Der SwitchBot K11+ Pro ist ein Saugroboter mit 24,8 Zentimetern Durchmesser und einer Absaugstation, die laut SwitchBot weniger Grundfläche braucht als ein DIN-A4-Blatt. Das stimmt, knapp: 24 mal 18 Zentimeter sind 432 Quadratzentimeter, ein A4-Blatt hat 624. Seit dieser Woche steht der Mini-Saugroboter für 399,99 Euro im SwitchBot-Shop und bei Amazon, in beiden Fällen sofort bestellbar.
Ich habe das Gerät nicht hier, dieser Text stützt sich auf die Pressemitteilung, die Shops und das technische Datenblatt, das SwitchBot ins Media-Kit gelegt hat. Genau dort steht zu den 12.000 Pascal Saugkraft eine Zeile, die in der Pressemitteilung fehlt.
- SwitchBot hat den K11+ Pro am 23. September 2026 vorgestellt, er kostet 399,99 Euro in Weiß oder Schwarz und ist im SwitchBot-Shop und bei Amazon.de sofort lieferbar
- Der Roboter misst 24,8 mal 9,2 Zentimeter und wiegt 2,3 Kilogramm, die Absaugstation braucht 24 mal 18 Zentimeter Stellfläche und fasst einen 4-Liter-Beutel für bis zu 90 Tage
- Laut technischem Datenblatt saugt er in den Stufen Leise, Standard und Stark mit 600, 1200 und 2200 Pascal, die 12.000 Pascal sind ein Teppich-Boost, der real über 8000 Pascal für fünf Minuten liefert
- Navigation per LDS-LiDAR mit seitlichem PSD-Sensor und fünf Karten, Schwellen bis 17 Millimeter, keine Kamera-Hinderniserkennung und kein Wassertank, gewischt wird nur trocken mit Einwegtüchern
- Matter über WLAN mit 2,4 GHz, laut SwitchBot mit Apple Home, Alexa, Google Home und Home Assistant, ein SwitchBot-Hub ist nicht nötig
- Der Vorgänger K11+ mit 6000 Pascal steht im SwitchBot-Shop ebenfalls für 399,99 Euro
SwitchBot K11+ Pro: klein, mit Station, ohne Wassertank
Das Konzept stammt vom Vorgänger K11+, der Pro verdoppelt vor allem die Saugkraft, wie SmarthomeAssistent schon am Dienstag zusammengefasst hat. Der Pro ist 24,8 Zentimeter breit und 9,2 Zentimeter hoch, die Konkurrenz in SwitchBots eigener Vergleichstabelle misst 32 bis 35 Zentimeter. Mit 2,3 Kilogramm lässt er sich zwischen Etagen tragen, die App speichert fünf Karten.
Navigiert wird mit LDS-LiDAR, dem drehenden Laserturm auf dem Deckel, der den Raum vermisst und daraus die Karte baut. Dazu kommt ein seitlicher PSD-Sensor, ein Infrarot-Abstandsmesser für Wände und Möbelkanten. Eine Kamera zur Hinderniserkennung hat er nicht, Kabel und Socken findet er also über den Stoßfänger, und Schwellen schafft er laut Datenblatt bis 17 Millimeter.

Die Hauptbürste ist komplett aus Gummi, die Seitenbürste hat zwei Arme, beides soll verhindern, dass sich Haare aufwickeln. Gewischt wird nur trocken mit Einwegtüchern, einen Wassertank gibt es nicht. Die Station saugt den Behälter laut Datenblatt in rund 15 Sekunden mit bis zu 80 Dezibel leer, der Beutel fasst 4 Liter und soll bis zu 90 Tage reichen.
Im SwitchBot-Shop steht der K11+ Pro heute in Weiß und Schwarz auf Lager, bei Amazon ebenfalls mit Kaufbutton. Der Vorgänger K11+ kostet im SwitchBot-Shop derzeit genauso viel.
Die 12.000 Pascal gelten laut Datenblatt nur auf dem Teppich
Das technische Datenblatt im Media-Kit listet vier Saugstufen, und neben dem Maximalwert steht der Vermerk Testmuster. Eine Zeile darunter folgt die tatsächliche Saugleistung, und die sieht so aus:
| Stufe | Nennwert | Tatsächlich laut Datenblatt |
|---|---|---|
| Leise | 800 Pa | 600 Pa |
| Standard | 1500 Pa | 1200 Pa |
| Stark | 2500 Pa | 2200 Pa |
| Max | über 12.000 Pa | über 8000 Pa, hält 5 Minuten |
Max ist laut Datenblatt keine Stufe fürs Parkett: Der Roboter schaltet aus den drei anderen Stufen dorthin hoch, sobald er Teppich erkennt. Auf Hartboden arbeitet der K11+ Pro also mit 1200 bis 2200 Pascal. Beim Staubbehälter steht die Korrektur ebenfalls gleich daneben, angegeben sind 200 Milliliter, tatsächlich sind es 180.

