Den Netatmo Heizkörperthermostat Test habe ich mit einem Kästchen angefangen, das ich eigentlich nicht mehr wollte. Es heißt Thermo Hub, steckt in der Steckdose, und ohne ihn tun die beiden weißen Köpfe in Küche und Bad oben gar nichts. Dabei hängt im Erdgeschoss schon die Bridge von tado, und im Bad regelt seit April ein Eve Thermo ganz ohne Kästchen.
Dann lief die Einrichtung in 25 Minuten durch, Hub-Firmware und Matter-Code für Apple Home und Homey inklusive. Seitdem hatte ich zwei Wochen lang keinen Grund, die App zu öffnen. Ob das dem Kästchen verziehen ist, klärt dieser Artikel.
Netatmo hat mir den Thermo Hub und zwei Heizkörperthermostate ORIGINAL für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vorgaben, was ich schreiben soll, gab es keine.
- Getestet: ein Thermo Hub und zwei Heizkörperthermostate ORIGINAL in Küche und Bad im Obergeschoss, seit zwei Wochen, passend zum Start der Heizsaison. Im Erdgeschoss läuft tado X, im Bad daneben ein Eve Thermo.
- Einrichtung: Hub-Firmware, erstes Ventil und Matter-Code für Apple Home und Homey in 25 Minuten (12:06 bis 12:31 Uhr), das zweite Ventil am nächsten Tag in 5 Minuten.
- Preis: 119,99 Euro für das Pack aus Hub und einem Kopf, 59,99 Euro je weiterer Kopf. Den Hub verkauft Netatmo nicht einzeln.
- Matter kommt nur über den Hub. Homey Pro sieht Ist-Temperatur, Soll-Temperatur und Modus, aber keinen Batteriestand und keinen Zeitplan.
- Nicht kompatibel mit den alten Netatmo-Köpfen: Die ORIGINAL-Reihe funkt Zigbee-basiert zum Hub, die alte Generation auf 868 MHz zum Relais. Zwei Systeme, zwei Gateways.
- Eco-Assist, also Netatmos Geofencing, schickt beim Verlassen nur eine Push-Meldung. Abgesenkt wird nichts automatisch.
Was Netatmo geändert hat, und warum das Kästchen Pflicht ist
Netatmo hat im Januar die Wandthermostate der ORIGINAL-Reihe vorgestellt, der Heizkörperkopf kam im September nach. Der alte Plexiglas-Zylinder mit dem farbigen Ring ist Geschichte, der neue Kopf ist weiß, hat ein LED-Display, das sich nach ein paar Sekunden abschaltet, und läuft mit zwei AA-Batterien, die laut Netatmo etwa anderthalb Jahre halten. Bei mir sitzen beide Köpfe direkt auf dem M30x1,5-Gewinde, ohne einen der sechs Adapter aus der Packung.
Der eigentliche Umbau steckt im Funk. Die Köpfe reden Zigbee-basiert mit dem Thermo Hub, einem Stecker-Gateway, das nur WLAN kann und ohne das gar nichts geht, nicht einmal die App. heise hat beim Launch nachgefragt: Zigbee ja, aber nicht zertifiziert, eine fremde Zigbee-Bridge nimmt die Köpfe also nicht an.
Matter spricht nur der Hub. Er ist seit April 2026 als Matter-1.3-Bridge zertifiziert und reicht die Köpfe an Apple Home, Google Home, Alexa und SmartThings weiter. Eve Thermo und tado X gehen den anderen Weg und funken per Thread direkt zum Border Router, der bei vielen schon als Apple TV oder HomePod im Regal steht. Welche Thermostate ohne Hersteller-Kästchen auskommen, habe ich in einer eigenen Übersicht sortiert.
Den Hub gibt es nicht einzeln. Wer anfängt, kauft das Pack aus Hub und einem Kopf für 119,99 Euro oder gleich ein Wandthermostat, bei dem er beiliegt. Jeder weitere Kopf kostet 59,99 Euro.

