Eine PortaSplit mit Propan steht ab 2027 im Plan, und das ist die kleinere der beiden Nachrichten dieser Woche. Die größere: Das aktuelle Gerät ist wieder normal bestellbar. Wer diesen Sommer wochenlang auf Nachschub gewartet hat, kann heute zugreifen. Seit Oktober gibt es außerdem einen angekündigten Konkurrenten gleicher Bauart, die AEG Roomovi, geplant für Februar 2027.
Ich habe damals nicht zugegriffen. Mein Monoblock kapitulierte im Juni, die PortaSplit war weg, und ich habe die zwei Sätze gedacht, die in diesem Land jeden Juni gedacht werden. So heiß wird es schon nicht. Der Alte macht das auch noch.
Update, 6. September: Midea hat deutlich mehr verraten, als hier ursprünglich stand
Korrektur in eigener Sache. In der ersten Fassung dieses Artikels stand, bestätigt sei bislang nur das Kältemittel, „sonst nichts“. Das war schon beim Schreiben überholt. Mark Mantel hat für heise mit den Entwicklern auf der IFA gesprochen, und die haben eine ganze Reihe konkreter Details genannt.
Das Wichtigste zuerst, weil es die häufigste Beschwerde über die aktuelle Generation betrifft: Midea geht den Fehler P1 an. Der entsteht, weil Bakterien aus der Luft im Kondenswasser einen Biofilm bilden und den Filter verstopfen, besonders wenn das Gerät länger ausgeschaltet herumsteht. Bei der Neuauflage lässt sich dieser Filter entnehmen und selbst reinigen.
An der Außeneinheit kommt eine neue Bodenplatte, die das Kondensat mit hohem Druck ableitet, auch durch einen längeren Schlauch. Ein Nachrüst-Kit, das die Kondensatfrage ganz erledigen soll, ist angedacht, aber weder in der Funktionsweise beschrieben noch beschlossen. Wichtig für Besitzer der aktuellen Geräte: Die Rede ist von einem Kit für die Propan-Version, nicht für die R32-Modelle.
Der zweite Punkt beantwortet ausgerechnet die Frage, die ich weiter unten selbst gestellt hatte. Ein neuer Funkchip bringt native Unterstützung für Matter 1.6. Damit landet die PortaSplit ohne Cloud-Umweg im lokalen Smart Home, nachdem Midea die Cloud-Token-Schnittstelle für Home Assistant abgeräumt hatte.
Beim Termin ist heise präziser als ich: Midea hofft, die Propan-Version bis Sommer 2027 in den europäischen Handel zu bringen. Ein Preis steht nicht fest. Eine überarbeitete Cool-Variante ohne Heizfunktion soll später folgen. Einen Prototyp gab es in Berlin nicht zu sehen.
Und ein Detail, das die Kaufentscheidung unten verschiebt: Midea liefert bis Jahresende noch R32-Chargen nach Europa. Alle bis zum 31. Dezember 2026 eingeführten Geräte dürfen Händler auch 2027 legal abverkaufen. Im Winter könnte es also günstig werden.
Jetzt steht die Frage anders herum: kaufen, oder auf das Propan-Modell warten?
