FritzOS 8.25 rollt seit März 2026 schrittweise aus. Zwölf Geräte haben das Update bereits, für den Rest gibt es Labor-Versionen. Was steckt drin und wer ist wann dran?
Update vom 2. Juli 2026
Der Nachfolger ist da: FritzOS 8.26 läuft auf der FritzBox 7583 (VDSL-Datenraten-Fix) und bringt dem FritzSmart Gateway den Matter-Export zu Apple, Google und Alexa. Parallel verlässt 8.25 auf der FritzBox 4050 die Testphase, mit neuem Einrichtungs-Assistenten und Fixes für Kindersicherung und Bandbreitenreservierung.
Update vom 26. Juni 2026
Jetzt ist das DSL-Flaggschiff dran. AVM hat FRITZ!OS 8.25 am 25. Juni als Stable auf die FRITZ!Box 7690 verteilt, dazu auf die FRITZ!Box 5590 Fiber, die 4630 und den FRITZ!Repeater 3000 AX. Damit verlassen vier weitere Geräte die Laborphase. Für die 7690 ist neben den allgemeinen Neuerungen ein DSL-spezifischer Fix dabei: Probleme beim Aufbau der PPPoE-Sitzung an schwierigen DSL-Anschlüssen sind behoben. Der Rest sind die Funktionen, die Labor-Tester längst kennen, darunter der neue Online-Monitor, FRITZ! Failsafe mit automatischem Wechsel auf eine Mobilfunk-Ersatzverbindung und EEE-Energiesparen, das sich jetzt getrennt für WAN- und LAN-Anschlüsse einstellen lässt.
Update vom 20. Mai 2026
FRITZ!OS 8.25 ist nach knapp einer Woche im Labor jetzt als Stable-Version auf den beiden Cable-Top-Modellen FRITZ!Box 6670 Cable und 6690 Cable angekommen. Beide hatten in der Tabelle bisher gefehlt, jetzt sind sie drin. Wichtigste Änderung beim Sprung von der Labor- zur Stable-Variante: das neugestaltete DVB-C-UI und ein Fix für ICMP-Paketverlust bei aktiver Paketbeschleunigung.
Mesh wird schlauer
- Geräte erhalten FritzOS 8.25 stabil, weitere Modelle laufen noch als Labor-Version.
- Mesh-Repeater wählen jetzt autonom den besten Pfad zum Router, ohne manuelle Zuordnung.
- If-Then-Automatisierungen im Smart-Home laufen lokal auf der Box, ohne Cloud oder Hub.
- Fix behebt PPPoE-Probleme, also Verbindungsaufbau-Fehler, an schwierigen DSL-Anschlüssen.
- AVM firmiert seit dem Unternehmensverkauf offiziell unter dem Markennamen FRITZ!
Die Mesh-Optimierung ist die Änderung, die im Alltag am meisten bringt. Repeater wählen jetzt autonom die beste Verbindung zum Router oder zum nächsten Repeater. Bisher musste man sich darauf verlassen, dass die initiale Zuordnung passt. Jetzt reagiert das Mesh dynamisch auf Veränderungen: Wenn ein Repeater über einen anderen einen besseren Pfad zum Router findet, schaltet er um. Das soll vor allem in Mehrstockhäusern spürbare Verbesserungen bringen, wo Geräte beim Wechsel zwischen Stockwerken bisher kurze Aussetzer hatten.
Smart-Home-Routinen mit If-Then-Logik
Das FRITZ!-Smart-Home-System hat mit 8.25 echte Automatisierungen bekommen. Vorher konnte man Zeitschaltungen und Szenen anlegen, aber keine echten Wenn-Dann-Regeln. Mit 8.25 geht das: Ein FRITZ!DECT 440-Sensor (das ist Fritzens Raumklimasensor) erkennt zum Beispiel eine hohe Luftfeuchtigkeit und schaltet daraufhin einen Entfeuchter über eine FRITZ!DECT 200-Steckdose ein.
Das klingt nach dem, was Home Assistant und Co. schon seit Jahren können. Stimmt. Aber für alle, die kein separates Smart-Home-System betreiben und einfach ihre Fritz-Geräte nutzen wollen, ist das ein großer Schritt. Kein zusätzlicher Hub, keine Cloud, alles läuft lokal auf der FritzBox.
Online-Monitor und NAS-Sharing
Der Online-Monitor zeigt die Internetnutzung grafisch an. Bandbreite über Zeit, welche Geräte wie viel verbrauchen, wann die Leitung ausgelastet ist. Für die meisten reicht ein Blick, um zu sehen, wer gerade Netflix in 4K streamt.
FRITZ!NAS hat eine Sharing-Funktion bekommen, die das Teilen von Dateien auf dem angeschlossenen USB-Stick einfacher macht. NAS-Zugriff von außen war vorher eher was für Leute, die wissen, was ein DynDNS ist. Jetzt geht es ohne Portfreigaben. Details zur Umsetzung sind noch dünn.
