Google hat heute den Startschuss für die Googlebooks gegeben: fünf Laptops von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo, ab 899 Dollar, in den USA ab 4. Oktober und in Deutschland ab dem 5. Oktober. Euro-Preise nennt Google nicht, aber MediaMarkt listet vier der fünf schon zur Vorbestellung, ab 1199 Euro.
Ich schaue mir das als jemand an, der seit August auf Linux umsteigt und heute gelernt hat, dass unter Googles neuem Notebook-System auch eines steckt.
Ein Linux, auf dem ich nichts installieren kann.
- Fünf Googlebooks zum Start: Acer Googlebook 14 (2-in-1, ab 899 Dollar), Dell XPS Googlebook (ab 1199 Dollar), HP Googlebook 14, Asus Googlebook 14 und Lenovo Googlebook 15 (je ab 1299 Dollar); Vorbestellung seit 21. September 2026, Auslieferung USA 4. Oktober, Deutschland 5. Oktober
- Euro-Preise bei MediaMarkt (Vorbestellung, Stand 21. September): HP Googlebook 14 1199 Euro, Acer Googlebook 14 ab 1249 Euro, Lenovo Googlebook 15 1379 Euro, Asus Googlebook 14 ab 1399 Euro, Dell fehlt noch; Acer nennt für EMEA offiziell ab 1199 Euro, nur für begrenzte Zeit
- Hardware-Mindeststandard: 16 GB RAM (bis 32 GB), 256 GB bis 1 TB Speicher, OLED-Touchdisplays bis 3K, lüfterlos, wahlweise Snapdragon X Elite (Dell, HP) oder Intel Core Ultra Serie 3 (Acer, Asus, Lenovo), 45 TOPS NPU, bis 14 Stunden Video
- Software: Android als Desktop-System auf dem Linux-Kernel statt ChromeOS, Gemini als Kern mit Magic Pointer, zehn Jahre Updates; Gmail und Kalender laufen laut 9to5Google als Web-Apps, nicht als Android-Apps; zu Linux-Containern wie Crostini sagt Google nichts
- Beigaben: zwölf Monate Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher, je drei Monate YouTube Premium, Photoshop und CapCut
Fünf Geräte, und der Einstiegspreis gilt nur für kurze Zeit
Das günstigste Googlebook ist das Acer Googlebook 14, ein 2-in-1 mit 14-Zoll-OLED, Intel Core Ultra und 16 GB RAM für 899 Dollar. Acer-Sprecherin Kelly Odle hat The Verge allerdings gesagt, das sei ein „initial launch price available for a limited time“, also ein Startpreis, den Acer je nach Bauteil-Lage neu bewertet. The Verge verweist auf die RAM-Knappheit, die gerade auch Apples MacBook Neo teurer gemacht hat.
Darüber liegen das Dell XPS Googlebook (13,4 Zoll, Snapdragon X Elite, ab 1199 Dollar) und drei Geräte ab 1299 Dollar: HP Googlebook 14 mit Snapdragon und bis zu 1 TB Speicher, Asus Googlebook 14 mit 3K-OLED und HDMI, Lenovo Googlebook 15 mit dem größten Display. Alle sind lüfterlos, alle haben mindestens 16 GB RAM, alle versprechen laut Google bis zu 14 Stunden Video. Das ist MacBook-Air-Territorium, nicht Chromebook.
Android statt ChromeOS: Was mit den Linux-Apps passiert, sagt Google nicht
Der technische Unterschied zum Chromebook ist größer als der Name vermuten lässt. Ein Chromebook läuft mit ChromeOS und führt Android- und Linux-Programme in getrennten Schichten aus, Linux zum Beispiel im Container Crostini. Ein Googlebook ist laut ComputerBase ein Android-System, das von Grund auf als Desktop gebaut wurde: Linux-Kernel unten, darüber der native Android-Stack, darüber die Desktop-Oberfläche.
Für mich als Linux-Anfänger heißt das etwas Ernüchterndes. Ja, unter dem Googlebook liegt derselbe Kernel wie unter meinem Fedora, aber davon sehe ich nichts. Ob es einen Linux-Container wie auf dem Chromebook geben wird, in dem ein Terminal oder GIMP laufen, steht in keiner der Ankündigungen, die ich heute gelesen habe. Google schweigt dazu, und Schweigen zum Start ist selten ein gutes Zeichen.
Abner Li von 9to5Google hat die Geräte ausprobiert und den Text „It’s Android, stupid“ überschrieben: Einstellungen wie auf dem Pixel, Widgets auf dem Desktop, Schnelleinstellungen oben rechts. Gmail und Kalender öffnen sich dabei als Web-Apps, nicht als Android-Apps, das war laut Google eine bewusste Entscheidung der Workspace-Teams. Wer ein Android-Handy hat, fühlt sich sofort zu Hause, wer eine Werkstatt für Programme sucht, eher nicht.