Einrichtung: Hub, zwei Köpfe und ein Matter-Code aus der App
Die App heißt Home+Control und gehört Legrand, dem Konzern hinter Netatmo. Bevor sie den Hub überhaupt sucht, will sie drei Dinge: die HomeKit-Freigabe, den Standort (Begründung: damit sie das WLAN erkennt, der Dialog kam halb auf Englisch) und Push-Meldungen. Letztere sind keine Bitte. Wörtlich: „Push-Meldungen müssen zugelassen werden, damit Sie mit der Installation der App fortfahren und diese verwenden können.“
Danach lief es durch. Um 12:09 Uhr zog der Hub seine Firmware, um 12:19 Uhr war der erste Kopf gekoppelt, um 12:22 Uhr stand das Dashboard mit 21,0 Grad Ist und 19,0 Grad Soll für die Küche. Dazwischen sieben Onboarding-Folien mit dem Titel „Von Energy zu Control“, die den App-Umzug erklären, den Bestandskunden mitmachen müssen.
Der QR-Code des Kopfes sitzt unter der Kappe, die Netatmo in der App „Temperatur-Drehknopf“ nennt. Kappe ab, Batterien rein, Code scannen, auf den Heizkörper schrauben. Der Montage-Check in der App hat eine Logik, die man zweimal liest: Das Verbindungssymbol im Display muss aus sein, dann ist der Kopf verbunden. Leuchtet es, sucht er noch.
So lief die Einrichtung bei mir
- Home+Control laden, Konto anlegen, Freigaben abnickenHomeKit, Standort und Push-Meldungen. Ohne Push geht es nicht weiter.
- Thermo Hub in die Steckdose, WLAN wählenNur 2,4 GHz. Der Hub lädt beim ersten Start eine Firmware, bei mir drei Minuten.
- Kopf vorbereiten und koppelnKappe abziehen, zwei AA-Batterien einlegen, QR-Code unter der Kappe scannen. Der Kopf sucht den Hub, das Funksymbol im Display geht aus, wenn er ihn hat.
- Auf den Heizkörper schrauben und kalibrierenAlten Kopf ab, ORIGINAL auf das M30x1,5-Gewinde, handfest. Die App fragt nach der Montage ab, ob er fest sitzt, dann fährt der Motor einmal den Ventilweg ab.
- Raum und ZeitplanDer Assistent fragt, ob du tagsüber zu Hause bist, wann du gehst und wann du zurückkommst. Daraus baut er den ersten Plan, den du später frei umbaust.
- Matter-Code für Apple Home oder HomeyIn der App unter „Matter-Sharing verwalten“ einen Code erzeugen, fünf Minuten gültig, in Apple Home oder Homey eintippen. Der QR-Aufkleber am Hub funktioniert dafür nicht.
Der QR-Code auf dem Thermo Hub ist kein Matter-Code. Ich habe ihn in Apple Home gescannt und bekam „Weiteres Konfigurieren erforderlich“. Der richtige Weg steht in der Home+Control-App unter Matter-Sharing, dort erzeugst du einen Zahlencode, der fünf Minuten gilt. Netatmo schreibt das in der App auch hin, aber erst, wenn man die Seite findet.
Mit dem Code war der Hub um 12:30 Uhr in Apple Home als Bridge eingetragen, eine Minute später meldete Homey „2 Geräte verbunden“, den Hub und den ersten Kopf. Den zweiten Kopf habe ich am nächsten Vormittag ins Bad geschraubt: QR um 10:08 Uhr, fertig um 10:13 Uhr, in Homey um 10:18 Uhr als drittes Gerät. Fünf Minuten, ohne dass ich etwas am Hub anfassen musste.
Ein Detail, das Bestandskunden kennen sollten: Wer einen Kopf nachträglich einem anderen Raum zuordnet, bekommt die Warnung „Gefahr einer Störung des Heizsystems“. Netatmo rechnet pro Raum, nicht pro Kopf, und nimmt den Umzug ernst. Falsch ist das nicht, nur ungewohnt, wenn man vorher tado hatte.



