Seit SwitchBots Mutterkonzern Nanoleaf geschluckt hat, schaue ich bei jeder Nanoleaf-Meldung genauer hin: Was kommt da als Nächstes, und trägt es schon die Handschrift des neuen Besitzers? Nach der Deckenleuchte im Juni folgt jetzt der Nanoleaf Monitor Stand, ein Monitorständer aus Walnussholz mit Arbeitslicht vorne, 102 RGB-Zonen hinten und Matter-Anbindung. Vorbestellbar ab sofort, ausgeliefert wird voraussichtlich ab August.
- Der Nanoleaf Monitor Stand (offiziell Nanoleaf x FANTAQI Smart LED Monitor Stand) kostet 199,99 Euro UVP und ist im Nanoleaf-Shop vorbestellbar, aktuell für rund 180 Euro.
- Ausgeliefert wird voraussichtlich ab August, ein Amazon-Start soll folgen.
- Vorne sitzt eine Arbeitsplatzleuchte mit bis zu 550 Lumen und CRI 97, hinten eine Ambientebeleuchtung mit 102 einzeln ansteuerbaren RGB-Zonen.
- Matter wird unterstützt, laut Produktseite über WLAN und Thread. Für den vollen Funktionsumfang bleibt die Nanoleaf-App nötig.
- Der Ständer besteht aus 20 Millimeter starkem Sperrholz mit Walnussfurnier, trägt bis zu 70 Kilogramm und bietet 23 Schraubgewinde für Zubehör.
Vorne Arbeitslicht, hinten Lichtshow
Die Lichtleiste an der Front schafft bis zu 550 Lumen bei einem Farbwiedergabeindex von CRI 97, der Weißbereich reicht von 1.700 bis 6.500 Kelvin. CRI = ein Maß dafür, wie natürlich Farben unter einem Licht aussehen. 97 von 100 ist ein sehr guter Wert, den sonst eher teure Schreibtischleuchten erreichen. Auf der Rückseite arbeitet eine Ambientebeleuchtung mit 102 einzeln ansteuerbaren RGB-Zonen, die ihre Farbverläufe in einem Winkel von 160 Grad an die Wand wirft. Beide Lichter lassen sich getrennt steuern, wahlweise per App oder über ein Touchfeld mit fünf Tasten direkt am Gerät.
Der Nanoleaf Monitor Stand will fünf Geräte ersetzen. Eines davon ist ein Brett
Nanoleaf rechnet vor, der Ständer ersetze fünf Produkte: Monitorerhöhung, Stauraum, Arbeitslicht, Ambientelicht und Smart-Home-Anbindung. Die Rechnung stammt aus der Pressemitteilung, aber ganz falsch ist sie nicht. Das Ding ist 10 Zentimeter hoch, besteht aus 20 Millimeter starkem Sperrholz mit einem Furnier aus nordamerikanischem Walnussholz und trägt bis zu 70 Kilogramm. Das reicht für große Ultrawide-Monitore oder ein Dual-Setup. Dazu kommen 23 integrierte Viertelzoll-Gewinde, an die sich Webcam, Mikrofon oder Ringlicht schrauben lassen. Das ist die Sorte Detail, die man erst belächelt und dann dauernd benutzt.
Matter ist drin, die Nanoleaf-App bleibt trotzdem Pflicht
Per Matter landet der Ständer in Apple Home, Google Home oder Alexa, laut Produktseite wahlweise über WLAN oder Thread. Matter = der offene Smart-Home-Standard, mit dem Geräte verschiedener Hersteller ohne Extra-Hub in einem System zusammenarbeiten. So weit, so zeitgemäß. Der Haken steht im Kleingedruckten: Die individuelle Farbsteuerung der 102 Zonen, der Rhythm Mode, Screen Mirror und die Synchronisation mit anderen Nanoleaf-Produkten über 4D Scene Sync+ laufen weiterhin nur über die Nanoleaf-App. Wer meine Geschichte mit den Lines kennt, weiß, dass genau diese App bei mir keinen Vertrauensvorschuss mehr genießt. Matter schaltet hier das Licht an und aus und regelt Helligkeit und Farbe, das Spektakel bleibt App-Sache.
199,99 Euro für einen Monitorständer
Zur Einordnung: Eine Monitorerhöhung aus Bambus kostet 30 Euro, eine gute Schreibtischleuchte 80. Der Nanoleaf Monitor Stand bündelt beides plus Ambientelicht für 199,99 Euro UVP, in der Vorbestellphase für rund 180 Euro. Nach der Übernahme durch OneRobotics ist das erst das zweite neue Produkt, und es zeigt, wohin die Reise geht: weg vom reinen Wandpaneel, hin zu Möbeln und Alltagsgegenständen mit Licht drin. Wer sein Schreibtisch-Setup ohnehin gerade aufrüstet und schon Nanoleaf-Paneele an der Wand hat, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Wer nur den Monitor höher stellen will, zahlt hier 170 Euro Aufpreis für Licht, das er vielleicht nie einschaltet.
Offene Fragen zum neuen Ständer
Was kostet der Nanoleaf Monitor Stand und wann kommt er?
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 199,99 Euro. Im Nanoleaf-Shop läuft eine Vorbestellaktion für rund 180 Euro, die Auslieferung soll im August beginnen. Ein Verkaufsstart bei Amazon ist angekündigt.
Funktioniert der Nanoleaf Monitor Stand mit Apple Home und Google Home?
Ja. Über Matter lässt sich der Ständer in Apple Home, Google Home, Alexa und andere Matter-Plattformen einbinden, laut Produktseite wahlweise per WLAN oder Thread. Grundfunktionen wie An/Aus, Helligkeit und Farbe gehen dort direkt.
Braucht man die Nanoleaf-App zwingend?
Für den vollen Funktionsumfang ja. Die individuelle Steuerung der 102 RGB-Zonen, Rhythm Mode, Screen Mirror und die Synchronisation mit anderen Nanoleaf-Produkten per 4D Scene Sync+ laufen nur über die Nanoleaf-App.
Wie viel Gewicht trägt der Monitorständer?
Bis zu 70 Kilogramm. Damit eignet er sich auch für große Ultrawide-Monitore oder Dual-Monitor-Setups. Der Korpus besteht aus 20 Millimeter starkem Sperrholz mit Walnussfurnier und ist 10 Zentimeter hoch.