- Midea nennt die PortaSplit in den eigenen IFA-2026-Unterlagen als Teil der R290-Strategie: Umstellung auf Propan ab 2027, statt des bisherigen R32
- Für die R290-Serie insgesamt nennt Midea rund zehn Prozent höhere Energieeffizienz durch Kältemittel plus angepasste Kompressor- und Sicherheitstechnik. Ob das für die PortaSplit gilt, sagt Midea nicht
- Marktstart: Midea hofft laut heise auf Sommer 2027, ein Preis steht nicht fest. Auf der IFA war weder ein Prototyp noch ein fertiges Gerät zu sehen, es fehlen weiterhin Kühlleistung, Heizleistung, Geräuschpegel und Maße
- Die Neuauflage geht den berüchtigten Fehler P1 an: Der Kondensat-Filter in der Inneneinheit lässt sich künftig entnehmen und selbst reinigen, an der Außeneinheit leitet eine neue Bodenplatte das Wasser mit hohem Druck ab. Ein Nachrüst-Kit ist angedacht, aber nicht beschlossen, und es wäre für die Propan-Version gedacht, nicht für die R32-Modelle
- Ein neuer Funkchip bringt native Matter-1.6-Unterstützung, damit entfällt der Umweg über die Midea-Cloud
- R32-Geräte, die bis zum 31. Dezember 2026 nach Europa eingeführt werden, dürfen Händler auch 2027 abverkaufen. Im Winter sind daher Preisnachlässe wahrscheinlich
- Die aktuelle PortaSplit ist im tado-Shop wieder lieferbar: 1199 Euro solo, 1309 Euro im Set mit Smart AC Control V3, beide am 5. September 2026 als InStock ausgezeichnet
- Bei der Ankündigung im Juni nannte tado für das Kühlset 949 Euro, seit dem Verkaufsstart im Juli sind es 1309 Euro plus 75 Euro Spedition. Der Aufschlag fiel zwischen Ankündigung und Verkaufsstart an, seither ist der Preis stabil
- Aktuelle Daten des laufenden Modells: 3,5 kW Kühl- und Heizleistung, für Räume bis 42 Quadratmeter, 39 dB(A) im Silent-Modus
Was Midea zum R290-Nachfolger sagt, und was nicht
In den IFA-Unterlagen führt Midea die PortaSplit ausdrücklich als Teil seiner R290-Strategie, heise hat die Ankündigung aus Berlin aufgegriffen. Ab 2027 soll sie auf das natürliche Kältemittel Propan umgestellt werden, das bisherige R32 fällt weg.
Neu ist daran nur die Hälfte. Dass 2027 eine neue Generation kommt, hatte Midea schon im Juli gesagt, damals ohne festzulegen, welches natürliche Kältemittel es wird. Bestätigt ist jetzt das Kältemittel, und inzwischen einiges mehr.
Und dieses „sonst nichts“ galt allerdings nur für die Messemappe. Was weiter fehlt, sind die harten Zahlen: Kühlleistung, Heizleistung, Geräuschpegel, Abmessungen und der Preis. Beim Marktstart nennt Midea inzwischen den Sommer 2027, formuliert es aber als Hoffnung, nicht als Zusage.
Auf dem Messestand steht entsprechend das bisherige Gerät. SmarthomeAssistent trennt das sauber: eine Ankündigung ist kein seriennah vorgestelltes Modell.
Eine Zahl nennt Midea doch, allerdings mit Einschränkung. Rund zehn Prozent höhere Energieeffizienz soll die R290-Serie bringen, aus der Kombination von Kältemittel, angepasster Kompressor- und Sicherheitstechnik. Die Angabe gilt für die Serie, nicht für die PortaSplit.
Was Propan für ein Gerät bedeutet, das du selbst ans Fenster hängst
R290 = Propan, ein natürliches Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial nahe null. R32 liegt bei einem Vielfachen davon. Die EU-Regeln zu fluorierten Treibhausgasen drücken die Branche seit Jahren in diese Richtung, insofern folgt Midea hier keinem Geistesblitz, sondern einem Zeitplan.
Der Haken steht schon in Mideas eigener Formulierung, in dem Wort Sicherheitstechnik. Propan ist brennbar. Deshalb begrenzen Normen die Füllmenge, und deshalb hängen an solchen Geräten Vorgaben zur Aufstellung und zur Leckageerkennung.
Bei einer fest installierten Wärmepumpe im Keller, wie Midea sie mit der H-Pack ohne Außengerät selbst baut, ist das eingespielt. Bei einem Gerät, das der Nutzer selbst ohne Werkzeug ans Fenster hängt und im Herbst wieder abbaut, ist es die interessantere Frage. Genau dazu sagt Midea bisher nichts.
