IKEA SmartThings wird zum neuen Stichwort für einen der konkreteren Matter-Schritte 2026. Samsung hat bestätigt, dass 25 IKEA-Matter-over-Thread-Geräte ab sofort ohne Umweg über einen zusätzlichen IKEA-Hub direkt in SmartThings funktionieren. Bisher brauchte man für die Kombination beides: einen IKEA Dirigera als IKEA-Zentrale, dazu den SmartThings-Hub als Samsung-Zentrale. Die neue Integration reduziert das auf einen Hub.

Was genau passiert
Die 25 unterstützten Geräte decken einen breiten Alltags-Einsatz ab. Alle sprechen Matter-over-Thread, das energiesparende Mesh-Protokoll, das die Akkulaufzeit bei batteriebetriebenen Sensoren spürbar verlängert. Enthalten sind unter anderem:
- Die neueren Varmblixt- und Kajplats-Lampen.
- Das Bilresa-Scrollrad als Fernbedienung.
- Smarte Zwischenstecker sowie Bewegungs- und Türsensoren.
- Wasserleck-Meldungen.
- Temperatur-, Feuchte- und Luftqualitätssensoren.
Der Kern der Änderung: Ein SmartThings-Hub mit Thread-Radio redet direkt mit den IKEA-Geräten. Das spart den Dirigera-Hub, den IKEA selbst weiter verkauft und für den eigenen Ökosystem-Komfort auch weiter empfiehlt. Wer zu Hause ohnehin SmartThings nutzt, kann jetzt den Zwischenschritt weglassen.
Was das für deutsche Nutzer konkret bedeutet
SmartThings ist in Deutschland kleiner aufgestellt als in den USA oder Südkorea. Der Hebel sitzt dafür in den Wohnzimmern: Viele der aktuellen Samsung-Fernseher und -Soundbars bringen einen Thread-Radio-Chip mit und funktionieren als SmartThings-Hub. Wer also in den letzten zwei Jahren einen Neo-QLED-Fernseher oder eine passende Soundbar gekauft hat, hat die Hub-Hardware bereits im Regal stehen, ohne es zu wissen.
Das ist der eigentliche Kaufgrund für die IKEA-Matter-Integration: Kein zusätzlicher Hub für 60 Euro, kein weiteres Kabel an der Steckdose. Der Fernseher übernimmt die Rolle, die bisher ein separates Gerät brauchte. Für Einsteiger in Matter ist das der ehrlichste Vorteil der Samsung-IKEA-Partnerschaft.
Was nicht in die Integration läuft: ältere Tradfri-Geräte vor dem Matter-Update und das komplette Roller-Shutter-Segment von Fyrtur, das Matter bisher nicht unterstützt. Wer eine IKEA-Komplettausstattung hat, wird für einen Teil seiner Geräte den Dirigera-Hub noch behalten.
Was das für Matter insgesamt bedeutet
Matter wird dieses Jahr endgültig erwachsen. Dass IKEA und Samsung ihre Ökosysteme gegenseitig ohne Proprietäts-Zwischenschicht durchlässig machen, ist der Schritt, der seit der Matter-1.0-Veröffentlichung 2022 versprochen war. Für Leser, die mit mehreren Marken parallel fahren, ist das ein Signal: Wer 2026 neue Smart-Home-Hardware kauft und auf Matter-over-Thread achtet, kauft keine Hersteller-Blase mehr, sondern Bausteine, die sich untereinander kombinieren lassen.
Das gilt nicht für alles. Wer tiefer in Szenen-Automation oder Routinen einsteigt, landet immer noch in der jeweiligen Hersteller-App, weil Matter auf der Basis-Ebene funktioniert, nicht auf der Feature-Ebene. Für 80 Prozent des Alltagsnutzens reicht die neue Direktverbindung trotzdem aus. Bewegung erkannt, Routine ausgelöst, Lampe an.
Für wen sich die neue Integration lohnt
Wer bereits einen Samsung-Fernseher mit Thread-Radio hat und bisher wegen der Dirigera-Pflicht um IKEAs Smart-Home einen Bogen gemacht hat, bekommt ab jetzt einen einfachen Einstieg. IKEA-Lampen sind günstig, die Matter-Qualität solide, die Preise pro Sensor unter denen von Aqara oder Eve.
Wer in Apple Home oder Google Home zu Hause ist, profitiert indirekt. IKEAs Push in den Matter-Standard treibt auch die Nachbar-Plattformen. Je mehr Geräte nativ und ohne Hersteller-Hub auf Thread funken, desto geringer wird die Bedeutung einzelner Ökosystem-Loyalitäten. Der Dirigera wird nicht sterben, aber er wird optional. Das ist für Matter ein guter Tag.
Quellen: Samsung Global Newsroom (offizielle Pressemitteilung)