Netatmo Heizkörperthermostat im Alltag: Küche und Bad oben
Nach zwei Wochen ist das Ehrlichste, was ich über die beiden Köpfe sagen kann: Ich habe sie vergessen. Der Zeitplan aus dem Assistenten läuft, morgens ist das Bad warm, abends um 22 Uhr geht die Küche runter, und die App habe ich seit der Einrichtung nur geöffnet, um Screenshots zu machen. Für ein Heizkörperthermostat ist das die beste Note, die es gibt.



Dahinter steckt die Vorausschätzung, Netatmos Wort für den Heizungsvorgriff. Sie ist ab Werk an, rechnet mit 30 Minuten pro Raum und soll sich laut App „einige Wochen nach Beginn der Heizperiode“ selbst nachjustieren. Nach zwei Wochen passt der Vorlauf.
Küche oben am ersten Tag: 21,0 Grad gemessen am Kopf, 19,0 Grad Sollwert, Zeitplan bis 22 Uhr. Beide Köpfe sitzen ohne Adapter auf M30x1,5. Nach zwei Wochen meldet Homey für die Küche 20,4 Grad Ist bei 19,0 Grad Soll. Den Batteriestand zeigt die App nur als Symbol, eine Prozentzahl gibt es nicht.
Beim Geräusch habe ich genau hingehört, weil das alte Netatmo-Ventil in Foren als Schlafzimmer-Störer galt. Der neue Motor ist leise, auf dem Niveau von tado X im Erdgeschoss und dem Eve Thermo im Bad. Ein kurzes Surren beim Regeln, mehr nicht.
Das Display zeigt Ist- und Solltemperatur und geht nach ein paar Sekunden aus. Die Kappe ist zugleich der Drehknopf, Netatmo nennt sie in der App genau so: drehen stellt die Temperatur, das Display zeigt den neuen Wert. Eine Verriegelung gegen Kinderfinger gibt es in den Einstellungen, bei mir ist sie aus.
Zwei Funktionen von der Packung habe ich in zwei Wochen nicht erlebt. Die Fenster-offen-Erkennung hat in zwei Wochen nie angeschlagen. Und Eco-Assist, Netatmos Geofencing, hat sich nie gemeldet.
Das passt zu dem, was heise beim Launch notiert hat: Eco-Assist schickt beim Verlassen nur eine Push-Meldung und senkt nichts automatisch ab. Wer das von tado kennt, erwartet hier mehr.
Den Hub habe ich auch abgezogen. Am Kopf lässt sich dann weiter verstellen: von 19 auf 25 gedreht, der Motor surrt, das Ventil geht auf. Sobald der Hub wieder in der Steckdose steckt, surrt es noch einmal, das Display zeigt die gemessenen 20,5 Grad, und der Kopf regelt zurück auf die 19 aus dem Zeitplan. Ohne Hub heizt der Plan weiter, die Hand am Kopf gilt nur, bis der Hub zurück ist. Mit Hub gilt sie drei Stunden: Unter „Temperatursteuerung“ steht die Standarddauer für manuelle Sollwerte, ab Werk 03:00, danach übernimmt wieder der Zeitplan.

Matter in Apple Home und Homey: was ankommt, was fehlt
Im Homey Pro taucht der Hub als eigenes Gerät auf, Netatmo Thermo Hub, dazu die beiden Köpfe als Typ „Valve“. Homey hat daraus von selbst zehn Flow-Karten gebaut: Ist-Temperatur geändert, größer oder kleiner als ein Wert, auch für eine Dauer, dazu die Solltemperatur als Auslöser und als Aktion, und den Thermostat-Modus als Bedingung. Für eine Automation „Bad unter 18 Grad, Push an mich“ reicht das.
Was Homey nicht sieht: den Batteriestand, den Zeitplan, die Fenster-offen-Erkennung, die Verriegelung. Das ist keine Homey-Schwäche, sondern die Matter-Bridge.
