Der SwitchBot Meter Pro CO2 Test hat bei mir kein Protokoll gebraucht. Ich habe das Ding ins Wohnzimmer gestellt, und seitdem lüfte ich öfter. Nicht, weil mich eine App anschreit, sondern weil da eine Zahl steht.
Er erzieht einen sanft. Das ist das ganze Konzept, und nach dem Test der SwitchBot Wetterstation, bei der ich mich im Editor verlaufen habe, ist das eine Erholung. Hinstellen, und das Gerät will nichts mehr von mir.

Zur Einordnung: Der Meter Pro steht seit mehreren Monaten im Wohnzimmer, läuft mit zwei AA-Batterien und hängt über einen SwitchBot-Hub an Homey. Gegen ein Referenzgerät habe ich nicht gemessen, es geht hier um den Alltag.
SwitchBot hat mir den Meter Pro CO2 für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vorgaben, was ich schreiben soll, gab es keine.
- Getestet über mehrere Monate im Wohnzimmer, im Batteriebetrieb und über den SwitchBot-Hub in Homey.
- Ablesbarkeit: CO2-Wert groß in der Mitte, Farbleiste von Grün bis Rot, daneben das Alter der Messung in Minuten.
- CO2 misst er mit Batterie standardmäßig alle 30 Minuten, am USB-C-Kabel jede Minute. Die Produktseite wirbt an anderer Stelle mit 5 Sekunden.
- Homey: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 und Batterie kommen an. In einer Woche lag das Stundenmittel bei mir zwischen 405 und 925 ppm.
- Batterie: Homey meldet den ganzen September über 100 Prozent, gewechselt habe ich nie.
- Preis: 69,99 Euro im EU-Shop von SwitchBot (Stand 02.10.2026).
So habe ich getestet
Im Alltag: eine Zahl, die sanft erzieht
Auf dem Display steht der CO2-Wert groß in der Mitte, darüber eine Farbleiste von Grün über Gelb bis Rot, darunter Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Dazu kommen Uhrzeit, Datum und eine kleine Komfortanzeige mit DRY, COMFORT und WET. Das ist gut ablesbar, und mehr muss ein Display an dieser Stelle nicht können.
Mit dem Lüften passiert etwas Unspektakuläres: Man macht es einfach öfter. Niemand hat mir einen Alarm geschickt, ich habe nur irgendwann angefangen, auf die Zahl zu schauen.
Die Stufen lassen sich in der App verschieben. Ab Werk gilt bis 1000 ppm als gut, bis 1400 als mäßig und darüber als schlecht. Wer will, lässt sich bei Grenzwerten per Ton, blinkendem Display oder App warnen.


Bedienung: eine Taste und wenig Einstellkram
Am Gerät gibt es eine einzige Taste oben. Ein kurzer Druck löst eine neue Messung aus, was sie sonst tut, legt man in der App fest.
Die App zeigt neben den drei Hauptwerten auch absolute Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und VPD. VPD ist das Dampfdruckdefizit, also ein Maß dafür, wie viel Feuchtigkeit die Luft noch aufnehmen kann. In den Einstellungen stehen wenige, klare Punkte: Panel-Anzeige, CO2-Stufen, Warnbedingungen, Kalibrierung und Komfortstufe.
In mehreren Monaten gab es bei mir wenig Fehler und wenig, das unklar blieb. Nach der Wetterstation ist das keine Selbstverständlichkeit.

Was das Datenblatt verschweigt: 30 Minuten statt 5 Sekunden
Auf der Produktseite von SwitchBot steht, der Sensor liefere CO2-Werte jede Sekunde am Kabel und alle fünf Sekunden mit Batterie. In der Spezifikationstabelle derselben Seite steht etwas anderes: Standard sind 30 Minuten, am Netzteil eine Minute, und eine Sekunde ist nur das kürzeste einstellbare Intervall.
Meine App bestätigt die Tabelle: CO2 alle 30 Minuten, Temperatur und Feuchte alle 10. Das Display ist dabei ehrlich und zeigt neben dem Wert, wie alt die Messung ist, auf meinen Fotos „03 minutes ago“. Die App warnt sogar selbst, dass kurze Intervalle das Gerät erwärmen und die Genauigkeit beeinträchtigen können.
Für den Alltag reicht das, CO2 steigt in einem Wohnzimmer nicht im Sekundentakt. Wer sofort einen frischen Wert will, drückt die Taste oben.


