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UMIDIGI C Note Test – Das Smartphone, das in Deutschland offiziell fehlt

Gary Madeo
Aktualisiert: 2. Februar 2020 6:29
Gary Madeo
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vonGary Madeo
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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich selbst nutze. Von PC-Hardware über Smart-Home-Spielereien bis zu VPN-Tricks – keine Buzzwords, nur ehrliche Tests und...
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Veröffentlicht am 23. April 2017
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6 Min
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Ob ein günstiges Smartphone wie das UMIDIGI C Note mit aktuellstem Android Nougat eine Marktlücke darstellt, wird sich noch herausstellen. Bis dahin wundere ich mich, warum alle anderen großen Hersteller ihre Einsteigermodelle nicht auch mit ansprechendem Design und ordentlicher Ausstattung hier bei uns in Deutschland auf den Markt bringen können.

Inhalt
  • Ausstattung und Konnektivität – Im Prinzip ist alles dabei!
  • Mehr braucht man nicht: UMIDIGI C Note Display ohne große Schwächen
  • Benchmark-Ergebnisse pfui, Performance im Alltag hui!
  • Android 7.0 mit einem Hauch Eigenständigkeit beim Vanillegeschmack
  • Akku Okay für den Tag
  • Zwei Kameras ohne besondere Eigenschaften, aber eben auch ohne grobe Schwächen
  • Fazit: mehr davon!

Das Umidigi C Note befindet sich aktuell noch (bis 30. April) in der Vorverkaufsphase und kann für 129 Euro vorbestellt werden. Der offizielle Verkaufspreis liegt bei € 149. Hierfür erhält der geneigte Käufer ein solide ausgestattetes Smartphone, das mit ansprechendem Design und Android 7.0 zwei wichtige Features besitzt, die man ansonsten bei Einsteigergeräten (derzeit) gar nicht antrifft.

Ausstattung und Konnektivität – Im Prinzip ist alles dabei!

UMIDIGI C Note DesignDas C Note  verfügt über ein Metall-Gehäuse, ein 5,5 Zoll FullHD-IPS-Display von Sharp, 3GB RAM  sowie 32GB Speicher, der über MicroSD-Karte erweitert werden kann. Der häufig in dieser Preiskategorie verbaute MT6737 Quad-Core kommt auch hier zu Einsatz. Weitere Ausstattungsmerkmale sind eine 13 Megapixel-Kamera auf der Rückseite – diese stammt aus dem Hause Sony. Für Selfies und Videotelefonie steht eine 5 Megapixel-Kamera auf der Front bereit. Der Akku wird mit 3800 mAh angegeben.

Wie so häufig bei Smarphones aus Fernost findet man auch hier die beliebte Kombination aus Dual-SIM oder Micro-SD-Karte vor. Das heißt für euch, dass ihr entweder eine zweite (Nano-)SIM-Karte oder eine Speicherkarte zusätzlich einsetzen könnt. Bauchschmerzen in Punkto Konnektivität müsst ihr euch nicht machen, denn das Wichtigste ist am Start: WiFI nach a/b/g/n-Standard, Bluetooth 4.1, GPS, Kompass, 3.5mm-Kopfhöreranschluss – you name it! Alle in Deutschland verwendeten Datennetze (2G, 3G, LTE) werden unterstützt. Ihr könnt, anders als bei anderen China-Handys, die Option „Datenroaming“ ausgeschaltet lassen. Ihr lauft damit in Grenzgebieten nicht Gefahr, versehentlich ein ausländisches Netz zu verwenden. Ansonsten wäre diese Einstellung aber mit Ausnahme der Grenzgebiete bedenkenlos einschaltbar.

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Auf der Frontseite findet sich auch ein Fingerabdrucksensor, der auch zur Bedienung verwendet wird. Bei mir funktioniert er prima und erkannt ohne Ausfälle meine fettverschmierten Langfinger, solange nur ein einziger Finger registriert wurde. Mit zwei oder mehreren Fingern, kommt es manchmal zu fehlerhaften Entsperrversuchen.