Netatmo reicht über den Hub nur den Thermostat-Teil durch, Ist, Soll und Modus. Alles, was Netatmo-spezifisch ist, bleibt in Home+Control. Zum Vergleich: Das tado X im Erdgeschoss meldet dem Homey über Thread zusätzlich Batteriealarm und Luftfeuchtigkeit. Den Netatmo-Kopf führt Homey als „Valve Original“ von Legrand, gebrückt über den Thermo Hub, mit Temperatur und Modus und sonst nichts.
Apple Home hat den Hub nach dem Code als Bridge übernommen. Natives HomeKit, wie es das alte Relais noch hatte, gibt es in der ORIGINAL-Reihe nicht mehr. Wer Apple Home nutzt, geht zwingend über Matter, und damit über den Hub.
Home Assistant hatte ich nicht am Hub. Die offizielle Netatmo-Integration läuft über die Cloud-API und nennt die ORIGINAL-Köpfe nicht. Der Weg führt über die Matter-Integration mit dem Hub als Bridge, Netatmo dokumentiert ihn nicht. Wer es ausprobiert hat, darf in die Kommentare.
Für meinen Mischbetrieb heißt das: Der Zeitplan lebt in Home+Control, Homey darf Temperaturen setzen und auf Werte reagieren, Apple Home zeigt der Familie, wie warm es ist. Drei Apps für zwei Heizkörper klingt nach viel. Im Alltag öffne ich keine davon.



Alte Generation gegen ORIGINAL: Umzug statt Upgrade
Netatmo verkauft das alte System weiter. Das Starterpaket Smarte Heizkörperthermostate mit Relais und zwei Köpfen steht für 199,99 Euro im Shop, jeder weitere alte Kopf kostet 89,99 Euro. Daneben das Pack aus Thermo Hub und einem ORIGINAL-Kopf für 119,99 Euro. Zwei Generationen, zwei Preislisten, und die Frage, die sich jeder Bestandskunde stellt: Kann ich mischen?

Nein. Netatmos Hilfeseite sagt es ohne Umschweife: Die alten Heizkörperthermostate sind nicht mit der ORIGINAL-Serie kompatibel. Die alten Köpfe funken auf 868 MHz zum Relais, die neuen Zigbee-basiert zum Hub. Der alte Kopf findet den Hub nicht, der neue nicht das Relais.
Was beim Umstieg außerdem wegfällt: Das alte Relais sprach HomeKit nativ, der neue Hub nur Matter. Das E-Paper-Display ist weg, gedreht wird weiter an der Kappe, nur ohne die 0,5-Grad-Klicks. Dafür fällt der Stückpreis von 89,99 auf 59,99 Euro, und Apple Home ist nicht mehr die einzige Tür nach draußen.
Was das für dich heißt
- Du hast noch kein NetatmoDann stellt sich die Frage nicht. Das alte System hat sein letztes Firmware-Update im Dezember 2025 bekommen, das ORIGINAL-Pack kostet 80 Euro weniger als das alte Starterpaket. Nimm das neue.
- Du hast zwei oder drei alte KöpfeBehalten. Sie laufen weiter, Netatmo verkauft die Reihe sogar noch. Der Umstieg lohnt erst, wenn ein Kopf stirbt oder du Matter für Homey oder Google brauchst, und dann tauschst du alle.
- Du hast fünf oder mehr alte KöpfeRechne: fünf ORIGINAL-Köpfe plus Hub sind rund 360 Euro, der 6er-Pack im Shop kostet 329,99 Euro plus das Pack mit Hub. Das ist ein neues System, kein Upgrade. Die alten Köpfe gibt es gebraucht noch für Geld.
- Du willst raumweise umziehenGeht nur mit zwei Gateways. Relais und Thermo Hub laufen dann als zwei getrennte Installationen nebeneinander, so hat es Netatmo gegenüber Clubic beim Launch beschrieben.
