Die Mail landet gerade in echten Postfächern: Google stellt den klassischen Assistant ab dem 4. September ab, Gemini übernimmt. Die Google Assistant Abschaltung hat damit nach mehreren Verschiebungen ein festes Datum, ursprünglich sollte schon im März Schluss sein. Nach zehn Jahren endet der Sprachassistent, mit dem Google 2016 gegen Alexa angetreten ist.
- Google schaltet den klassischen Assistant ab dem 4. September ab, die Umstellung auf Gemini zieht sich danach über einige Wochen.
- Betroffen sind Android-Smartphones und Tablets, Wear-OS-Uhren, kompatible Kopfhörer und Android Auto.
- Google-Home-Speaker und Google TV sind vom Stichtag ausgenommen und folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
- Wer einmal auf Gemini umgestellt wurde, kann nicht zum Assistant zurückwechseln.
- Ursprünglich war das Ende bereits für März 2026 angekündigt.
Diese Geräte trifft der 4. September
Google verschickt die Ankündigung seit Anfang der Woche per Mail an Bestandsnutzer, 9to5Google hat sie zuerst dokumentiert. Ab dem 4. September wird der Assistant auf Android-Smartphones und Tablets abgeschaltet, ebenso auf Wear-OS-Uhren und kompatiblen Kopfhörern. Die Umstellung passiert nicht schlagartig, sondern zieht sich laut Google über einige Wochen.
Beim Auto lohnt der genaue Blick, weil zwei Systeme gerne verwechselt werden. Android Auto, also die aufs Armaturenbrett gespiegelte Smartphone-Oberfläche, wechselt mit. Autos mit fest eingebautem Google built-in behalten den Assistant dagegen vorerst. Einen Rückweg gibt es in keinem Fall: Wer einmal auf Gemini umgestellt wurde, bleibt dort.
Teste deine wichtigsten Routinen und Smart-Home-Sprachbefehle schon jetzt in der Gemini-App, nicht erst nach der Zwangsumstellung. Was dort heute nicht funktioniert, wird am 4. September nicht auf magische Weise besser, und ein Zurück zum Assistant gibt es nicht.
Deine Speaker bleiben vorerst verschont
Für Smart-Home-Nutzer ist die wichtigste Zeile der Mail eine Ausnahme: Google-Home-Speaker und Google TV sind vom September-Stichtag explizit ausgenommen und folgen separat. Der Lautsprecher im Wohnzimmer antwortet also erst mal weiter mit dem alten Assistant. Die Richtung ist trotzdem eindeutig, denn Google hat längst gezeigt, wie der Übergang dort aussehen soll.
Die ältesten Nest-Speaker bekommen Gemini Live, allerdings nur im Abo, wie ich beim Gemini-Spark-Thema aufgeschrieben habe. Und der neue Google Home Speaker ist diese Woche für 120 Euro in Deutschland gestartet. Das Timing spricht für sich: Google räumt das alte Ökosystem genau in dem Moment ab, in dem die neue Hardware in den Regalen steht. Die Geräte bleiben, die Intelligenz wandert ins Abo.
Zehn Jahre Assistant, und ich werde ihn nicht vermissen
Ich habe es mit Alexa versucht, mit dem Google Assistant auch, irgendwann habe ich beides gelassen. Nicht weil die Sprachsteuerung nicht funktionierte, sondern weil im Wohnzimmer ein Mikrofon stand, das alles zu einem Server schickt. Insofern weine ich dem Assistant keine Träne nach, meine Antwort auf das Problem sieht anders aus.
Trotzdem stört mich das Muster. Millionen Nutzer haben sich über Jahre Routinen und Gewohnheiten um einen Assistenten herum gebaut, und der Nachfolger wird ihnen ohne Rückweg übergestülpt, fertig oder nicht. Wenn bei dir Routinen im Alltag hängen, nimm die Wochen bis zum Stichtag ernst und prüfe sie in Gemini durch. Alle anderen merken vom 4. September vermutlich wenig, bis der eigene Speaker irgendwann ebenfalls dran ist.