Ein Skandal ist das nicht, die ganze Branche verkauft Spitzenwerte, auch der Deebot T30S Pro, den ich 2024 ausprobiert habe, steht mit 11.000 Pascal im Datenblatt. Ungewöhnlich ist nur, dass SwitchBot die Einschränkung selbst aufschreibt. Bei Epomaker stand die Wahrheit über eine Werbezahl in roter Schrift im eigenen Treiber, hier steht sie in einer Tabelle für die Presse, und solche Tabellen lese ich inzwischen wie Beipackzettel.
Matter über WLAN, ein Hub ist nicht nötig
Der K11+ Pro spricht Matter direkt über WLAN, laut Reviewer’s Guide in Version 1.4. Matter ist der gemeinsame Smart-Home-Standard, über den Apple Home, Google Home und Alexa dasselbe Gerät ohne Hersteller-Skill steuern. Einen SwitchBot-Hub braucht er dafür nicht, allerdings funkt er nur im 2,4-GHz-Band.
SwitchBot nennt Apple Home mit Raumauswahl, Alexa, Google Home und Home Assistant, dazu Sprachbefehle über Siri. Karten, Sperrzonen und Zeitpläne laufen weiter über die SwitchBot-App, als Cloud-Anbieter steht im Datenblatt SwitchBot selbst. Matter ab Werk ist bei Saugrobotern keine Seltenheit mehr, der Roborock Qrevo Edge 2 kam im Frühjahr genauso, nur deutlich größer.
Serie auf techboys.de
Fünf SwitchBot-Produkte, ein Ökosystem, alle im echten Alltag getestet, dazu die Neuheiten seit der IFA 2026. Jedes Gerät hat einen eigenen Artikel, aber erst zusammen ergibt sich das ganze Bild.
SwitchBot K11+ Pro: die kurzen Antworten
Was kostet der SwitchBot K11+ Pro und wo gibt es ihn?
399,99 Euro, in Weiß oder Schwarz. Er ist im SwitchBot-Shop und bei Amazon.de erhältlich, beide Händler zeigen ihn am 24. September 2026 als lieferbar an.
Was ist der Unterschied zwischen SwitchBot K11+ und K11+ Pro?
Der K11+ Pro hat laut SwitchBot doppelt so viel Spitzensaugkraft, 12.000 statt 6000 Pascal, ein leiseres Gebläse und eine Hauptbürste aus Gummi gegen verwickelte Haare. Größe und Preis sind gleich, der K11+ kostet im SwitchBot-Shop ebenfalls 399,99 Euro.
Funktioniert der SwitchBot K11+ Pro mit Apple Home?
Ja, über Matter. Der Roboter verbindet sich per WLAN mit 2,4 GHz direkt, ein SwitchBot-Hub ist nicht nötig. SwitchBot nennt außerdem Alexa, Google Home und Home Assistant.
Kann der SwitchBot K11+ Pro wischen?
Nur trocken. Er hat keinen Wassertank, an der Unterseite lassen sich Einweg-Wischtücher für Staub und Fußabdrücke anbringen. Wer nass wischen will, braucht ein größeres Modell.
Wer den Vorgänger kaufen wollte, nimmt jetzt den Pro
Der K11+ Pro ist kein Flaggschiff und will auch keins sein. Er ist ein Sauger für kleine Wohnungen mit Hartboden und vielen Möbelbeinen, dessen Station in eine Ecke passt, in der sonst ein Papierkorb stünde. Nass wischen kann er nicht, und ohne Kamera dürfte er sich an herumliegenden Ladekabeln schwertun.
Solange der K11+ im SwitchBot-Shop genauso viel kostet, gibt es keinen Grund für den alten, der neue hat die Gummibürste und das leisere Gebläse. Und wer Pascal-Zahlen vergleicht, rechnet bei diesem Modell besser mit 2200 als mit 12.000, SwitchBot hat das ja selbst aufgeschrieben.