Preis: Was der Hub kostet, wenn du ihn nur dafür kaufst
Pro Heizkörper ist Netatmo günstig. 59,99 Euro für einen Kopf liegen unter den rund 75 Euro für ein Eve Thermo und den etwa 65 Euro für jedes weitere tado X, nur IKEA ist mit 14,99 Euro für den Liljebagge drunter, und der steht in Deutschland erst ab Januar im Regal. Der Unterschied steckt im Einstieg: 119,99 Euro für das Pack mit Hub, also 60 Euro für ein Kästchen, das nur Heizung kann.
Beim Apple TV als Matter Hub hatte ich geschrieben, der beste Hub sei der, den du für etwas anderes gekauft hast. Netatmo ist das Gegenbeispiel. Der Thermo Hub tut nichts außer Netatmo, und bei mir steht er neben einem Homey, der das Thread-Netz für Eve und tado ohnehin fährt. Das ist der Preis, über den ich beim Fazit noch einmal nachdenke.
| Bild | -17% | ![]() | ![]() | ![]() | -23% |
|---|---|---|---|---|---|
| Produkt / Titel | Hama Heizkörperthermostat Matter over Thread | FRITZ!Smart Thermo 302 | Netatmo Heizkörperthermostat ORIGINAL | SwitchBot Thermostat | TP-Link Kasa KE100 Starter Kit |
| Weg zu Matter | Thread, nur über Hama-Hub | DECT, Matter über FRITZ!Smart Gateway | Zigbee, Matter über Thermo Hub | Bluetooth, Matter über SwitchBot-Hub | Matter über Kasa-Hub |
| Hub nötig? | ja, teurer als das Thermostat | ja, FRITZ!Box plus Gateway | ja | ja | ja, im Starter Kit enthalten |
| Der Haken | Hub-Pflicht trotz Thread | Matter nur über das Gateway | Hub liegt nicht bei | regelt laut Computerbild nur in ganzen Grad | schwächste Note im Computerbild-Test |
| Button |
Dafür fehlt etwas, was bei tado jeden Monat auf der Rechnung steht: ein Abo. Zeitpläne und Berichte gibt es bei Netatmo ohne Aufpreis, Eco-Assist auch, selbst wenn es wie beschrieben nur eine Push-Meldung ist. Im Shop lief am 26. Oktober eine Aktion, bei der zum Wandthermostat ein Kopf gratis dazukommt, bei Amazon war der Einzelkopf am selben Tag mit sieben Stück auf Lager.
Wer bei Amazon bleiben will, kommt an den Hub nur über das Wandthermostat ORIGINAL für 159,99 Euro, der Hub liegt dort bei. Mit einem Kopf dazu sind das 219,98 Euro, hundert Euro mehr als das Pack im Netatmo-Shop.
Für wen das Netatmo Heizkörperthermostat ORIGINAL passt
- Du fängst bei null an und hast keinen Thread-RouterKein Apple TV, kein Homey. Dann brauchst du sowieso ein Kästchen, und Netatmos Pack ist mit 119,99 Euro der günstigste Marken-Einstieg mit Matter. Nimm es.
- Du hast einen Apple-Haushalt mit Apple TV oder HomePodDann kostet dich Netatmo ein Kästchen mehr als Eve oder tado X, die direkt per Thread an dein Apple TV gehen. Netatmo lohnt nur über den Stückpreis, ab vier Heizkörpern.
- Du automatisierst mit Homey oder Home AssistantHomey: ja, mit Ist, Soll und Modus, der Zeitplan bleibt in der Netatmo-App. Home Assistant: über die Matter-Integration mit dem Hub als Bridge, selbst nicht getestet. Wer Batteriestand und Fenster-Erkennung im Hub braucht, nimmt Eve.
- Du hast schon alte Netatmo-KöpfeBehalten, solange sie laufen. Der Wechsel ist ein Komplett-Tausch inklusive Hub, kein Nachkauf.
Netatmo Heizkörperthermostat Test: die kurzen Antworten
Braucht das Netatmo Heizkörperthermostat ORIGINAL einen Hub?
Ja, immer. Ohne den Thermo Hub lässt sich der Kopf weder einrichten noch per App steuern. Den Hub gibt es nur im Pack mit einem Kopf für 119,99 Euro oder zusammen mit den Wandthermostaten ORIGINAL, nicht einzeln.