Kurios ist die Kalibrierung. Für die Temperatur empfiehlt die App Eiswasser: das Gerät in einen Zip-Beutel, 30 Minuten in die Schüssel, dann auf 0,0 Grad stellen. Den CO2-Sensor kalibriert man an der frischen Luft, eine Minute warten und fünf Minuten stillhalten.


Auch beim Speicher widerspricht sich die Seite. Im Text bleiben die Daten 68 Tage im Gerät, in der Tabelle 38. In der App sind es zwei Jahre, für mehr verlangt die Tabelle eine Zahlung.
Homey: vier Werte und ein Hub dazwischen
In Homey, meiner Homey Pro 2026, heißt er „Meter Pro (CO2-Monitor) FD“ und liefert Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 und den Batteriestand. Alle vier landen in den Einblicken, daraus stammen die Zahlen oben. Für CO2 gibt es eine eigene Trigger-Karte mit Schwellwert.



Der Haken steht im Treibernamen: „Meter Pro mit CO2 (HUB)“. Der Meter funkt per Bluetooth, und ins Netz kommt er nur über einen SwitchBot-Hub. Die App sagt das selbst, unter den Diensten von Dritten.
Mein Lüftungs-Flow („CO₂ über 1200 ppm, bitte lüften“) hängt seit dem 2. Oktober am Meter Pro. Steigt der Wert über 1200 ppm, bekommen alle im Haus eine Push-Nachricht aufs Handy.
Batterie: so unauffällig, dass ich sie vergessen habe
Ein Geständnis: Beim Schreiben dieses Tests war ich überzeugt, im Meter Pro stecke ein Akku. Es sind zwei AA-Batterien, ab Werk eingelegt. Ich hatte das vergessen, weil ich das Fach seit dem Aufstellen nie wieder geöffnet habe.
Viel mehr kann man von einer Batterie nicht verlangen. SwitchBot nennt rund ein Jahr Laufzeit, bei mir meldet Homey den ganzen September über 100 Prozent. Die Anzeige ist bei AA-Zellen grob, ein Wechsel stand aber noch nie an.
Alternativ läuft der Meter am USB-C-Kabel, dann misst er CO2 jede Minute. Ein Netzteil liegt laut SwitchBot nicht bei, und von Akkus rät der Hersteller ab.
Preis: 69,99 Euro, und wofür der Hub dazukommt