FRITZ! statt AVM: Das Rebranding
Am Rande: AVM heißt jetzt offiziell FRITZ!. Die Domain avm.de leitet auf fritz.com weiter. Nach dem Verkauf des Unternehmens wird der Markenname komplett auf das Produkt umgestellt. Für Nutzer ändert sich nichts, aber wer nach „AVM Update“ googelt, landet jetzt auf fritz.com.
Welche Geräte das Update bekommen
Stand Juni 2026 haben diese Geräte FritzOS 8.25:
| Gerät | Version | Seit |
|---|---|---|
| FRITZ!Box 6660 Cable | 8.25 | 19. März 2026 |
| FRITZ!Box 6591 Cable | 8.25 | 19. März 2026 |
| FRITZ!Repeater 600 | 8.25 | 24. März 2026 |
| FRITZ!Repeater 600v2 | 8.25 | 24. März 2026 |
| FRITZ!Box 7590 | 8.25 | 26. März 2026 |
| FRITZ!Box 7590 AX | 8.25 | 26. März 2026 |
| FRITZ!Box 6670 Cable | 8.25 | 20. Mai 2026 |
| FRITZ!Box 6690 Cable | 8.25 | 20. Mai 2026 |
| FRITZ!Box 7690 | 8.25 | 25. Juni 2026 |
| FRITZ!Box 5590 Fiber | 8.25 | 25. Juni 2026 |
| FRITZ!Box 4630 | 8.25 | 25. Juni 2026 |
| FRITZ!Repeater 3000 AX | 8.25 | 25. Juni 2026 |
Wer automatische Updates aktiviert hat, bekommt es von selbst. Alle anderen: System → Update → Neues FRITZ!OS suchen.
Und die restlichen Modelle?
Wer eine FRITZ!Box 5690 Pro oder 4060 hat, muss sich noch gedulden. Gleiches gilt für den FRITZ!Repeater 6000. Für diese Geräte gibt es aktuell Labor-Versionen auf Basis von FritzOS 8.24, an denen FRITZ! fast täglich schraubt. Wann die stabile 8.25 kommt, sagt FRITZ! nicht. Erfahrungsgemäß dauert es nach den ersten Rollouts noch einige Wochen.
Welche FRITZ!Box-Modelle haben FritzOS 8.25 bereits als stabiles Update erhalten?
Stand Juni 2026 laufen zwölf Geräte mit FritzOS 8.25. Dazu gehören unter anderem die FRITZ!Box 7690 und 7590 AX (seit 25. bzw. 26. März 2026), die FRITZ!Box 6660 Cable (seit 19. März 2026) sowie der FRITZ!Repeater 3000 AX (seit 25. Juni 2026). Modelle wie die FRITZ!Box 5690 Pro, 4060 und der FRITZ!Repeater 6000 befinden sich noch in der Laborphase auf Basis von FritzOS 8.24.
Was sind die wichtigsten neuen Funktionen in FritzOS 8.25?
FritzOS 8.25 bringt vier zentrale Neuerungen: Smart-Home-Automatisierungen mit Wenn-Dann-Logik, eine dynamische Mesh-Optimierung, bei der Repeater autonom den besten Pfad zum Router wählen, einen grafischen Online-Monitor für die Bandbreitenübersicht und FRITZ! Failsafe mit automatischem Wechsel auf eine Mobilfunk-Ersatzverbindung. Hinzu kommt EEE-Energiesparen, das sich getrennt für WAN- und LAN-Anschlüsse konfigurieren lässt.
Wie funktionieren die neuen Smart-Home-Routinen in FritzOS 8.25 und brauche ich dafür zusätzliche Hardware?
Die neuen Automatisierungen arbeiten nach einer Wenn-Dann-Logik: Ein FRITZ!DECT 440-Sensor, der Raumklimawerte wie Luftfeuchtigkeit misst, kann beispielsweise eine FRITZ!DECT 200-Steckdose schalten, sobald ein definierter Schwellenwert überschritten wird. Für diese Funktion wird kein separater Hub und keine Cloud-Anbindung benötigt, die gesamte Verarbeitung läuft lokal auf der FritzBox.
Wann bekommt die FRITZ!Box 5690 Pro das stabile FritzOS 8.25?
AVM, das Unternehmen jetzt unter dem Namen FRITZ! firmiert, nennt keinen konkreten Termin für die stabile Version auf der FRITZ!Box 5690 Pro. Aktuell existieren Labor-Versionen auf Basis von FritzOS 8.24 für dieses Modell. Erfahrungswerte aus früheren Rollouts legen nahe, dass nach den ersten stabilen Releases noch einige Wochen vergehen.
Meine Einschätzung
FritzOS 8.25 ist das Update, auf das man eigentlich schon seit der 8.20 wartet. Die Smart-Home-Routinen holen nach, was andere Systeme längst können, aber sie tun es ohne zusätzliche Hardware und ohne Cloud. Das Mesh-Update ist überfällig und wird in Mehrstockhäusern den größten Unterschied machen. Kein spektakuläres Update, aber eines, das die FritzBox spürbar besser macht.