Ein Verdacht ist das nicht, nur der Punkt, an dem ich beim Nachfolger genau hinschauen werde. Die aktuelle PortaSplit ist die erste Luft-Luft-Wärmepumpe, die man ohne Techniker montiert. Dieser Vorteil darf durch die Kältemittel-Umstellung nicht stillschweigend verschwinden.
Die PortaSplit ist wieder lieferbar, ohne Donnerstags-Jagd
Das ist die Nachricht, nach der hier tatsächlich gesucht wird. Im tado-Shop steht die PortaSplit heute mit 1199 Euro, das Set mit dem Smart AC Control V3 mit 1309 Euro. Beide Produktseiten weisen im hinterlegten Datensatz InStock aus, geprüft am 5. September 2026.
Neu daran ist die Verfügbarkeit, nicht der Preis. Als tado das Kühlset am 11. Juni vorstellte, nannte der Hersteller 949 Euro. Zum Verkaufsstart im Juli standen dann 1309 Euro auf der Seite, plus 75 Euro Spedition.
Diese 360 Euro Differenz fielen also zwischen Ankündigung und erstem Verkaufstag an, und seither steht der Preis still. Was sich heute ändert, ist etwas anderes: die Donnerstags-Kontingente um 15 Uhr braucht niemand mehr zu jagen.

Bei OTTO listet Midea inzwischen drei Varianten nebeneinander: die PortaSplit mit 12.000 BTU zum Kühlen und Heizen, die PortaSplit-E als 4-in-1-Ganzjahreslösung und die PortaSplit Cool für Räume bis 28 Quadratmeter. Die Preise dort liegen je nach Variante grob zwischen 1100 und 1700 Euro, einzelne Ausführungen sind als ausverkauft markiert.
Am 4. September führte eine verbreitete Preisbox für die PortaSplit vier Händler auf, darunter expert mit 1399 Euro. Meine Gegenprobe an diesem Tag: Die Suche nach PortaSplit auf expert.de liefert null Treffer. Solche Boxen ziehen ihre Daten aus Partnerfeeds, und ein Feed-Eintrag ist kein Regal. Vor dem Kauf immer den Warenkorb des konkreten Shops testen, nicht die Tabelle im Artikel.
Jetzt kaufen oder auf Propan warten? Meine Rechnung
Rechne einmal nüchtern durch, was Warten kostet. Der Nachfolger kommt frühestens 2027, ein Monat ist nicht genannt. Kommt er im Frühjahr, verpasst du einen Sommer. Kommt er im Herbst, verpasst du zwei.
Dagegen steht ein bestätigter Vorteil, der bisher aus genau einer Zahl besteht, und die gilt für die Serie und nicht für dieses Gerät. Rund zehn Prozent Effizienz auf eine Klimaanlage, die im deutschen Sommer vielleicht acht Wochen läuft, sind im Geldbeutel überschaubar.
Wer heute ohne Kühlung dasteht und einen weiteren Hitzesommer nicht so verbringen will wie ich diesen, kauft die aktuelle. Sie ist lieferbar, sie ist erprobt, und die Schwächen sind bekannt und dokumentiert.
Zwei davon würde ich vor dem Kauf lesen. Der echte Sparmodus heißt iECO, wohnt nur in der App und schaltet sich nach jedem Aus und Ein wieder ab. Und die Bluetooth-Steuerung ließ sich ohne Kopplung von außen ansprechen, Midea hat ein OTA-Update angekündigt.
Wer dagegen ohnehin erst 2027 kauft, weil die Wohnung noch nicht steht oder das Geld anderswo liegt, wartet ohne Reue. Nur eben nicht wegen der zehn Prozent, sondern weil sich Warten in diesem Fall sowieso ergibt.
