ASUS ProArt PA32KCX: 8K auf 32 Zoll – Wenn du Pixel hasst und Geld keine Rolle spielt

Gary Madeo
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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich selbst nutze. Von PC-Hardware über Smart-Home-Spielereien bis zu VPN-Tricks – keine Buzzwords, nur ehrliche Tests und...
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Es gibt Hardware, die kauft man, weil man sie braucht. Und es gibt Hardware, die existiert nur, um zu zeigen, dass es geht. Der neue ASUS ProArt Display 8K PA32KCX, dessen Verfügbarkeit ASUS jetzt verkündet hat, gehört definitiv in die zweite Kategorie – außer du bist Colorist in Hollywood oder hast eine unerklärliche Allergie gegen sichtbare Pixel.

Hier ist der Check des wohl extremsten Monitors, den man sich aktuell (theoretisch) auf den Schreibtisch stellen kann.

Die Specs: Zahlen, bei denen einem schwindelig wird

Lass uns kurz innehalten: 7680 x 4320 Pixel. Auf 32 Zoll. Das sind 275 PPI (Pixel pro Zoll). Zum Vergleich: Ein normaler 4K-Monitor auf 32 Zoll hat 140 PPI. Du könntest mit der Nase am Panel kleben und würdest kein Pixelgitter sehen. Das ist „Retina“ auf Steroiden.

Aber Auflösung ist nicht alles. ASUS verbaut hier keine einfache IPS-Platte, sondern zündet ein Feuerwerk an Specs:

  • Mini-LED Backlight: Satte 4.032 Dimming-Zonen. Das ist nah dran an OLED-Schwarz, aber ohne die Einbrenn-Angst, wenn die Windows-Taskleiste 12 Stunden am Tag leuchtet.
  • Helligkeit: 1.200 Nits Peak und – viel wichtiger – 1.000 Nits Full-Screen dauerhaft. Das Ding ersetzt im Zweifel auch deine Schreibtischlampe.
  • Der Roboter: Wie bei den großen EIZOs hat der ASUS ein eingebautes, motorisiertes Kolorimeter. Es fährt aus dem Rahmen, misst das Bild und kalibriert den Monitor automatisch nach. Hardware-Kalibrierung für Faule (oder Profis, die keine Zeit haben).

Anschluss-Porno: Alles, was der Standard hergibt

Wer so ein Display befeuern will, braucht Bandbreite. ASUS hat nicht gespart:

  • 2x Thunderbolt 4 (mit 96W Power Delivery – lädt also auch das dicke MacBook Pro).
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 2.1 (Endlich! Damit ist die Zukunftssicherheit gegeben).

Der Haken (und er ist riesig)

Bevor du jetzt deine Kreditkarte zückst:

  1. 60 Hz: Das ist ein Arbeitsgerät. Wer hier zocken will, ist falsch. Bei 8K und 60 Hz machen auch die meisten Grafikkarten dicht.
  2. Der Preis: ASUS ruft hierzulande eine UVP von über 9.000 Euro auf (Straßenpreise dürften sich um die 8.000–8.500 Euro einpendeln). Dafür bekommt man auch einen soliden Gebrauchtwagen.

Garys Urteil: Ein Flex für die Ewigkeit

Der PA32KCX ist kein Monitor für dich und mich. Er ist für Leute, die an 8K-Footage für die nächste IMAX-Doku schneiden oder Fotos retuschieren, die später auf Hauswänden hängen. Für den normalen Nerd ist er kompletter Overkill – aber genau deshalb lieben wir ihn. Es ist eine Machbarkeitsstudie, die man kaufen kann. ASUS zeigt hier der Konkurrenz (vor allem Apple mit dem Pro Display XDR, das weder 8K noch Mini-LED in dieser Dichte hat), wo der Hammer hängt.

Braucht man das? Nein. Will man das mal live sehen? Unbedingt. Mehr Infos und Bilder direkt bei Asus

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Ich bin Gary und schreibe hier über Technik, die ich selbst nutze. Von PC-Hardware über Smart-Home-Spielereien bis zu VPN-Tricks – keine Buzzwords, nur ehrliche Tests und Anleitungen. Zur Ablenkung tippe ich über Fußball (meist ohne Magenschmerzen). Mein neuestes Projekt ist keycaps-deutsch.de, wo ich mich der Suche nach der perfekten mechanischen Tastatur verschrieben habe.