und den Echo Show-Modellen ermöglichen lokale Spracherkennung. Das bedeutet weniger Latenz und bessere Erkennung, weil die erste Verarbeitung direkt auf dem Gerät statt in der Cloud passiert. Amazon verspricht 50 Prozent genauere Aktivierung.
Der Echo Show 8 wird zum Matter/Thread/Zigbee-Hub. Smarte Geräte lassen sich direkt über das Display verbinden, ohne separate Bridge. Für alle, die bisher einen separaten Hub für ihre Smart-Home-Geräte brauchten: Das könnte ein Argument für ein Upgrade sein.
Oster-Deals: Echo-Geräte bei MediaMarkt reduziert
Wer zuschlagen will: MediaMarkt hat bis zum 8. April eine Osterkampagne mit reduzierten Echo-Geräten. Echo Dot ab rund 30 Euro, Echo Show unter 100 Euro, Echo Pop als Budget-Einstieg. Nicht die niedrigsten Preise aller Zeiten, aber solide Angebote wenn man sowieso einen Echo will.
Meine Einschätzung
Alexa brauchte dieses Update dringend. Während ChatGPT und Google Gemini immer besser wurden, fühlte sich Alexa zunehmend an wie ein Relikt aus 2018. Ob Alexa+ den Rückstand aufholen kann, hängt davon ab, wie gut die deutsche Sprachversion funktioniert. Amazons KI-Kompetenz ist real, aber Alexa hatte historisch immer einen Nachteil bei Sprachen außer Englisch. Abwarten, testen, dann urteilen.





