Der Gamakay GX1 Pro Test fing mit derselben Frage an wie der Test der Gamakay TK75 TMR: Liegt es an mir oder am Produkt? Bei der Tastatur lag der Funkempfänger auf dem Tisch, weil er beim Ausklappen des Fußes aus seinem Fach fiel. Bei der Maus leuchtete das Dock am Mac, und der Cursor bewegte sich keinen Millimeter.
Diesmal lag es an mir. Mein USB-C-Kabel konnte nur laden, und Gamakay legt nur eines mit dem breiten USB-A-Stecker bei. Mit einem Datenkabel lief es, und ab da ging es um die eigentliche Frage dieser Maus.
Die GX1 Pro hat zwei Akkus. Einer steckt in der Maus, der andere lädt im Dock, in dem auch der Funkempfänger sitzt. Ist der Akku leer, wird getauscht statt eingesteckt. Dazu kommen 55 Gramm und der Sensor PAW3950, für 54,95 Euro direkt beim Hersteller.
- 【PAW3950 Sensor & 30.000 DPI】Ausgestattet mit dem optischen PAW3950 Sensor mit bis zu 30.000 DPI bietet die GX1 PRO eine präzise, flüssige und reaktionsschnelle Abtastung für kompetitives Gaming, schnelle Action-Spiele und den täglichen Gebrauch.
- 【Tri-Modus-Konnektivität】 Unterstützt Bluetooth 5.0, 2,4-GHz-Funkverbindung und USB-C-Kabelmodus. GX1: Der 2,4-GHz-USB-Empfänger befindet sich hinter dem Akku an der Unterseite der Maus. GX1 PRO: Die Ladestation dient gleichzeitig als 2,4-GHz-Empfänger – schließen Sie die Ladestation an Ihren Computer an, um den kabellosen 2,4-GHz-Modus zu nutzen.
- 【8000Hz Abfragerate】Unterstützt eine Abfragerate von bis zu 8000 Hz im kabellosen 2,4-GHz-Modus und im USB-C-Kabelmodus und ermöglicht so eine schnellere Datenübertragung und flüssigeres Tracking für kompetitives Gaming.
- 【55g Ultra-Leichtbauweise】Mit einem Gewicht von ca. 55 g unterstützt das leichte, ergonomische Gehäuse schnelle Bewegungen und eine komfortable Steuerung. Erhältlich mit Silent Switch oder Standard Switch, passend zu unterschiedlichen Klickpräferenzen.
- 【Duales wechselbares Akkusystem & TFT-Ladestation】Das Dual-Akku-System ermöglicht einen schnellen Akkuwechsel und reduziert dadurch Ausfallzeiten, während die verbesserte TFT-Display-Ladestation bequemes Laden des Ersatzakkus und die Anzeige von Statusinformationen in Echtzeit ermöglicht.
Spoiler: Der Akkutausch ist die beste Idee an dieser Maus, die Software die schwächste. Gamakay hat mir die GX1 Pro für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vorgaben, was ich schreiben soll, gab es keine.
- Preis: 54,95 Euro direkt bei gamakay.com für alle vier Varianten der GX1 Pro, 69,99 Euro bei Amazon (Stand 20. Oktober 2026). Die einfache GX1 ohne Display und mit schwächerem Sensor kostet direkt 21,95 Euro.
- Zwei Akkus mit je 300 mAh, einer in der Maus, einer im Dock. Laut Gamakay lädt einer in rund zwei Stunden, eine Laufzeit nennt der Hersteller nicht. Der Tausch dauert bei mir knapp 15 Sekunden, die Entnahme geht ohne Fummelei.
- Am Mac funktioniert Bluetooth sofort. Für Funk und Kabel braucht es ein USB-C-Kabel mit Datenleitung, beigelegt ist nur eines mit USB-A-Stecker.
- GearHub läuft nur im Browser. Unter Windows lassen sich Tasten umbelegen, mit aktivem IOT-Modus flimmert die Oberfläche aber, und bei einem Fenster von 1278 mal 1270 Pixeln meldet sie „Fenstergröße ist zu klein“. Am Mac ist der nötige Treiber-Helfer zum Download ausgegraut.
- Laut Gamakay-Support hat die Maus zwei Modi: Extreme mit rund 200 Mikrosekunden Latenz und Stable mit 500 bis 600 Mikrosekunden. Extreme kostet Akkulaufzeit, 8000 Hz lief bei mir etwas schwächer als die niedrigeren Stufen.
- Gewogen 57,1 Gramm, Gamakay nennt 55 Gramm plus oder minus drei. Die Maus meldet sich mit derselben Herstellerkennung 3151 wie die Gamakay TK75 TMR.
So bin ich zu diesem Urteil gekommen
Gamakay GX1 Pro Test im Alltag: tauschen statt einstecken