Deutschland: MediaMarkt hat die Euro-Preise vor Google
Für Deutschland nennt GoogleWatchBlog den 5. Oktober als Marktstart, ComputerBase und Caschys Blog schreiben beide, dass die Euro-Preise noch fehlen, und im deutschen Google Store gibt es bis heute Mittag keine Googlebook-Kategorie. Bei MediaMarkt stehen vier der fünf Geräte trotzdem schon mit Preis und Vorbestell-Button, Acer nennt in seiner EMEA-Pressemitteilung offiziell „ab 1199 Euro“ für Oktober, ebenfalls nur für begrenzte Zeit.
| Modell | Konfiguration bei MediaMarkt | Euro-Preis (Vorbestellung, 21.09.) | US-Startpreis |
|---|---|---|---|
| HP Googlebook 14 | Snapdragon X Elite, 16 GB, 512 GB | 1199 Euro | 1299 Dollar |
| Acer Googlebook 14 | Core Ultra 5 325 oder Ultra 7 355, 16 GB, 512 GB, 120 Hz | 1249 oder 1349 Euro | 899 Dollar |
| Lenovo Googlebook 15 | Core Ultra 5 325, 32 GB, 512 GB | 1379 Euro | 1299 Dollar |
| Asus Googlebook 14 | Core Ultra 5 325 oder Ultra 7 355, 16 GB, 512 GB | 1399 oder 1699 Euro | 1299 Dollar |
| Dell XPS Googlebook | noch nicht gelistet | offen | 1199 Dollar |
Zwei Dinge fallen auf. Das HP Googlebook 14 kostet hier mit Mehrwertsteuer weniger, als es in den USA ohne Steuer kostet, 1199 Euro gegen 1299 Dollar, und das Acer-Modell, das in den USA mit 899 Dollar wirbt, startet bei MediaMarkt mit einer 512-GB-Konfiguration bei 1249 Euro. Der Dollar-Einstiegspreis ist damit für Deutschland eine Zahl aus einer anderen Welt.
Was Google konkret zusagt: zehn Jahre Updates ab Plattformstart, dieselbe Frist, die seit 2023 für Chromebooks gilt. Dazu kommen zwölf Monate Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher und je drei Monate YouTube Premium, Photoshop und CapCut. Den Wert dieser Beigaben rechne ich beim Euro-Preis mit, aber erst, wenn es einen gibt.
Als ich im August mit Linux angefangen habe, war die erste Lektion, dass Android technisch auch Linux ist und ich das trotzdem nicht meinte. Heute kommt ein Laptop, der genau diesen Satz zum Verkaufsargument macht: Linux-Kernel, aber Googles Haus. Ich merke, dass mich das mehr stört als ein ehrliches Windows. Vielleicht, weil ich gerade lerne, wie viel Freiheit in dem Wort steckt, das hier nur noch als Fundament dient.
Googlebook: die kurzen Antworten zu Start und Preis
Wann kommen die Googlebooks nach Deutschland?
Am 5. Oktober 2026, einen Tag nach dem US-Start, nennt GoogleWatchBlog als Termin für Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Vorbestellungen laufen seit dem 21. September über die Hersteller, im deutschen Google Store gab es am Starttag noch keine Googlebook-Kategorie.
Was kostet ein Googlebook?
In den USA ab 899 Dollar für das Acer Googlebook 14, 1199 Dollar für das Dell XPS Googlebook und 1299 Dollar für die Modelle von HP, Asus und Lenovo. In Deutschland listet MediaMarkt zur Vorbestellung: HP Googlebook 14 für 1199 Euro, Acer Googlebook 14 ab 1249 Euro, Lenovo Googlebook 15 für 1379 Euro, Asus Googlebook 14 ab 1399 Euro. Dell nennt noch keinen Euro-Preis.
Kann ein Googlebook Linux-Programme ausführen?
Unklar. Chromebooks bieten dafür den Linux-Container Crostini, für Googlebooks hat Google zum Start keinen vergleichbaren Container angekündigt. Das System basiert zwar auf dem Linux-Kernel, ist aber ein Android-Desktop, auf dem Android-Apps und Web-Apps laufen.
Was ist der Unterschied zwischen Googlebook und Chromebook?
Ein Chromebook läuft mit ChromeOS, dessen Zentrum der Chrome-Browser ist, Android und Linux laufen in getrennten Schichten dazu. Ein Googlebook ist ein Android-System, das von Grund auf als Desktop gebaut wurde, mit Gemini als Kern und Hardware ab 16 GB RAM.
Für wen das etwas ist, und warum ich auf die Euro-Preise warte
Wer ein Pixel oder ein anderes Android-Handy hat und einen Laptop will, der sich anfühlt wie dieses Handy, bekommt hier zum ersten Mal Hardware, die den Namen verdient. Wer wie ich gerade von Windows weg will und dabei etwas lernen möchte, ist hier falsch, das Googlebook ist der bequemste Weg, nichts über Linux zu lernen, obwohl es darauf läuft.
Meine Neugier bleibt trotzdem, vor allem auf die Frage, ob Google den Linux-Container nachreicht. Bis zum 5. Oktober will ich zwei Dinge sehen: ob die MediaMarkt-Preise stehen bleiben, wenn Google selbst welche nennt, und einen Satz von Google zu Crostini.