Mit Stil geklaut: Design und Verarbeitung

UMIDIGI C Note Design
UMIDIGI C Note Design

Es ist schon ein wenig dreist zu sehen, wie schamlos sich chinesische Hersteller an Designs etablierter Hersteller bedienen – so könnte man durchaus argumentieren, könnte das C Note auch von Samsung oder Apple stammen. Auf der anderen Seite, quasi nüchtern betrachtet, ist mir selten ein ein so günstiges und zugleich hübsches Smartphone untergekommen. Die Verarbeitung ist tadellos, das Unibody-Metallgehäuse fühlt sich hochwertig an und schmeichelt sowohl Hand als Auge. Vorbesteller und Rezensenten erhalten eine passende und einfache Schutzhülle, die nicht besonders aufträgt. Sie sitzt ganz gut, an den Seiten fühlt sie sich jedoch ein wenig „lapprig“ an. Ich mag mir vorstellen, dass sie mit der Zeit ausleiert. Die mühselige Beschreibung des Designs erspare ich mir. Schaut euch einfach die Bilder oder Videos im Internet an. Abschließende Bemerkungen: die Einschalt- und Lautstärkeknöpfe haben einen sehr guten Druckpunkt.

Mehr braucht man nicht: UMIDIGI C Note Display ohne große Schwächen

UMIDIGI C Note Design
UMIDIGI C Note Design – kommt euch das Aussehen bekannt vor?

Das Panel des FullHD-IPS-Displays stammt wie beim UMIDIGI Z (Pro) von Sharp und erlaubt sich bis auf manche (wenig sichtbare) Lichthöfe am unteren Bildrand eigentlich keine großen Schwächen. Helligkeit, Kontrast und Blickwinkelstabiliät sind auf einem guten Niveau. Das Dual 3D Cutting Edge Displayglas ist wie bei den größeren Brüdern zur Seite leicht abgerundet.

Bei direkter Sonneneinstrahlung sind Bildschirminhalte bei maximal eingestellter Helligkeit direkt von oben betrachtet noch gut erkennbar. Wenn man dabei aber von der Seite her auf das Display schaut, wird es schwierig. Im direkten Vergleich mit dem UMIDIGI Z Pro kann ich weniger erkennen, was aber an der Displayschutzfolie liegt. Sie schluckt sehr viele Inhalte, speichert meine persönlichen Fettfingerbdrücke hingegen mit einer Leidenschaft und Präzision, die ansonsten nur die NSA an den Tag legt.

Ab Werk ist die Leiste mit den OnScreen-Bedienelementen abgeschaltet. Anders als noch beim Z Pro lassen sich diese über die Benachrichtigungsleiste (als Tile) zuschalten und nicht durch ein ungewöhnliches Wischen nach unten. Ansonsten ersetzt die Leiste mit dem Fingerabdrucksensor diese zuschaltbaren Bedienelemente. Es ist aber schade, dass die Leiste nicht beleuchtet ist, sich weder ein Hinweise darauf findet, noch beleuchtete Icons vorhanden sind. Funktioniert sozusagen wie von Zauberhand. Im Ernst, hier merkt man, an welcher Stelle gespart wurde.

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Benchmark-Ergebnisse pfui, Performance im Alltag hui!

Ja, das UMIDIGI C Note kackt in den einschlägigen Benchmark-Ergebnissen von AnTuTu, 3D Mark oder Geekbench 4 so richtig ab und belegt durch die Bank die hinteren Ränge. Ergo, hier besteht kein Posing-Potenzial. Wenn es aber um die Performance im Alltag geht, aufwändige 3D-Spiele ausgenommen, so liefert es durchgängig bessere Ergebnisse als alle bisher von mir getesteten China-Smartphones der letzten Zeit. Der große Bruder Umidigi Z Pro beispielsweise (Review wird demnächst veröffentlicht) auf Android 6 Marshmallow-Basis kann von so einem flüssigen Launcher nur träumen, obwohl er eine bessere CPU und mehr Arbeitsspeicher besitzt.