Der Akku sitzt unter einer Klappe an der Unterseite und wiegt laut dem Test von Damian Cooper rund 6 Gramm. Beide Zellen haben 300 mAh und laden laut Gamakay in etwa zwei Stunden. Wie lange eine Ladung hält, steht nirgends beim Hersteller.
Cooper kam bei 2000 Hz auf 42 bis 49 Stunden, bei 4000 Hz auf etwa ein Drittel weniger. Nachgemessen habe ich die Laufzeit nicht, mein Eindruck deckt sich aber mit seinem. Der Tausch selbst dauert bei mir knapp 15 Sekunden.
Der YouTuber Vrtuhub fand die Entnahme fummelig, und eine Käuferin schreibt in den Bewertungen auf der Gamakay-Seite, sie habe den Akku mit einer Münze heraushebeln müssen. Das kann ich nicht bestätigen, bei mir geht das völlig in Ordnung.
Mit einem Magnet-Akku ginge der Wechsel schneller, das sagt auch der deutsche YouTuber 4etech. Stimmt, aber für 55 Euro nehme ich die 15 Sekunden in Kauf.
Meine Alltagsmaus ist eine Corsair Sabre V2 Pro MG mit fest verbautem Akku. Wird der leer, hängt sie am Kabel, und das ist bei fast allen Funkmäusen so. Selbst PC Games Hardware nannte fest verbaute Akkus bei der Vorstellung der Dareu Ultra 09 auf der IFA „längst die Regel“. Die Dareu ist eine der wenigen anderen Mäuse mit Wechselakku, nur gibt es für sie noch keinen deutschen Preis.
Das Dock: der Empfänger wohnt jetzt im Ladeschacht

Bei der Pro steckt der Funkempfänger fest im Dock, einen separaten Dongle gibt es nicht. Das Display vorne zeigt Akkustand, DPI, Polling-Rate, Abhebehöhe und Verbindungsmodus, auf Wunsch auch eine Uhr oder ein eigenes Bild aus dem Zeichenbrett in GearHub.
Für mich ist das eher Spielerei. Den Haken, den Cooper beschreibt, eine Uhr, die nach jedem PC-Neustart stehen bleibt, konnte ich nicht nachvollziehen.

Ein Schritt steht nur in der Anleitung und nicht auf der Produktseite. Damit Maus und Dock sich finden, hältst du linke Taste, Mausrad und rechte Taste rund drei Sekunden gedrückt. Der Schalter unter der Maus muss dafür auf „2.4G/Wired“ stehen, die andere Stellung ist Bluetooth.

Form und Klicks: sicher geformt, an der Seite nicht ganz leise

Die GX1 Pro ist symmetrisch, 124 mal 65 Millimeter groß und laut Gamakay 55 Gramm schwer, plus oder minus drei. Meine Küchenwaage zeigt 57,1 Gramm, also im Rahmen. Cooper vergleicht die Form mit einer Mischung aus Razer Viper und Logitech G Pro X Superlight und empfiehlt sie für mittlere bis große Hände. Das deckt sich mit meinem Eindruck.
Hardware Netzwerk hätte die Maus gern leichter. Das sehe ich anders, mir ist sie in manchen Situationen eher zu leicht. Die Schale ist steif, nichts knarzt.