Funktionieren die alten Netatmo-Ventile mit dem Thermo Hub?
Nein. Netatmo schreibt in der Hilfe, die alten Heizkörperthermostate seien nicht mit der ORIGINAL-Serie kompatibel. Die alten Köpfe funken auf 868 MHz zum Relais, die neuen Zigbee-basiert zum Hub. Mischen geht nur als zwei getrennte Installationen.
Läuft das Netatmo Heizkörperthermostat ohne Internet weiter?
Ja, der Zeitplan läuft lokal weiter. Ich habe den Hub abgezogen und am Kopf von 19 auf 25 Grad gestellt, das Ventil ging hörbar auf. Steckt der Hub wieder, regelt der Kopf zurück auf die 19 aus dem Zeitplan, die Handeinstellung ist dann weg.
Wie lange halten die Batterien im Netatmo Heizkörperthermostat ORIGINAL?
Netatmo nennt etwa anderthalb Jahre für zwei AA-Batterien, Akkus sind nicht vorgesehen. Die App zeigt den Stand nur als Symbol ohne Prozent. Bei leerer Batterie fährt der Kopf laut Hersteller auf voll offen, damit der Raum nicht auskühlt.
Geht Netatmo ORIGINAL mit Apple Home ohne den Hub?
Nein. Natives HomeKit wie beim alten Relais gibt es in der ORIGINAL-Reihe nicht mehr. Apple Home bekommt die Köpfe nur über Matter, und Matter spricht allein der Thermo Hub. Der Matter-Code entsteht in der Home+Control-App, nicht über den QR-Aufkleber am Hub.
👍 Das ist gut
- Einrichtung in 25 Minuten, zweiter Kopf in 5
- Leiser Motor, auf tado- und Eve-Niveau
- Kein Abo, Zeitpläne und Berichte inklusive
- Günstigster Stückpreis unter den Marken-Köpfen
- Matter für Apple Home, Homey, Google, Alexa
👎 Das ist nicht so gut
- Hub ist Pflicht und nicht einzeln kaufbar
- Nicht kompatibel mit den alten Netatmo-Köpfen
- Über Matter nur Ist, Soll und Modus, keine Batterie
- Eco-Assist nur als Push, kein automatisches Absenken
- Push-Zwang bei der Einrichtung
Ich habe in diesem Haus drei Heizsysteme laufen, und das jüngste ist das einzige mit einem eigenen Kästchen. Netatmo hat mit Matter genau das richtige Protokoll gewählt und es dann an ein Gateway gehängt, das sonst nichts kann. Vielleicht ist das die ehrlichere Lösung: ein Hub, der nur Heizung macht, statt eines Fernsehers, der nebenbei das Thread-Netz fährt. Ich bin trotzdem nicht sicher, ob ich 60 Euro für Ehrlichkeit zahlen würde.
Guter Kopf, teurer Einstieg, und für Netatmo-Kunden ein Neuanfang
Was vom Netatmo Heizkörperthermostat Test bleibt: Der ORIGINAL-Kopf ist besser, als ich nach dem Plexiglas-Zylinder erwartet hatte. Leise, in 25 Minuten eingerichtet, und nach zwei Wochen kein Grund, die App zu öffnen. Wer bei null anfängt und keinen Thread-Router im Haus hat, bekommt für 119,99 Euro den günstigsten Marken-Einstieg mit Matter, den ich kenne. Für den würde ich ihn kaufen.
Für mich selbst nicht. Bei mir steht der Homey, der Eve und tado ohne Kästchen bedient, und der Thermo Hub ist ein weiteres Gerät in der Steckdosenleiste, das nur eine Sache kann. Dazu kommt über Matter nur das Grundgerüst an, kein Batteriestand, keine Fenster-Erkennung. Wer Apple TV oder HomePod hat, fährt mit Eve Thermo oder tado X schlanker.












Kommentare