Im Juni habe ich nicht gekauft, weil ich dachte, so heiß wird es schon nicht. Das war falsch, und die Quittung war ein Klarstein, der in der Ecke stand wie ein beleidigtes Kind. Jetzt liegt dieselbe Entscheidung wieder auf dem Tisch, nur mit einem zusätzlichen Argument fürs Aufschieben, und ich merke, wie verführerisch dieses Argument ist. Ein angekündigtes Kältemittel ist eine wunderbare Ausrede, nichts zu tun.
Woran ich den Nachfolger messen werde
Drei Dinge entscheiden, ob der R290-Umbau für Käufer ein Fortschritt ist. Erstens: Bleibt die werkzeuglose Montage, oder bringt die Propan-Sicherheitstechnik Auflagen zur Raumgröße mit?
Zweitens: Was passiert mit dem Preis? Natürliche Kältemittel machen Geräte in der Regel nicht billiger, und die aktuelle Generation hat gerade vorgeführt, wohin die Reise geht.
Drittens: Bleibt die lokale Steuerbarkeit? Die Frage ist inzwischen beantwortet, und zwar positiv. Midea hatte die Cloud-Token-Schnittstelle für Home Assistant abgeräumt, der neue Funkchip mit Matter 1.6 macht den Umweg über die Cloud überflüssig. Bleibt die Frage, ob die Umsetzung im Gerät so sauber wird wie auf dem Papier.
Sobald Midea Datenblätter herausgibt, trage ich sie hier nach. Bis dahin ist der Nachfolger eine Zeile in einer Messemappe.
Häufige Fragen zur PortaSplit mit Propan
Wann kommt die PortaSplit mit Propan?
Midea hofft auf den Sommer 2027, formuliert es aber als Ziel und nicht als Zusage. Bestätigt sind die Umstellung auf R290, ein entnehmbarer Kondensat-Filter gegen den Fehler P1, eine neue Bodenplatte an der Außeneinheit und ein Funkchip mit Matter 1.6. Kühlleistung, Geräuschpegel, Maße und Preis fehlen weiterhin, einen Prototyp gab es auf der IFA nicht zu sehen.
Ist die Midea PortaSplit wieder verfügbar?
Ja. Im tado-Shop war sie am 5. September 2026 als lieferbar ausgezeichnet, solo für 1199 Euro und im Set mit dem Smart AC Control V3 für 1309 Euro. Bei OTTO stehen mehrere Varianten, einzelne davon sind als ausverkauft markiert.
Ist die PortaSplit teurer geworden?
Ja, gegenüber der Ankündigung. Am 11. Juni nannte tado für das Kühl-Set 949 Euro, zum Verkaufsstart im Juli standen 1309 Euro plus 75 Euro Spedition auf der Seite. Auf diesem Niveau liegt der Preis auch am 5. September 2026, seit dem Sommer hat sich also nichts mehr bewegt.
Was ist der Unterschied zwischen R290 und R32?
R290 ist Propan, ein natürliches Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial nahe null, R32 liegt um ein Vielfaches darüber. Dafür ist Propan brennbar, weshalb Normen die Füllmenge begrenzen und Vorgaben zur Aufstellung und zur Leckageerkennung gelten. Was das für ein Gerät bedeutet, das man selbst ans Fenster hängt, hat Midea noch nicht gesagt.
Soll ich jetzt kaufen oder auf den Nachfolger warten?
Wer diesen oder nächsten Sommer Kühlung braucht, kauft die aktuelle Generation. Der Nachfolger kommt frühestens im Sommer 2027, und Warten kostet damit mindestens einen Sommer. Wer dagegen ohnehin Zeit hat, bekommt beim Propan-Modell den entnehmbaren Kondensat-Filter und Matter 1.6 dazu. Und wer nur auf den Preis schaut: R32-Geräte dürfen 2027 weiter abverkauft werden, im Winter dürfte es Nachlässe geben.






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