Bei den Haupttasten gibt es die Wahl zwischen leisen TTC-Silent-Schaltern und Standard-Schaltern, meine weiße Variante hat die Silent-Schalter. Hardware Netzwerk und der YouTuber yoozy hätten lieber die knackigeren Standard-Schalter.
Leise sind nur die beiden Haupttasten. Seitentasten und Mausrad nutzen laut Gamakay normale Huanyu-Schalter, und das hört man. Ein Käufer der Silent-Variante bemängelt genau das, mich stört es nicht. Weil der Klick aufs Mausrad normal laut ist, wirken die Silent-Tasten daneben vielleicht weniger knackig, als sie sind.
Die Gleitfüße finde ich durchschnittlich. 4etech und Hardware Netzwerk kritisieren sie, vor allem auf Stoffpads, auf meinem Pad passen sie soweit.
30.000 DPI und 8000 Hz: Zahlen fürs Datenblatt
Gamakay bewirbt den Sensor mit 30.000 DPI. Ich arbeite an einem 4K-Monitor mit 1600 DPI, und das reicht mir. 30.000 halte ich für abartig. Der Sensor kann das, einstellen muss man es nie.
Spannender ist die Polling-Rate, laut Gamakay bis 8000 Hz über Kabel und Funk. Die Polling-Rate sagt, wie oft pro Sekunde die Maus ihre Position an den Rechner meldet. Bei 8000 Hz ist das alle 0,125 Millisekunden. Per Bluetooth sind es nur 125 Hz.
Auf meine Nachfrage schrieb mir der Gamakay-Support, die GX1 Pro habe zwei Modi. Im Extreme-Modus liege die Latenz bei rund 200 Mikrosekunden, im Stable-Modus bei 500 bis 600. Extreme sei deshalb fürs Spielen gedacht, weil er den Akku schneller leert. Umgeschaltet wird in GearHub unter „Tastenreaktion“.

Der Unterschied liegt bei weniger als einer halben Millisekunde, und dafür würde ich keinen Akku opfern. Bei 8000 Hz lief die Maus bei mir etwas schwächer als auf den niedrigeren Stufen. Cooper und der Tester KapitanKloze beschreiben das ebenfalls, beide bleiben bei 2000 oder 4000 Hz.
GearHub: dieselbe Software wie bei der Tastatur
Ein Programm zum Herunterladen habe ich für die GX1 nicht gefunden. Auf der Download-Seite von Gamakay stehen nur Tastaturen, eingestellt wird die Maus über den Web-Treiber GearHub unter gearhub.top. Das klappt nur in Chrome oder Edge, Safari und Firefox können sich im Browser nicht mit USB-Geräten verbinden.
Die Maus meldet sich mit der Herstellerkennung 3151, derselben wie bei der TK75 TMR. Dieselbe Plattform steckt auch in der Epomaker HE68 Lite. Die Software kenne ich also schon von zwei Tastaturen.
Unter Windows verbindet sich GearHub, und Tasten lassen sich umbelegen. Schön ist es trotzdem nicht. Sobald der IOT-Modus an ist, flimmert das Bild in den Einstellungen.
Die Übersetzungen sind rudimentär, bei manchen Punkten bleibt unklar, was sie tun. Allein eine ordentliche Schriftkombination würde die Oberfläche schon aufwerten. Und bei einem Browserfenster von 1278 mal 1270 Pixeln meldet GearHub „Fenstergröße ist zu klein“ und empfiehlt, mit Strg und Minus herauszuzoomen.


Am Mac habe ich nur gegengeprüft, und das reicht für ein Urteil. GearHub erkennt die Maus, zeigt dann aber laufend Fehlermeldungen und flackert so, dass es aussieht, als würde jemand anderes klicken. Ein Hinweis auf den Grund steckt im Dialog „Treiber-Support herunterladen“: Den Helfer, den GearHub verlangt, gibt es nur für Windows, der Mac-Button ist ausgegraut.

Gamakay schreibt auf der Produktseite „Windows and macOS“. Bei der TK75 TMR war es am Mac genauso, dort war derselbe Download ausgegraut. Cooper nennt die Software den größten Schwachpunkt der Maus, und das sehe ich auch so.
Kaufen: direkt bei Gamakay 15 Euro günstiger
Direkt bei Gamakay kostet die GX1 Pro 54,95 Euro, in Schwarz und Weiß, mit Silent- oder Standard-Schaltern. Bei Amazon standen die drei Varianten, die ich geprüft habe, bei 69,99 Euro (beides Stand 20. Oktober 2026). Bei Geizhals und Idealo war sie zum Testzeitpunkt nicht gelistet.
Die einfache GX1 kostet direkt 21,95 Euro. Ihr fehlt das Display am Dock, der Empfänger ist ein normaler Dongle, und der Sensor PAW3311 schafft 12.000 DPI bei 1000 Hz. Die Wechselakkus hat sie auch.

