FritzOS 8.25 rollt seit März 2026 schrittweise aus. Sechs Geräte haben das Update bereits, für den Rest gibt es Labor-Versionen. Was steckt drin und wer ist wann dran?
Mesh wird schlauer
Die Mesh-Optimierung ist die Änderung, die im Alltag am meisten bringt. Repeater wählen jetzt autonom die beste Verbindung zum Router oder zum nächsten Repeater. Bisher musste man sich darauf verlassen, dass die initiale Zuordnung passt. Jetzt reagiert das Mesh dynamisch auf Veränderungen: Wenn ein Repeater über einen anderen einen besseren Pfad zum Router findet, schaltet er um. Das soll vor allem in Mehrstockhäusern spürbare Verbesserungen bringen, wo Geräte beim Wechsel zwischen Stockwerken bisher kurze Aussetzer hatten.
Smart-Home-Routinen mit If-Then-Logik
Das FRITZ!-Smart-Home-System hat mit 8.25 echte Automatisierungen bekommen. Vorher konnte man Zeitschaltungen und Szenen anlegen, aber keine echten Wenn-Dann-Regeln. Mit 8.25 geht das: Ein FRITZ!DECT 440-Sensor (das ist Fritzens Raumklimasensor) erkennt zum Beispiel eine hohe Luftfeuchtigkeit und schaltet daraufhin einen Entfeuchter über eine FRITZ!DECT 200-Steckdose ein.
Das klingt nach dem, was Home Assistant und Co. schon seit Jahren können. Stimmt. Aber für alle, die kein separates Smart-Home-System betreiben und einfach ihre Fritz-Geräte nutzen wollen, ist das ein großer Schritt. Kein zusätzlicher Hub, keine Cloud, alles läuft lokal auf der FritzBox.
Online-Monitor und NAS-Sharing
Der Online-Monitor zeigt die Internetnutzung grafisch an. Bandbreite über Zeit, welche Geräte wie viel verbrauchen, wann die Leitung ausgelastet ist. Für die meisten reicht ein Blick, um zu sehen, wer gerade Netflix in 4K streamt.
FRITZ!NAS hat eine Sharing-Funktion bekommen, die das Teilen von Dateien auf dem angeschlossenen USB-Stick einfacher macht. NAS-Zugriff von außen war vorher eher was für Leute, die wissen, was ein DynDNS ist. Jetzt geht es ohne Portfreigaben. Details zur Umsetzung sind noch dünn.
FRITZ! statt AVM: Das Rebranding
Am Rande: AVM heißt jetzt offiziell FRITZ!. Die Domain avm.de leitet auf fritz.com weiter. Nach dem Verkauf des Unternehmens wird der Markenname komplett auf das Produkt umgestellt. Für Nutzer ändert sich nichts, aber wer nach „AVM Update“ googelt, landet jetzt auf fritz.com.
Welche Geräte das Update bekommen
Stand April 2026 haben diese Geräte FritzOS 8.25:
| Gerät | Version | Seit |
|---|---|---|
| FRITZ!Box 6660 Cable | 8.25 | 19. März 2026 |
| FRITZ!Box 6591 Cable | 8.25 | 19. März 2026 |
| FRITZ!Repeater 600 | 8.25 | 24. März 2026 |
| FRITZ!Repeater 600v2 | 8.25 | 24. März 2026 |
| FRITZ!Box 7590 | 8.25 | 26. März 2026 |
| FRITZ!Box 7590 AX | 8.25 | 26. März 2026 |
Wer automatische Updates aktiviert hat, bekommt es von selbst. Alle anderen: System → Update → Neues FRITZ!OS suchen.
Und die restlichen Modelle?
Wer eine FritzBox 7690 oder 5690 Pro hat, muss sich noch gedulden. Gleiches gilt für die 4060 und neuere Repeater wie den 6000 oder 3000 AX. Für all diese Geräte gibt es aktuell Labor-Versionen auf Basis von FritzOS 8.24, an denen FRITZ! fast täglich schraubt. Wann die stabile 8.25 kommt, sagt FRITZ! nicht. Erfahrungsgemäß dauert es nach den ersten Rollouts noch einige Wochen.
Meine Einschätzung
FritzOS 8.25 ist das Update, auf das man eigentlich schon seit der 8.20 wartet. Die Smart-Home-Routinen holen nach, was andere Systeme längst können, aber sie tun es ohne zusätzliche Hardware und ohne Cloud. Das Mesh-Update ist überfällig und wird in Mehrstockhäusern den größten Unterschied machen. Kein spektakuläres Update, aber eines, das die FritzBox spürbar besser macht.