Android 7.0 mit einem Hauch Eigenständigkeit beim Vanillegeschmack

Die eingesetzte Firmware basiert auf Android 7.0 Nougat, enthält die März-Sicherheitsupdates und wurde am 7. April erstellt – ist also wirklich taufrisch. UMIDIGI muss jetzt nur noch dafür sorgen, dass regelmäßig Aktualisierungen zur Verfügung gestellt werden und das die Firmware vollständig ins Deutsche übersetzt wird. Es gibt noch einige (Unter-)Punkte die Englisch belassen bzw. etwas schlampig übersetzt wurden (siehe Kamera-App). Das wirkt nicht besonders professionell. Übersetzungen fehlen überall dort, wo man von Vanilla-Android abgewichen ist und einige (sinnvolle) Erweiterungen eingebaut hat, so etwa Smart Wake oder Dura Speed: zur Beschleunigung der aktiven App werden andere Benachrichtigungen möglicherweise verzögert oder gar nicht empfangen. Es können daher Apps zu einer Ausnahmeliste hinzugefügt werden, deren Benachrichtigungen man immer empfangen möchte.

Akku Okay für den Tag

Der Akku ist laut Hersteller 3800mAh groß und reichte bei reiner Home-Nutzung etwa 1,5 Tage, bis die bei mir magische Grenze von 20% unterschritten wurde. Erfahrungsgemäß nimmt der Ladestand bei vielen Smartphones anschließend rapide bzw. viel schneller ab. Unterwegs nahm der Akku bedingt durch die häufigen Wechsel zwischen 3G und LTE (O2, leider!) ziemlich schnell ab. Ob es an der Netzsituation lag oder daran, dass das C Note trotz bestehender Kompatibilität nicht für die europäischen Netze optimiert wurde, kann ich nicht sagen. Laut Hersteller werden die LTE-Frequenzen 800/1800/2100/2600MHz unterstützt.
Durch Optimierung in den Einstellungen (Battery Saving oder Dura Speed) können aber einige Reserven freigekitzelt werden. Auf Dreingaben wie Wireless-Charging müsst ihr verzichten, angesichts des Preises aber zu verschmerzen.

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Zwei Kameras ohne besondere Eigenschaften, aber eben auch ohne grobe Schwächen

Die Aufnahmen bei durchschnittlichen Lichtverhältnissen in Innenräumen (natürliches Fensterlicht) ohne Stabilisator sehen okay aus: sie sind ein wenig grobkörnig und könnten schärfer ausfallen. Der PDAF-Autofokus ist kein Ausfall, aber auch kein Highlight. Er ist nicht allzu träge aber eben auch kein Wunderwerk der Technik. Mit zuschaltbarem Bildstabilisator entfallen die zusätzlichen Szenemodi (Automatisch, Nachtaufnahme, Sonnenuntergang, Party, Portrait und Landschaft). Ein Beautymodus ist ebenfalls enthalten, er wurde aber etwas unglücklich mit „Gesichtsschönheit“ übersetzt. Hier ist ingesamt noch Luft nach oben vorhanden.

Fazit: mehr davon!

Wäre UMIDIGI ein in Deutschland etablierter Hersteller, der einen Support vor Ort bei Garantiefällen anbietet und seine Geräte mit regelmäßigen Aktualisierungen versorgen, hätte ich nur wenig Bedenken, das Umidigi C Note ohne Einschränkungen zu empfehlen. Zu diesem Preis erhält man (neu) kein besseres Smartphone.

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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich selbst nutze. Von PC-Hardware über Smart-Home-Spielereien bis zu VPN-Tricks – keine Buzzwords, nur ehrliche Tests und Anleitungen. Zur Ablenkung tippe ich über Fußball (meist ohne Magenschmerzen). Mein neuestes Projekt ist keycaps-deutsch.de, wo ich mich der Suche nach der perfekten mechanischen Tastatur verschrieben habe.
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