Wenn du in den letzten zwei Wochen mit dem Verdacht durch die Gegend gelaufen bist, dass deine Passwords-App neue Einträge nicht mehr aufs zweite Gerät schiebt, lag es nicht an dir. Apple hat gestern iOS 26.4.1 veröffentlicht, Build 23E254, und fixt damit genau das Problem.
iOS 26.4.1 räumt den CloudKit-Bug auf
Offiziell stehen in den Release Notes nur „wichtige Fehlerbehebungen“. Praktisch ist das Update der angekündigte Notfall-Patch für einen Bug in CloudKit (Apples Sync-Framework, über das praktisch jede iCloud-fähige App ihre Daten zwischen Geräten abgleicht). Seit Erscheinen von iOS 26.4 Ende März kamen Datenänderungen unzuverlässig auf dem zweiten Gerät an. Betroffen waren neben Apples eigener Passwords-App auch CloudKit-basierte Drittanbieter wie Things 3 und Day One.
Das Bug-Pattern war besonders unangenehm, weil es nicht laut gescheitert ist. Die App auf Gerät A speicherte normal, auf Gerät B kam einfach kein Update an. Keine Fehlermeldung, kein Sync-Indicator. Nur die langsame Erkenntnis, dass das frisch gespeicherte WLAN-Passwort auf dem iPad nicht da ist.
9to5Mac und Macworld bestätigen, dass nach dem Update auf 26.4.1 die Push-Notifications für CloudKit-Änderungen wieder durchkommen. Bei mir hat es nach dem Neustart ein paar Minuten gedauert, dann waren die fehlenden Einträge plötzlich da. Apple selbst nennt keine Ursache, aber die Vermutung im Entwickler-Umfeld geht in Richtung eines Routing-Problems im APNs (Apple Push Notification service, dem Backend für sämtliche Push-Benachrichtigungen auf iOS).
Stille Zweitänderung: Stolen Device Protection für Enterprise
Die zweite, kaum beworbene Änderung ist relevant, falls du dein iPhone über eine MDM-Verwaltung (also Firmen- oder Behörden-Management) bekommst. Mit 26.4.1 ist Stolen Device Protection auf verwalteten Geräten standardmäßig aktiviert. Bislang musste die IT-Abteilung das per Profil ausrollen oder dem Nutzer überlassen.
Der Effekt ist sinnvoll: Sicherheitsrelevante Aktionen wie das Ändern des Apple-Passworts oder das Entfernen einer Wiederherstellungs-Methode brauchen Face ID oder Touch ID. Reine Code-Eingabe reicht nicht mehr, wenn das iPhone weiter weg vom üblichen Standort ist. Für Diebe mit beobachtetem Code wird das Gerät damit deutlich weniger wert. Für Firmen-IT-Teams ist das eine Sorge weniger.
Was sonst noch drin ist (und was nicht)
Sicherheits-Patches sind diesmal keine dabei. Apple hat parallel keinen Security-Content veröffentlicht, was unüblich für ein x.x.1-Update ist und dafür spricht, dass es wirklich nur um den CloudKit-Bug ging. Auch iPadOS 26.4.1 mit derselben Build-Nummer ist gleichzeitig erschienen, ebenso macOS-Punktupdates auf den anderen Apple-Plattformen.
Kein Showstopper-Update also, aber eines, das du nicht aufschieben solltest, wenn dich der Sync-Bug erwischt hat. Über Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate ist es in zwei, drei Minuten installiert. Wenn du im März über fehlende Notes oder Passwords-Einträge geflucht hast, weißt du jetzt, warum. Und musst nicht weiter raten.
Update vom 11. Mai 2026: Apple hat iOS 26.5 final freigegeben. RCS-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Beta, Suggested Places in Apple Maps und ein dynamisches Pride-Wallpaper sind die drei sichtbaren Neuerungen. Details im Sammelartikel zur 26.5-Release-Welle.