Im EU-Shop von SwitchBot kostet der Meter Pro CO2 69,99 Euro (Stand 2. Oktober 2026). Ohne Hub bekommst du Display und App in Bluetooth-Reichweite. Für Homey, andere Dienste und das Wettersymbol auf dem Display braucht es einen SwitchBot-Hub, es gibt auch ein Bundle mit Hub.
Bei Amazon lag er am selben Tag bei 53,13 Euro. Der Preis dort schwankt, den aktuellen Stand zeigt die Box.
Dass ein CO2-Sensor nicht automatisch stimmt, zeigte IKEAs Alpstuga: Im AppleInsider-Test lag der Sensor daneben, darüber habe ich im Artikel zu IKEAs Matter-Lineup geschrieben. Einen Alpstuga habe ich nicht im Haus, einen direkten Vergleich gibt es von mir deshalb nicht.
Technische Daten des SwitchBot Meter Pro CO2
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| CO2-Sensor | Sensirion, NDIR laut SwitchBot, 400 bis 9999 ppm, Genauigkeit ±(50 ppm + 5 % des Messwerts) |
| Temperatur | −20 bis 80 °C, ±0,2 °C zwischen 0 und 65 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 bis 99 % rF, ±2 % zwischen 10 und 90 % |
| Intervall CO2 | 30 Minuten mit Batterie, 1 Minute am USB-C-Kabel, kürzestes Intervall 1 Sekunde, Sofortmessung per Taste |
| Intervall Temperatur und Feuchte | 10 Minuten in meiner App |
| Strom | 2 × AA oder USB-C (5 V / 1 A), Netzteil nicht im Lieferumfang |
| Batterielaufzeit | laut SwitchBot rund 1 Jahr, bei mir nach Monaten weiter 100 % in Homey |
| Funk | Bluetooth, laut SwitchBot bis 120 m ohne Hindernisse |
| Speicher | im Gerät 38 oder 68 Tage (die Produktseite widerspricht sich), in der App 2 Jahre |
| Maße und Gewicht | 92 × 79 × 25 mm, 154 g mit Batterien |
| Smart Home | Homey, Home Assistant, Alexa, Google Assistant, Siri Shortcuts, SmartThings, IFTTT und Matter, jeweils mit SwitchBot-Hub |
| Firmware | V1.8 (Stand 29.07.2026) |
| Preis | 69,99 Euro im EU-Shop von SwitchBot (Stand 02.10.2026) |
Häufige Fragen zum SwitchBot Meter Pro CO2 Test
Braucht der SwitchBot Meter Pro CO2 einen Hub?
Zum Messen und Ablesen nicht, das Display und die App per Bluetooth funktionieren ohne. Für Homey, Home Assistant, Alexa und andere Dienste sowie für das Wettersymbol auf dem Display braucht er einen SwitchBot-Hub.
Wie oft misst der Meter Pro CO2?
Mit Batterie standardmäßig alle 30 Minuten, am USB-C-Kabel jede Minute. Das Display zeigt an, wie alt die Messung ist. Ein kurzer Druck auf die Taste oben löst sofort eine neue Messung aus.
Funktioniert der SwitchBot Meter Pro CO2 mit Homey?
Ja, über einen SwitchBot-Hub. In Homey kommen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2 und der Batteriestand an, dazu gibt es Trigger-Karten mit Schwellwert und den Verlauf in den Einblicken.
Wie lange halten die Batterien?
SwitchBot nennt rund ein Jahr mit zwei AA-Batterien. Bei mir meldet Homey nach mehreren Monaten weiter 100 Prozent, gewechselt habe ich noch nie. Von Akkus rät der Hersteller ab.
Wie genau ist der CO2-Sensor?
SwitchBot gibt ±(50 ppm + 5 % des Messwerts) im Bereich von 400 bis 9999 ppm an. Gegen ein Referenzgerät habe ich nicht gemessen. Kalibrieren lässt sich der Sensor in der App an der frischen Luft.
Ein gutes Teil, das nichts von mir will

Lohnt sich für…
- Alle, die wissen wollen, wann sie lüften sollten
- Homey- und Home-Assistant-Nutzer mit SwitchBot-Hub
- Leute ohne Lust auf Einstellkram
- Aufstellorte ohne Steckdose, die Batterien halten Monate
Eher nicht für…
- Wer CO2 im Sekundentakt will, aber kein Kabel legen mag
- Wer ihn ohne Hub ins Smart Home holen will
- Wer eine geprüfte Messung fürs Protokoll braucht
Ein gutes Teil. Gut ablesbar und einfach zu bedienen. Die Integration ist sauber, und in mehreren Monaten gab es wenig Fehler oder Unklarheiten.
Er macht eine Sache und macht sie zuverlässig: Er zeigt mir, wann die Luft verbraucht ist, und ich mache das Fenster auf. Mehr Smart Home brauche ich an dieser Stelle nicht.
Wer mich nach der Wetterstation fragt, welches SwitchBot-Gerät ich fürs Raumklima kaufen würde: dieses hier.
Mehr aus der SwitchBot-Serie
Der Meter Pro CO2 ist das siebte SwitchBot-Gerät, das ich im Alltag getestet habe. Die anderen sechs:
Serie auf techboys.de
Sieben SwitchBot-Produkte, ein Ökosystem, alle im echten Alltag getestet. Jedes Gerät hat einen eigenen Artikel, aber erst zusammen ergibt sich das ganze Bild.