| Gamakay GX1 Pro | Datenblatt |
|---|---|
| Sensor | PAW3950, bis 30.000 DPI, 750 IPS, 50 G |
| Polling-Rate | 250 bis 8000 Hz (Kabel, 2,4 GHz), 125 Hz (Bluetooth) |
| Verbindung | 2,4 GHz über Dock, Bluetooth, USB-C |
| Akku | 2 × 300 mAh, wechselbar, Ladezeit ca. 2 Stunden |
| Gewicht | 55 g ± 3 g (gewogen: 57,1 g) |
| Maße | 124 × 65 × 40,5 mm, symmetrisch |
| Tasten | 7, Haupttasten TTC Silent oder Standard |
| Software | GearHub (Web), Windows und macOS laut Hersteller |
| Lieferumfang | Maus, Dock, 2 Akkus, USB-A-auf-C-Kabel, Grip-Tape |
| Preis | 54,95 € direkt, 69,99 € Amazon (20.10.2026) |
Kann man den Akku der Gamakay GX1 Pro wechseln?
Ja, das ist ihr Hauptmerkmal. Im Karton liegen zwei Akkus mit je 300 mAh, einer steckt in der Maus, der andere lädt im Dock. Der Tausch über die Klappe an der Unterseite dauert knapp 15 Sekunden.
Funktioniert die Gamakay GX1 Pro am Mac?
Als Maus ja, per Bluetooth sofort und per Funk oder Kabel mit einem USB-C-Datenkabel, denn beigelegt ist nur eines mit USB-A-Stecker. Die Software GearHub lief in meinem Test am Mac nicht sauber, der nötige Treiber-Helfer ist dort zum Download ausgegraut.
Was ist der Unterschied zwischen GX1 und GX1 Pro?
Die Pro hat den Sensor PAW3950 mit bis zu 30.000 DPI und 8000 Hz, die GX1 den PAW3311 mit 12.000 DPI und 1000 Hz. Das Dock der Pro hat ein Display und den Funkempfänger eingebaut, bei der GX1 steckt ein separater Dongle. Wechselakkus haben beide.
Wie verbinde ich die GX1 Pro mit dem Dock?
Das Dock per USB-C-Datenkabel an den Rechner anschließen und den Schalter unter der Maus auf 2.4G/Wired stellen. Dann linke Taste, Mausrad und rechte Taste etwa drei Sekunden gedrückt halten, bis die Maus im Pairing-Modus ist.
Der Akku überzeugt, die Software muss man aushalten
Die GX1 Pro macht aus dem leeren Akku eine Sache von 15 Sekunden. Bei meiner Sabre heißt leer: Kabel ran. Dazu kommen eine sichere Form und ein Sensor, dessen Spitzenwerte ich nie ausreize.
Was man aushalten muss, ist GearHub. Unter Windows funktioniert es, ohne Spaß zu machen. Am Mac fehlt der nötige Helfer ganz. Wer die Maus so nutzt, wie sie aus dem Karton kommt, merkt davon wenig.
Meine Sabre V2 Pro MG bleibt meine Alltagsmaus, und zwar wegen der Software. Wenn der Preis eine Rolle spielt, tut es die GX1 Pro auch. Für 55 Euro bekommt man eine solide Maus, die man nie ans Kabel hängen muss.
Lohnt sich für…
- Kabel-Hasser: Wer seine Funkmaus nie wieder am Kabel betreiben will, tauscht hier den Akku und spielt weiter.
- Sparfüchse mit Anspruch: PAW3950 und 55 Gramm für 55 Euro direkt beim Hersteller.
Eher nicht für…
- Mac-Nutzer mit Einstellbedarf: Der Treiber-Helfer für GearHub ist am Mac ausgegraut, die Oberfläche flackert.
- Magnet-Verwöhnte: Wer schnellen Akkutausch per Magnet kennt, findet die Klappe umständlich.







Kommentare